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f+h fördern und heben 6/2019

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f+h fördern und heben 6/2019

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME TITEL 02 also eine Vorverarbeitung der internen Zustandswerte, lässt sich aber z. B. die Öl-Lebensdauer für eine vorausschauende Wartung sensorlos ermitteln. Aus diesem Grund arbeitet der Hersteller intensiv an Lösungen zur Zustandsüberwachung mithilfe virtueller Sensorik und nutzt dazu alle Möglichkeiten, die das Applikationstestfeld bietet. TESTFELD IST AN DIE CLOUD ANGEBUNDEN Eine wichtige Voraussetzung für das Condition Monitoring ist allerdings die Anbindung von Anlagen-Komponenten an die Cloud. Genau wie alle Antriebe von Nord sind auch die Antriebe des Applikationstestfelds voll Industrie-4.0-fähig. Sie versenden ihre Zustandsdaten wie Stromaufnahme, Drehzahl und Spannung regelmäßig mit dem Kommunikationsprotokoll UDP auf der Busleitung, ohne die Steuerungskommunikation zu beeinträchtigen. Um das Datenvolumen gering zu halten, werden nur die Werte verschickt, die sich seit der letzten Übermittlung verändert haben. Die Anlagensteuerung überträgt die Zustandsdaten über ein Internet-Gateway in eine sichere Cloud, wo sie für die weitere Analyse und Auswertung zur Verfügung stehen. Fehlerzustände oder eine Überlastung der Antriebe lassen sich visualisieren und erkennen sowie Daten für Energiemanagement und Fernwartung auswerten. Auch die Daten angeschlossener Sensoren und Aktoren können jederzeit in die Cloud gespeist werden. Dies gilt z. B. für die Werte der Drehgeber, die an den Antrieben im Testfeld installiert wurden, um tiefere Einblicke in das tatsächliche Verhalten der Getriebemotoren zu erhalten. Mit ihrer Hilfe untersucht man u. a., ob die vorgesehene Beschleunigung beim Einschleusen eines schweren Objekts auf ein laufendes Förderband auch in der Realität und bei größerer Belastung erreicht wird. Gleichzeitig ermittelt das Unternehmen Zusammenhänge und Abhängigkeiten von Umgebungsbedingungen im realen Einsatz, die man bei einem reinen Prüfstandsbetrieb mit standardisierten Bedingungen nicht erhält – Know-how für die Beratung, Fehlerbehebung und Wartung beim Kunden. Über Lichtschranken an den Förderstecken des Applikationstestfelds erkennt der Frequenzumrichter, ob sich eine Last auf dem Band befindet, dessen Antrieb er regelt. Ist keine Last vorhanden, 02 Zustandsdaten und Fehlermeldungen der Antriebe sind in der Browserdarstellung auf einen Blick sichtbar 03 Der Feldverteiler ist Industrie-4.0-fähig und ermöglicht die Überwachung von Antrieben über die Cloud IMPRESSUM erscheint 2019 im 69. Jahrgang, ISSN 0341-2636 Herausgeber Dipl.-Ing. Reiner Wesselowski (We) Tel.: 06131/992-322, E-Mail: r.wesselowski@vfmz.de Redaktion Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer (WB), Tel.: 06131/992-321, Fax: 06131/992-340, E-Mail: w.bauer@vfmz.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redakteure: Dipl.-Medienwirtin (FH) Marie Krueger (MK), Tel.: 06131/992-359, E-Mail: m.krueger@vfmz.de Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW), Tel.: 06131/992-202, E-Mail: m.weber@vfmz.de Redaktionsassistenz: Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261, E-Mail: m.lerch@vfmz.de, Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371, E-Mail: p.weidt@vfmz.de Doris Buchenau, Angelina Haas, Ulla Winter (Redaktionsadresse siehe Verlag) Gestaltung Sonja Daniel, Anette Fröder, Anna Schätzlein, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer Anzeigen Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262, E-Mail: o.jennen@vfmz.de Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Annemarie Benthin, Anzeigenverwaltung Tel.: 06131/992-250, E-Mail: a.benthin@vfmz.de Anzeigenpreisliste Nr. 66: gültig ab 1. Oktober 2018 www.vereinigte-fachverlage.info Leserservice vertriebsunion meynen GmbH & Co. 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03 DAS TESTFELD DIENT NICHT NUR FÜR VERSUCHSZWECKE, SONDERN AUCH ALS INDUSTRIE-4.0-DEMONSTRATIONSANLAGE misst er die elektrischen Daten und vergleicht diese Werte mit einem Referenzwert. Wenn dieser überschritten ist, erkennt der Umrichter, dass sich am mechanischen System etwas verändert hat. Mit dem Abgleich zwischen virtuell ermittelten Zustandsdaten und realen Messwerten können die Ingenieure mathematische Zusammenhänge der Anlage ableiten und Algorithmen für die Datenauswertung validieren und verbessern. Auch die Beanspruchung der Antriebe durch Dauerlauf oder häufiges Anlaufen und Bremsen lässt sich so ermitteln. Die Frage, welche Aussagen man aus den Messwerten ableiten kann und wie diese für die Verbesserung von Predictive-Maintenance-Anwendungen genutzt werden können, versucht Nord Drivesystems zusammen mit Pilotkunden in der Praxis zu eruieren. TESTFELD ERMÖGLICHT REALISTISCHE PLANUNG VON ANLAGEN Die Versuche auf dem Applikationstestfeld schaffen die Voraussetzungen dafür, um in Zukunft in einer Lernphase an Kundeninstallationen die Normalwerte für Strom und Last ermitteln zu können. Im späteren Betrieb sollen dann Algorithmen überprüfen, ob alle Betriebsparameter im Normalbereich sind. Als Ergebnis der Versuche auf dem Applikationstestfeld entstehen zudem Rechenmodelle, die Nord bei der Planung der Kundenprojekte helfen: So lassen sich z. B. de Eigenschaften eines Förderbands anhand eines mathematischen Modells beschreiben. Parameter wie die Bandreibung oder die Trägheit des Bands sind bekannt. Zusammen mit den Werten aus den Praxisversuchen im Applikationstestfeld können die Abläufe einer Förderanlage so präzise simuliert werden, dass man dem Anwender genauere Auslegungsempfehlungen für Intralogistikprojekte geben kann, als es auf Grundlage der reinen geplanten Leistungsparameter möglich gewesen wäre. Das Unternehmen nutzt das Testfeld aber nicht nur für Versuchszwecke, sondern auch als anschauliche Demonstrationsanlage rund um das Thema Industrie 4.0. Die Cloud-Anbindung macht zudem einen Zugriff von jedem Ort der Welt mit Internet-Zugang möglich. So kann die Anlage auch auf Messen und bei Vor-Ort-Terminen vorgeführt werden. Fotos: Nord Drivesystems www.nord.com www.foerdern-und-heben.de f+h 2019/06 29

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