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f+h fördern und heben 7-8/2017

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VON DAMALS BIS HEUTE 02

VON DAMALS BIS HEUTE 02 Von der Idee zur globalen Nische 2016 Entwicklung „Apache flying forklift“ 2001 01 2005 Allianz mit Cubi-Scan Kunden im Bereich Stückgut- Speditionen Frachtvermessung wird eichfähig Erstes Apache- System vermarktet 1995 Prototyp Palettenmessgerät 2013 Verbund mit Herstellern und Integratoren mehrdimensionaler Messgeräte 2004 1996 AKL-tec: Erfindung der Palettenvermessung vor gut 20 Jahren Die AKL-tec GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Alsdorf/Sieg, dessen Kerngeschäft Messgeräte für logistische Objekte umfasst. Mit dem weltweiten Vertrieb seiner Systeme hat sich das Unternehmen im Laufe der Jahre international eine führende Position in einem Nischensegment gesichert. Die Messsysteme von AKL-tec kommen u. a. bei Paketdiensten, Versandhändlern und in der Luftfracht zum Einsatz. Dabei stehen maßgeschneiderte Lösungen zur Ermittlung von Geometriedaten wie Länge, Breite und Höhe sowie zur Verwiegung im Fokus. Neben der Softwareentwicklung für Multi-Sensor-Systeme bietet das Unternehmen alles aus einer Hand. So zählen auch die mechanische und elektrotechnische Konstruktion zur Expertise. Heute ist AKL-tec ein führender Experte auf dem Gebiet der Vermessung von Palettenfracht. Dabei ist die Stückgutvermessung ein Markt, den das Unternehmen nicht nur mit prägen durfte, sondern der zunächst und immer wieder aufs Neue „erfunden“ werden musste und muss. Um dies zu verstehen drehen wir die Uhr zunächst um mehr als 20 Jahre zurück. Es sind die angehenden 90er-Jahre, die Kombination aus dem eher zufälligen Hinweis eines Partners, dass man mit Infrarotfächerscannern auch Objekte vermessen könne und der Affinität zur digitalen Bildverarbeitung verhalf AKL-tec zu der Entwicklung eines Nischenprodukts. Unterstützt in seiner Arbeit wurde das Unternehmen damals durch einen Entwicklungszuschuss von 18 000 DM. Man konzipierte einen Prototyp und die Innovation bekam einen Namen: „Apache“ (Bild 01). Das nach einem Indianerstamm klingende Frachtvolumenmessgerät steht für die Automatische Paletten-Charakteristik-Erfassung. Erster Anwender war 1996 der Berliner Flughafen. In der Luftfracht lag der Bedarf für solch ein Messgerät auf der Hand, da Volumen und Gewicht bei der Abrechnung der Frachtkosten gleichermaßen relevant sind. Wenig später fanden sich internationale Abnehmer, wie die Flughäfen in Singapur und Miami. Die Weiterentwicklung des Konzepts ging voran. So auch als im Jahr 2001 ein mobiles Messgerät gesucht wurde. Der „Apache portal movable“, der in Zusam- menarbeit mit dem Logistikunternehmen Dachser entstand, traf mit seiner Präzision und Anpassungsfähigkeit den Bedarf vieler Speditionen, die Stück- und Sammelgut bewegen. Kurz nach der Jahrtausendwende trat die Europäische Messgeräterichtlinie (MID 2004/22EG jetzt 2014/32/EU) in Kraft. Seither wurden in nahezu allen Regionen der Welt Baumusterprüfungen für die „geeichte“ Verwendung der Messsysteme absolviert. 2005 bildete AKL-tec eine Allianz mit dem damaligen US-Mitbewerber Cubi- Scan, die die Kernprodukte der Partner bündelte. Logistik findet per se global statt. Für ein kleines Unternehmen eine Herkulesaufgabe, die man bei AKL-tec mit einem agilen Netzwerk aus internationalen und gleichzeitig regionalen Partnern schultern konnte. Nach dem Motto „Teamplayer rund um den Globus“ ist vor vier Jahren ein Verbund von Herstellern und Integratoren mehrdimensionaler Messgeräte entstanden − die Global Dimensioning Alliance (GDA). Die Mitglieder zeichnen sich durch Servicebereitschaft, Expertenwissen und nicht zuletzt durch exzellenten Zugriff auf die Messsysteme von Cubi-Scan und AKL-tec aus. Ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte ist die Entwicklung des „Apache flying forklift“. Das System spart den Logistikern Zeit, da die Palettenfracht auf dem Gabelstapler während der Durchfahrt per Laser vermessen und verwogen wird. Der steigende Bedarf treibt die Produktion aktuell auf mehrere 100 Messgeräte pro Jahr (Bild 02). Mehr als 1 000 installierte Systeme finden weltweit ihren Einsatz. Mithilfe der innovativen Erfindung der Palettenvermessung wird Logistikern und Spediteuren tagtäglich eine exakte Abrechnung der Frachtspesen ermöglicht. Fotos: AKL-tec www.akl-tec.de

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 9/2017 ERSCHEINUNGSTERMIN: 21. 09. 2017 • ANZEIGENSCHLUSS: 06. 09. 2017 01 02 03 01 Elektro-Niederhubwagen gehören zu den Arbeitstieren im Lager. Mit dem EJE M15 von Jungheinrich haben wir einen Vertreter dieser Spezies im Test, der für den Umschlag leichterer Güter entwickelt wurde. 04 02 Auftrag rein – Rollen raus. Ob diese Devise eines Herstellers von Antriebsrollen und Tragrollen zutrifft, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe. 03 Die Modernisierung eines mehr als 80 Jahren alten Gebäudes trieb dem Lieferanten der Verladetechnik die Schweißperlen auf die Stirn. Aber: Die Herausforderung wurde gemeistert. Der direkte Weg im Internet: www.foerdern-und-heben.de als E-Paper: www.engineering-news.net Redaktion: w.bauer@vfmz.de 04 Fahrerlose Transportsysteme erleben zurzeit eine Renaissance. Wir haben mit Niels Jul Jacobsen, CTO und Gründer, Mobile Industrial Robots, über die treibenden Kräfte im FTS-Markt gesprochen. (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) f+h 7-8/2017 43

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