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f+h fördern und heben 6/2018

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f+h fördern und heben 6/2018

ROBOTERPALETTIERUNG

ROBOTERPALETTIERUNG ERMÖGLICHT 100 PROZENT MEHR OUTPUT Mit zwei neuen Palettieranlagen, einschließlich entsprechender Karton- und Palettenfördertechnik, hat die Schreiber Foods Europe GmbH die intralogistischen Prozesse optimiert. Notwendig machte die Investition der wirtschaftliche Erfolg des Lebensmittelherstellers: Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Produktion um 100 Prozent erhöht. Die Schreiber Foods Europe GmbH aus Wangen/Allgäu gehört zum US-amerikanischen Schreiber-Konzern mit Hauptsitz in Green Bay und ist auf die Produktion von u. a. Schmelzkäse, Frischkäse sowie Joghurt und Käsescheiben für Hamburger spezialisiert. Abnehmer sind vor allem der Lebensmittelhandel und Restaurantketten. Das kontinuierliche Wachstum führte zu steigenden Anforderungen an die Intralogistik. Nachdem der Lebensmittelhersteller die Linienprozesse auf eine Steigerung der Produktion um 100 Prozent ausgelegt hatte, wurde die Roboterpalettierung zum Flaschenhals der innerbetrieblichen Abläufe. Eine Anlage, die überdies technologisch veraltet und störungsanfällig war, verarbeitete den Output von zwei Produktionslinien. Bei Störungen stand die komplette Entsorgung der Produktionslinien still. Überdies konnte der angebundene Stretcher das Aufkommen nicht mehr bewältigen. Vor diesem Hintergrund hat 16 f+h 2018/06 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME sich Schreiber Foods dazu entschlossen, in neue Palettiersysteme zu investieren. Den entsprechenden Auftrag erhielt die Langhammer GmbH aus Eisenberg „Nach eingehender Analyse kreierten wir einen Materialfluss mit zwei neuen Roboterpalettierzellen und entsprechender Karton- und Palettenfördertechnik für die Gebinde- Zu- und -Abführung“, so Markus Berger, Vice President Sales der Langhammer GmbH. KOMPAKTE, FLEXIBLE LÖSUNG REALISIERT Bei der Neuinstallation sah man sich schon allein aufgrund der Gegebenheiten des Bestandsgebäudes mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Langhammer entwickelte eine Lösung mit redundanter Auslegung der Komponenten, die neben der Schnittstellenkoordination bei der Anbindung der Produktionslinien trotz kompakter Anlagengestaltung Flexibilität bietet. Die neuen Roboterzellen mit den 4-Achs-Knickarmrobotern vom Typ ABB IRB660 sind mit Kartonfördertechnik direkt an die Produktion angebunden. An den Schnittstellen werden die Gebinde mit Schmelz- und Scheibenkäse immer querorientiert übernommen und so den Roboterzellen zugeführt. Um eine durchgängige Verfügbarkeit und einen hohen Durchsatz sicherzustellen, arbeiten die Roboter die jeweilige Produktionslinie im Single-Line-Betrieb ab. Die Anlagenbedienung und Dateneingabe finden an einem der zweifachen 12-Zoll-Siemens-Comfort-Panels statt. Mithilfe des Panels lassen sich drei Robotergrundfunktionen (Robotergrundstellung, Reinigungsposition und Greifer abblasen) komfortabel auf einer zentralen 3er-Tastenleiste einstellen. Diese Funktionseinstellungen sorgen für die Einhaltung der aktuellen Sicherheitsbestimmungen bei manuellen Eingriffen. „Die Bedienoberfläche mit selbsterklärenden Bediensymbolen in international genormten Standards unterstützt ein intuitiv erfassbares Handling“, so Langhammer-Projektleiter Lennert Krauß. Eine farbliche Kennzeichnung visualisiere die aktiven Bedienabschnitte. Darüber hinaus sorge das Software-Modul ABB Save Move für eine flexible und zuverlässige Abgrenzung der Roboter-Arbeitsbereiche. Halle A5 Stand 328 Als serviceorientierter Hersteller bietet ROLLON weltweit eines der umfassendsten Sortimente der Lineartechnik und kann nahezu jeden individuellen Anwendungsfall abdecken. „ Bewegungslösungen schwerer Lasten sind uns ein Leichtes.“ Roshanak Ziaee, Anwendungs-Ingenieurin, ROLLON Düsseldorf >> www.rollon.de ROLLON. Rollon.indd 1 07.05.2018 16:03:59 www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/06 17

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