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f+h fördern und heben 7-8/2017

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FLURFÖRDERZEUGE I

FLURFÖRDERZEUGE I STAPLERTEST Funktionell und komplett Der Schubmaststapler SRX 16 von Clark im Test Der Flurförderzeughersteller Clark hat seit Kurzem einen eigenen Schubmaststapler im Sortiment. Das Gerät aus der SRX-Serie präsentiert sich mit hoher Funktionalität sowie einer großzügigen Basisausstattung. Der „neue Clark“ ist zudem komfortabel in der Bedienung und zeigt gute Leistungen im Praxistest. Während des Tests sind uns auch einige Besonderheiten aufgefallen. Bereits im vergangenen Jahr präsentierte Clark eine Version seines Schubmaststaplers aus der SRX-Serie. Dieses, in der koreanischen Unternehmenszentrale entwickelte Flurförderzeug, brachte zwar die Ambitionen des Herstellers zum Ausdruck, mit einem eigenen Schubmaststapler an den Markt zu gehen, entsprach aber noch nicht den Zielsetzungen, die Clark Material Handling Europe vor Augen hatte. Auf dem europäischen Kontinent sind die Ansprüche an Flurförderzeuge doch etwas höher, als in den USA oder Asien. Als Konsequenz wurden entsprechende Optimierungen am Fahrzeug vorgenommen. Das Ergebnis ist eine überarbeitete Version, die wir einem ausgiebigen Praxistest unterzogen haben. Die SRX-Serie umfasst Modelle mit Tragfähigkeiten von 1 400 und 1 600 kg und erreicht Hubhöhen von 10 500 mm mit einer Resttragfähigkeit von 850 kg. Als Testkandidat wählten wir mit dem SRX 16 die 1,6-Tonnen-Version mit einer Hubhöhe von 7 500 mm. Zweckmäßigkeit steht im Vordergrund Clark setzt bei der Entwicklung seiner Flurförderzeuge weniger auf exklusives Design, sondern vor allem auf Funktionalität, was sich auch bei der ersten Begegnung mit unserem Testkandidaten bemerkbar macht. Der SRX 16 zeigt sich schnörkellos, solide und macht auf uns einen praktischen sowie zugänglichen Eindruck. Dies bestätigt sich u. a. beim Besteigen des Flurförderzeugs. Hier wird der Fahrer durch einen Haltegriff und einer zusätzlichen Trittstufe (Bild 01) unterstützt, allerdings hätte dabei die Trittfläche der Stufe etwas größer ausfallen können. Die Bodenplatte befindet sich in einer praktikablen Höhe und die Sitzposition hinter dem Lenkrad mittlerer Größe ist in Ordnung, wenngleich das Ver- 24 f+h 7-8/2017

STAPLERTEST I FLURFÖRDERZEUGE Hubgeschwindigkeit mit 1 000 kg Last [cm/s] Fahrgeschwindigkeit mit 1 000 kg Last [km/h] Sprint über 15 m [s] Prakt. Einsatzdauer bei 775-Ah-Batterie [h:min] Clark SRX 16 Modus P Durchschnittswert der bisher von uns getesteten 48-V-Schubmaststapler 1,4/1,6 t 50,52 46,55 13,24 12,33 7,2 6,35 12:41 50,52 Clark SRX 16 12 7,5 13:04 Modus N 51,42 Clark SRX 16 9,87 7,9 13:52 Modus E 11:41 stellen des Lenkrads nur mäßig und etwas unpraktisch vonstattengeht. Vielleicht ist es in Zukunft möglich, eine hochklappbare Lenksäule zu installieren, was den Ein- und Ausstieg noch einfacher gestalten würde. Auffallend ist die Dimensionierung der Kabine. Die Kabinentiefe fällt mit 500 mm verhältnismäßig gering aus − bei den meisten Marken sind dies 70 bis 100 mm mehr. Die geringe Kabinentiefe des Testkandidaten hat allerdings den Vorteil, dass der Stapler insgesamt kompakter bleibt. Komfortable Grundausstattung Zur Steuerung der Hubmastfunktionen ist unser Teststapler mit mehreren Minihebeln (Bild 02) ausgestattet – alternativ ist auch ein Joystick (Bild 03) verfügbar. Die Einstellungen des Flurförderzeugs werden über ein farbiges Display angezeigt. Ein Flurförderzeug aus der SRX-Serie mit Basisausstattung verfügt über Wechselstromtechnik, eine wartungsfreie 3-Rad- Bremsung (elektromagnetisch) sowie Seitenschieber, Radkappen und Lastschutzgitter – die Höchstgeschwindigkeit beträgt 14 km/h. Darüber hinaus zählen eine Rollenbahn zum seitlichen Auswechseln der Batterie sowie die Möglichkeit zum Umschalten des Lenksystems von 180 auf 360° zur Grundausstattung. Optionale Ausstattungsmerkmale sind die Beleuchtung, die programmierbare Hubhöhenauswahl sowie eine Gabelkamera, die automatische Gabelnivellierung und der Zentralstand. Was bei Schubmaststaplern nicht häufig zu finden, aber bei unse- 01 Der Haltegriff und die zusätzliche Trittstufe ermöglichen einen problemlosen Einstieg rem Testfahrzeug vorhanden ist, ist die Absenk- und Reach-Sicherung (Bild 04), um beim Absenken und bei horizontaler Gabelbewegung (reachen) Beschädigungen an den Radarmen zu vermeiden. Dies alles funktioniert ordentlich und präzise. Als echte Innovation betrachten wir das „Clark-Safety-Light“. Diese Signalvorrich- 02 Zur Steuerung der Hubmastfunktionen ist unser Teststapler mit Minihebeln ausgestattet f+h 7-8/2017 25

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