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f+h fördern und heben 6/2017

f+h fördern und heben 6/2017

VON DAMALS BIS HEUTE

VON DAMALS BIS HEUTE 2016 Saalfelder Hebezeugbau GmbH verstärkt Engagement im Bereich vollautomatische Parksysteme 2014 Vom Maschinenbau- Kombinat zum Global Player Kranbau Köthen: Seit mehr als 80 Jahren Kranbautradition aus Mitteldeutschland 80 Jahre Kranbau Die Kranbau Köthen GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, das auf Sonder-, Prozess- und Automatikkrane spezialisiert ist. Seit den Anfängen fertigt man am Standort Köthen nach individuellen Kundenvorgaben komplette Krananlagen, die weltweit zum Einsatz kommen. 02 Gründung des Förderanlagenbaus Köthen 1950 1997 Konzentration auf Geschäftsfeld Krane 1990 Umwandlung in eine GmbH 01 2004 Mehr als 5 000 Krane weltweit ausgeliefert 1971 Fusion zum „VEB Förderanlagen- und Kranbau Köthen“ Unternehmensgründung durch Prof. Carl Gensel in Köthen 1934 „Je anspruchsvoller die Projekte sind, desto besser ist unser Unternehmen.“ Aus diesem Leitsatz sprechen mehr als 80 Jahre Erfahrung im Kranbau. Die Historie der Kranbau Köthen GmbH aus Sachsen-Anhalt ist gleichsam Teil deutscher Nachkriegsgeschichte und gibt u. a. einen Einblick in die „Kranbau-Branche“ der ehemaligen DDR. Alles begann in den 30er-Jahren: Konstrukteur Carl Gensel, Professor am Polytechnikum in Köthen, gründete 1934 ein Unternehmen in Köthen für Hebetechnik und Kranbau. Köthen war ein attraktiver Standort für Maschinenbauunternehmen, wie die Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG, Dessau. Das Unternehmen gründete 1935 eine Zweigstelle in Köthen und kaufte den Standort der Wagner Werke, die seit 1890 als „Maschinenfabrik Cöthen AG“ arbeiteten. Nur ein Jahr nach Gründung der DDR entstand 1950 aus dem Junkers-Motorenbau-Zweigwerk Köthen, nach der Überführung in das Volkseigentum, der „VEB Abus- Förderanlagenbau Köthen“. Der Betrieb für Schwermaschinenbau lag nicht weit vom Gelände der Gensel Maschinenfabrik, die jetzt „VEB Kranbau Köthen“ hieß, entfernt. Produziert wurden vor allem Ausrüstungen für die Kohleindustrie. Beide Unternehmen gehörten damals zum Kombinat Takraf-Verbund (Tagebau-Ausrüstungen, Krane und Förderanlagen) und begannen Mitte der 50er-Jahre mit dem Export ihrer Produkte. Nach Jahren der Existenz als Einzelbetriebe im Kombinat folgte 1971 der Zusammenschluss der Betriebe zum „VEB Förderanlagen- und Kranbau Köthen“. Das Ziel war die effektivere Nutzung der Investitionen. Der Kranbauer aus Köthen war bereits vor dem Zusammenschluss ein anerkannter Produzent von elektrischen Brückenkranen (Bild 01) und verfügte über Erfahrungen im Exportgeschäft im westeuropäischen Wirtschaftsgebiet. Durch die Fusion wurde der Betrieb zu einem der Hauptleistungsträger im Schwermaschinenbau in der DDR. In der Zeit des politischen Umbruchs in Ostdeutschland wurde das Gemeinschaftsunternehmen 1990 in eine GmbH gleichen Namens umgewandelt. Ein Teil des ehemaligen VEB wurde zur Alpha-Elektronik GmbH. Einbrüche im Förderanlagengeschäft zwangen die „Förderanlagen- und Kranbau Köthen GmbH“ 1997 zur Aufgabe des Geschäftsfelds Förderanlagen respektive Tagebautechnik. Nach der folgenden Umfirmierung in „Kranbau Köthen GmbH“ wurden ab dann ausschließlich Brücken-, Portal- und Portaldrehkrane gefertigt. Zwischenzeitlich hatte man durch die Übernahme von Personal und Know-how anderer Kranbauunternehmen die Leistungspalette erweitert. Mitte 1998 folgte mit der Privatisierung durch die Georgsmarienhütte Holding GmbH eine Konsolidierung. Die GMH Krantechnik GmbH wurde als Muttergesellschaft der Krangruppe gegründet. Aus dieser Zeit stammt der Kochtopf im Firmenlogo, welcher symbolisch für den „kochenden Stahl“ steht. Ein Jubiläum stand schließlich 2004 an: 70 Jahre Kranbau Köthen und mehr als 5 000 Krane weltweit ausgeliefert, dabei wuchs die Unternehmensgruppe kontinuierlich. 2007 wurde die Alpha-Elektronik GmbH wieder in die Holding der GMH Krantechnik aufgenommen und so das Portfolio u. a. um Steuerungstechnik und Software zur Realisierung von Automatikkranen (Bild 02) ergänzt. Seit 2008 zählt auch die Saalfelder Hebezeugbau GmbH zur Firmengruppe und vervollständigt das Leistungsspektrum u. a. um Standard- und Prozesskrane bis 250 Tonnen Tragfähigkeit, Komponentenfertigung und vollautomatische Parksysteme. Um der Produktqualität am Wirtschaftsstandort Deutschland Nachdruck zu verleihen, erwirbt das Unternehmen seit 2013 in regelmäßigen Abständen über Zertifizierungsstellen des TÜV die Zertifizierung „Made in Germany“. Dabei war das Qualitätssiegel schon längst überfällig, denn Kranbau Köthen entwickelt seit jeher bedarfsgerechte und zuverlässige Kranlösungen aus einer Hand. Fotos: Kranbau Köthen www.kranbau.de

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 7-8/2017 ERSCHEINUNGSTERMIN: 27. 07. 2017 • ANZEIGENSCHLUSS: 12. 07. 2017 01 02 03 04 01 Die Redaktion hat sich auf den Weg nach Waldenburg gemacht und die neue Musterfabrik der Würth Elektronik eiSos Gruppe besichtigt – nur so viel vorab: Der Weg hat sich gelohnt. 02 Durch die Investition in ein automatisches Blechlager hat die Busalt & Co. Blechwarenfabrik den manuellen Aufwand bei Materialwechseln minimiert und mehr Ordnung geschaffen. 03 Kein Abfall, weniger Wechselaufwand, individuelle Etikettenlängen sowie eine wisch- und kratzfeste Produktkennzeichnung – wie das möglich ist, verraten wir Ihnen in der nächsten Ausgabe. Der direkte Weg im Internet: www.foerdern-und-heben.de als E-Paper: www.engineering-news.net Redaktion: w.bauer@vfmz.de 04 Ist das Energiemanagement bei Regalbediengeräten eine Chance zur Senkung der TCO im Lager? Diese Frage beantworten wir in der Ausgabe 7-8/2017. (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) f+h 6/2017 43

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