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f+h fördern und heben 7-8/2018

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f+h fördern und heben 7-8/2018

PERSPEKTIVEN 02 Schema

PERSPEKTIVEN 02 Schema eines mit der Software Aratec ausgestatteten Regalbediengeräts Aratec Steuerung Umrichter Distanzmesser Motor Wenn die Spezialisten ein Angebot erstellen, kennen sie zwar die Eigenschaften ihrer Positionierlösung. Im Zuge einer vorab durchgeführten Bestandsaufnahme treten jedoch immer wieder die gleichen Fragen auf: Wie übermittelt die SPS Zustandsdaten, Positionsvorgaben und Sicherheitssignale an den Frequenzumrichter bzw. Motor? Wie kontrolliert das Wegmesssystem die Position des Lastaufnahmemittels? Wie verarbeitet die Steuerung sicherheitstechnische Grenzwerte für Not-Aus-Strategien sowie Beschleunigung und Geschwindigkeit? DREI MODELLE FÜR ALLE FÄLLE Um richtig einschätzen zu können, ob die Erweiterung der Steuerung eine wesentliche Veränderung ist oder nicht, hat PSI Technics gemeinsam mit einem Sachverständigen von TÜV Süd eine Stellungnahme erarbeitet. In einem Workshop analysierten Mitarbeiter beider Unternehmen gemeinsam die drei häufigsten Konfigurationen, in denen das Positioniersystem eingesetzt wird: n Die Komponente wird zwischen SPS und Frequenzumrichter geschaltet. Dabei verarbeitet das System ausschließlich Positionsdaten der SPS und des Wegmesssystems. n Die Komponente ersetzt einen Positionierregler, der bereits in der SPS integriert war. Auch in diesem Fall verarbeitet das System ausschließlich Positionsdaten von Distanzsensoren. n Die Komponente wird so in die Förderanlage integriert, dass sie neben den Positionsdaten auch sicherheitsgerichtete Signale aufnimmt, verarbeitet und ausgibt. Grundlage für die Betrachtungen waren die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und das Interpretationspapier „Wesentliche Veränderungen von Maschinen“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Gemeinsam mit den Ingenieuren von PSI Technics konnten die Sachverständigen von TÜV Süd herausarbeiten, dass in den ersten beiden Fällen keine neuen Gefährdungen entstehen oder bestehende Risiken erhöht werden. Die Software Aratec verarbeitet nur Positionsdaten, gleicht Soll- und Ist-Werte ab und regelt den Frequenzumrichter. Dadurch werden weder die grundlegenden Betriebsparameter der Anlage verändert noch die Übertragung und Verarbeitung der sicherheitsgerichteten Steuersignale beeinflusst. Nach der Änderung ist die Anlage weiterhin sicher, sodass es sich nicht um eine „wesentliche Veränderung“ handelt. Ein neues Konformitätsbewertungsverfahren ist nicht nötig. Die Erweiterung der Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung ist ausreichend. Anders im dritten Fall: Hier verarbeitet die Komponente sicherheitsgerichtete Signale. Daraus resultieren nicht zwangsläufig neue Gefährdungen. In der Regel werden jedoch bestehende Risiken erhöht. Denn die Komponente ist kein Sicherheitsbauteil. Insofern ist nicht gewährleistet, dass das Bauteil auch in kritischen Betriebszuständen zuverlässig funktioniert. Somit muss in jedem Einzelfall genau untersucht werden, ob sich die Risiken durch einfache Maßnahmen ausreichend reduzieren lassen. Ist dies nicht der Fall, ist DAS POSITIONIERSYSTEM ARATEC IM DETAIL Quelle: PSI Technics Das Positioniersystem Aratec der PSI Technics GmbH navigiert Regalbediengeräte in vollautomatischen Hochregallagern präziser, schneller und dabei anlagenschonender an ihre Zielkoordinaten. Auch in Hubwerken, Krananlagen, Verschiebewagen oder Lastenaufzügen lässt sich das System einsetzen. Das selbstlernende System ist in der Lage, das Verhalten der Anlage zu analysieren und berücksichtigt dabei Antrieb und Mechanik. Mithilfe der intelligenten Optimierung von Beschleunigung, Geschwindigkeit und Toleranz lassen sich Fahrwege und -zeiten reduzieren, Schleichfahrten entfallen und Mastschwingungen werden fast vollständig kompensiert. Störungen der Anlage (z. B. Lichtstrahlunterbrechungen) werden im laufenden Betrieb vom System erkannt. Bei Brückenkranen kann Aratec einen Schräglauf während der Fahrt korrigieren oder auch gezielt herbeiführen. Für den Fall, dass sich mehrere Krane eine Kranbahn teilen, verfügt das System über einen individuell anpassbaren Kollisionsschutz. Aufgrund der Systemunabhängigkeit ist der Einsatz in Alt- und Neuanlagen aller Fabrikate gegeben. Das wartungsfreie Gerät lässt sich ohne Spezialsoftware in bestehende Systeme integrieren. Die Parametrierung läuft über ein Webinterface. Für die Bedienung sind keine Spezialkenntnisse nötig. Der modulare Aufbau schafft die Voraussetzungen für einen schnellen Austausch von Teilen. 36 f+h 2018/07-08 www.foerdern-und-heben.de

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