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f+h fördern und heben 7-8/2019

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PERSPEKTIVEN 02 Um

PERSPEKTIVEN 02 Um Kollisionen mit Personen zu vermeiden, kommt es auf die Sicherheitsfelder an, die von Sensoren um das Fahrzeug geschaffen werden die Normen in Bezug auf Leiterquerschnitte, zulässige Drehmomente für die Befestigung der Schutzleiter sowie Schrauben- und Bolzendurchmesser erfüllt. SICHERHEIT HAT PRIORITÄT LANGJÄHRIGE ERFAHRUNG IST VIELFACH ENTSCHEIDEND FÜR EINEN ERFOLGREICHEN MARKTZUGANG Wer seine Produkte für den Export erfolgreich zertifizieren will, muss die landesspezifischen gesetzlichen Regelungen kennen. Für Robotertechnik, die in den französischsprachigen Teil Kanadas gehen soll, müssen z. B. alle sicherheitsrelevanten Informationen in der Amtssprache vorliegen. Zu den sicherheitsrelevanten Komponenten zählen u. a. alle Komponenten, die Energie speichern, d. h. Batterien, Ladevorrichtungen, hydraulische Systeme sowie Federkraftbremsen. Sie müssen sich gefahrlos austauschen lassen. Anschlüsse von automatischen Ladesystemen müssen sich automatisch deaktivieren und Strom darf nur dann fließen, wenn eine sichere Verbindung zwischen FTF und Ladeeinheit besteht. Lasten auf dem Fahrzeug dürfen auch bei einem Not-Halt nicht unkontrolliert verrutschen. Dies gilt es bei der Planung der Lastaufnahmemittel unbedingt zu beachten. Bei den eingesetzten Klemmen und mechanischen Verriegelungen ist ein Verletzungsrisiko auszuschließen. Ist die Ladung verrutscht und kein sicherer Transport mehr gegeben, müssen Sensoren und/oder Kameras dies sofort erkennen und die Weiterfahrt stoppen. Bei einer Prüfung werden sogar die Umgebungsbedingungen umfassend betrachtet. Die Systeme müssen zeigen, dass sie auch bei unterschiedlichem Luftdruck und den zu erwartenden Temperaturen sowie mindestens 60 Minuten bei Temperaturen von bis zu 40 °C zuverlässig arbeiten. NORMENVIELFALT BEI VOLLINTEGRIERTEN SYSTEMEN Vollintegrierte Systeme gewinnen durch ihre hohe Flexibilität zunehmend an Bedeutung. Die mobilen Helfer bestehen aus kleinen Robotern oder Roboterarmen in Kombination mit einem fahrerlosen Transportsystem. Allein für den europäischen Markt gilt es eine Vielzahl von Normen zu erfüllen: EN ISO 12100, EN 1526, EN ISO 3691-1 und -4, EN 60204-1 sowie EN ISO 13849-1. Global kommen ISO 3691-1 und -4, IEC 60204-1 und ISO 13849-1 zum Zug. Für einen Export nach Nordamerika sind UL 583, UL 3100, ULC 583, Ansi B 56.1 und Ansi B56.5 relevant. Die Herausforderung: Teil weise greifen unterschiedliche Normen für dieselben Teile der Konstruktion oder Normen und Komponenten lassen sich nicht eindeutig abgrenzen. Ein Beispiel: Für elektrische Komponenten gilt EN 1175, ein fahrerloser Betrieb ist jedoch nicht vorgesehen. Hier sind wiederum ISO 3691-4 und IEC 60204-1 anzuwenden. Die entscheidenden Faktoren für eine Zulassung und Zertifizierung von FTS-Anlagen sind die Präsenz und langjährige Erfahrung in den adressierten Ländern sowie die Kenntnis der gesetzlichen Regelungen vor Ort. Die international aufgestellte TÜV Süd Product Service GmbH unterstützt Hersteller und Lieferanten weltweit für sichere und zügige Markteinführungen. Autor: Werner Varro, Leiter Smart Automation der TÜV Süd Product Service GmbH, München Fotos: Aufmacherfoto Kuka, 01 Pixelio/Marcus Walter, 02 Smartfactory KL www.tuev-sued.de/produktpruefung 12 f+h 2019/07-08 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME RUBRIZIERUNGSEBENE DIGITALISIERUNG: LIVE ERLEBEN, WAS WIRKLICH WICHTIG IST Am 28. und 29. Oktober veranstalten unsere Schwesterzeitschrift O+P Fluidtechnik und der VDMA in Sindelfingen den 1. Fach-Congress HydrauliX. Peter Becker, Chef redakteur der O+P Fluidtechnik, sprach mit Carmen Nawrath, Organisatorin des Events, über die Details. Foto: O+P Fluidtechnik Frau Nawrath, Ende Oktober startet der 1. Fach-Congress HydrauliX zum Thema Digitalisierung in der Hydraulik. Warum gerade jetzt? Der Digitalisierungsbedarf in der Industrie steigt stetig und stellt die Hydraulik vor neue Herausforderungen. Er bestimmt den Transformationsbedarf der Wertschöpfungskette über nahezu alle Branchen der Industrie. Vor allem vor diesem Hintergrund ist es wichtig, für die beteiligten Akteure eine Plattform für den informationellen Austausch zu schaffen. Der Fachverband Fluidtechnik im VDMA als inhaltlicher Träger und die Veranstalterin, die Vereinigte Fachverlage GmbH, schaffen gemeinsam mit der Redaktion O+P Fluidtechnik eine hochkarätige Veranstaltung. Warum ist der Fach-Congress HydrauliX ein Muss-Termin für alle Hydrauliker? Digitalisierte, vernetzte und intelligent gesteuerte fluidtechnische Produkte ermöglichen die Entwicklung neuer Lösungen und Services in den verschiedensten Anwenderbranchen. Das macht die Unternehmen auch in der Hydraulik fit für die Zukunft und erfolgreich im Wettbewerbsumfeld. Ferner erwarten die Teilnehmer hoch karätige Vorträge und Präsentationen im Congress. Abgerundet wird das Angebot durch eine Ausstellung, in der sich der Besucher wertvolle, anwenderbezogene Impulse holen kann. Welche Themen sind die Fokus-Themen? In den Keynotes zeigen Professor Jürgen Weber, Technische Universität Dresden, und Doktor Steffen Haack, Bosch Rexroth AG, den Status quo der Branche und geben einen Ausblick in die rasante Entwicklung in der Digitalisierung der Hydraulik. Auf den Marktplätzen der begleitenden Ausstellung werden die Themengruppen „IOT-Produkte“, „Sensorik & Connectivity“ sowie „Datenmanagement, Digitaler Zwilling und entsprechende Business- Modelle“ anwendungsbezogen demonstriert. Darüber hinaus erwarten den Besucher spannende Vorträge aus Sicht des Maschinenherstellers und des -betreibers. Zu den weiteren Programm- Highlights zählen auch eine Podiumsdiskussion, Innovationspitches sowie eine Awardverleihung. Was hat es mit dem Award auf sich? Innovative Produkte werden den Teilnehmern in Kurzpräsentationen während des Congresses vorgestellt. Anschließend entscheiden die Teilnehmer in einer Live-Online-Abstimmung, welches Produkt den „HydrauliX Innovation Award“ erhält. Der Sieger wird im Anschluss in O+P Fluidtechnik präsentiert. HYDRAULIX 1. FACH-CONGRESS „DIGITALISIERUNG IN DER HYDRAULIK“ AUF EINEN BLICK Der Fach-Congress ist eine Kooperationsveranstaltung des Fachverbands Fluidtechnik im VDMA und O+P Fluidtechnik. Die Partner schaffen eine Plattform zum Austausch zwischen Hersteller, Anwender und Betreiber. HydrauliX liefert Antworten auf aktuelle Fragestellungen; Megatrends wie die digitale Transformation und Industrie 4.0 stellen auch die Hydraulikbranche vor neue Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette. Welcher Transformationsbedarf und folglich welche Anforderungen entstehen durch diesen Technologie-Wandel? Dies steht im Fokus der Veranstaltung. MARKTPLÄTZE DER INNOVATIONEN Die begleitende Ausstellung zeigt an verschiedenen Themen-Plätzen Anwendungen und Exponate der Innovationstreiber der Branche. Marktplatz 1 „IOT Produkte“ Marktplatz 2 „Sensorik, Connectivity“ Marktplatz 3 „Daten, Digitaler Zwilling, Business Modelle“ Jetzt anmelden: www.hydraulix-congress.de oder via Xing unter bit.ly/hydraulix Es lohnt sich bereits am Vorabend anzureisen, oder? Auf alle Fälle. Im Rahmen des Come-Togethers in der Stadthalle Sindelfingen gibt es Gelegenheit zum Networking mit den Ausstellern und Referenten. HydrauliX ist das Event des Jahres – ein Muss für Fluidtechniker, Maschinenbauer und OEMs! Vielen Dank für das Gespräch. Das Interview mit Carmen Nawrath führte Peter Becker, Chefredakteur unserer Schwesterzeitschrift O+P Fluidtechnik www.hydraulix-congress.de www.foerdern-und-heben.de O+P Fluidtechnik f+h 2019/07-08 6/2019 13

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