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f+h fördern und heben 7-8/2017

f+h fördern und heben 7-8/2017

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AUS DER FORSCHUNG 02 Die Stabilität der tragenden Stahlbaustruktur ist maßgeblich für die Funktionalität von STS-Kranen Grundvoraussetzungen für die Simulation waren gegeben: alle relevanten Komponenten für die Visualisierung standen als 3D-Modelle zur Verfügung (Krananlagen, Traversen, Verschubeinrichtungen, Unterwagen) oder ließen sich problemlos modellieren (Schrottmulden, Muldenfähren). Die bestehende Hallenstruktur stand für die Umsetzung des Projekts bereits als 3D- Modell aus 3D-Laserscans zur Verfügung. In dieses Modell wurden alle neuen Stahlbaukomponenten, ebenfalls in 3D, hinein konstruiert. Die Kranführer bekommen durch die Schulung am Simulator ein Gefühl für die Krananlagen und können so im Vorfeld Prozesse optimieren. tenwerken Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg. Einhergehend mit der umfangreichen und technisch herausfordernden Stahlbausanierung der Schrotthalle galt es auch das Kran- und Logistikkonzept komplett neu zu betrachten. Neue Krane mussten konzipiert und beschafft werden, was nicht nur eine Neugestaltung des Bodenbereichs der Halle, sondern auch die Planung und Umsetzung neuer, beweglicher Schrott- Muldenplätze erforderte. Unterstützt wurde die HKM bei der Sanierung vom Unternehmen Kranbau Köthen. Der Kranspezialist aus Sachsen- Anhalt lieferte im Zuge des Großprojekts zwei 3-Träger-Brückenkrane mit zwei Katzen und umfangreicher Ausstattung. Diese Kombikrane sind geeignet, um zum einen über ein Magnethubwerk Schrott von Eisenbahnwaggons in Mulden zu verladen und zum anderen über das zweite Hubwerk die Mulden selber sicher zu transportieren. Im Zuge des Projekts wurde gemeinsam ein Kransimulator (Bild 03) entwickelt, der den Betreiber in die Lage versetzt, die neuen Kransysteme zusammen mit der neuen Schrottlogistik im Vorfeld zu testen. Die Kran-Kollisionen vermeiden Nicht nur die Krantechnik an und für sich wurde auf der Fachtagung thematisiert. Thomas Hörl von der Symeo GmbH, Neubiberg warf in seinem Vortrag „Komplexe Kollisionsvermeidung bei Kränen auf mehreren Ebenen“ einen Blick in die Peripherie von Kransystemen. Mit einer neuen Baukastenlösung will das Unternehmen komplexe Kollisionsszenarien bei Krananlagen auf mehreren Ebenen beherrschbar machen und so die Betriebssicherheit erhöhen. Vielfach werden im Produktionsumfeld kom- IMPRESSUM Materialfluss, Warenwirtschaft und Logistik-Management erscheint 2017 im 67. Jahrgang, ISSN 0341-2636 Herausgeber Dipl.-Ing. Reiner Wesselowski (We) Tel.: 06131/992-322, E-Mail: r.wesselowski@vfmz.de Redaktion Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer (WB), Tel.: 06131/992-321, Fax: 06131/992-340, E-Mail: w.bauer@vfmz.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redakteure: Dipl.-Medienwirtin (FH) Marie Krueger (MK), Tel.: 06131/992-359, E-Mail: m.krueger@vfmz.de Holger Seybold, Tel.: 06131/992-254, E-Mail: h.seybold@vfmz.de Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW), Tel.: 06131/992-202, E-Mail: m.weber@vfmz.de Redaktionsassistenz: Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261, E-Mail: m.lerch@vfmz.de, Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371, E-Mail: p.weidt@vfmz.de Angelina Haas, Gisela Kettenbach, Ulla Winter (Redaktionsadresse siehe Verlag) Gestaltung Sonja Schirmer, Doris Buchenau, Anette Fröder, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer Anzeigen Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262, E-Mail: o.jennen@vfmz.de Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Annemarie Benthin, Anzeigenverwaltung Tel.: 06131/992-250, E-Mail: a.benthin@vfmz.de Anzeigenpreisliste Nr. 64: gültig ab 1. Oktober 2016 www.vereinigte-fachverlage.info Leserservice vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG, Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266 Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit (Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de). 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plexe Krananlagen geplant und gebaut. Oft befinden sich dann mehrere Schwerlastkrane in einer oberen Ebene, darunter auf einer unteren Ebene leichtere Krananlagen (z. B. Halbportale). Etwas seltener kommen dann noch schienengebundene Quertransporter dazu, welche einzelne Hallenschiffe miteinander verbinden. Zusätzlich zu dieser jetzt schon komplexen Anordnung entstehen vielfach noch dauerhafte Sperrzonen durch baulich bedingte Produktionsanlagen. Die Gefahr unerwarteter Kollisionen ist somit gegeben. Das Unternehmen Symeo hat diese Probleme erkannt, die Anforderungen analysiert und ein Baukastensystem entwickelt, das komplexe Situationen in Produktionshallen mit Krananlagen auf mehreren Ebenen abbilden kann, um so potenziellen Kollisionsgefahren entgegenzuwirken. Mithilfe der Anwendung wird die Position eines Krans dynamisch über kontinuierliche Abstandsmessungen − z. B. zu angrenzenden Hallenwänden oder Kranen − mit Funksensoren bestimmt. Basis der funkbasierten Abstandsmessung ist eine vom Hersteller patentierte Radartechnologie, die im frei verfügbaren ISM-Band bei 24 GHz arbeitet. Weil die Messantenne bereits im 1D24-Gehäuse eingebaut ist, reicht eine grobe Ausrichtung der Funksensoren aus, um genaue Messresultate zu erhalten. Alle Messdaten eines Krans lassen sich an jeder 1D24-Station auslesen und drahtlos weiterleiten. Weitere Rohdaten, wie Kranbewegungsdaten, lassen sich flexibel einbinden und mit ausgeben. Eine direkte Relaisschaltung macht es möglich, dass das System auch ohne zusätzliche Steuerung (SPS/PLC) realisierbar ist. Über das modulare Assistenzsystem Collision-Control-Center (CCC), lassen sich die 1D24-Einheiten in Betrieb nehmen − detaillierte Programmierkenntnisse oder die Installation einer separaten Software sind hierzu nicht erforderlich. Das Assistenzsystem, übernimmt zentrale Managementaufgaben und ermöglicht die Interaktion mit dem Anwender. Die individuelle Kran-Antikollisions-Umgebung kann hier nachgebildet und im System hinterlegt werden. Über das Anlegen von Sicherheitszonen lassen sich Kran-Überfahrten über Sperrbereiche verhindern. Zu beachten ist, dass die Kran-Lokalisierung losgelöst vom Assistenzsystem auf den jeweiligen 1D24-Wandstationen berechnet wird. Von den Wandstationen aus werden Kollisionswarnsignale per Funk an die übrigen 1D24-Stationen auf dem Kran gesendet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass bei einem Ausfall des CCC eine zuverlässige Anti-Kollision weiterhin sichergestellt bleibt. Fazit Die Vielfalt der Fachvorträge der Kranfachtagung spiegelt die Komplexität der Thematik „Krantechnologie“ wider. Wir haben hier einige Beiträge exemplarisch aufgeführt, um einen Eindruck der großen Bandbreite der Themenbereiche zu geben. Bei den Referenten und Tagungsteilnehmern selbst ist die Resonanz auf die Kranfachtagung ungebrochen. Die Teilnehmerzahlen zeigen, dass die Veranstaltung nach wie vor ein Motor für die Weiterentwicklung und den Einsatz automatisierter krangestützter Materialflusssysteme und ihrer Komponenten ist. Teilnehmer und Gastgeber freuen sich bereits heute auf die 26. Internationale Kranfachtagung, die am 8. März 2018 an der TU Dresden stattfinden wird. MW Fotos: Aufmacherfoto und 03 Kranbau Köthen, 02 Fotolia Grafik: Gayer, Siemens AG Materialfluss, Warenwirtschaft und Logistik-Management NEW SLETTER NEWSLETTER Der E-Mail-Service für Entscheider und an Entscheidungsprozessen beteiligte Personen für Logistik in Industrie, Handel und Dienstleistung sowohl in Hersteller- als auch Betreiberunternehmen. ERSCHEINT MONATLICH Technisch/wissenschaftlich ausgerichtete Informationen und Beiträge über die Möglichkeit innovativer Technologien und Produkte für die Intralogistik. Hier finden Sie Inspiration und Impulsgeber für das tägliche Logistik-Business und erhalten praktischen Nutzwert. 03 Ein für das Projekt entwickelter Kransimulator ermöglicht es, das neue Krankonzept schon vor der Realisierung zu testen Jetzt kostenlos anmelden! http://bit.ly/News_VFV f+h 7-8/2017 41

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