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f+h fördern und heben 9/2015

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AKTUELLES Scharfkantige

AKTUELLES Scharfkantige Lasten sicher heben Fachtagung zeigt Lösungen aus Hightech-Fasern Das Heben und Umschlagen von Lasten mit scharfen Kanten birgt mitunter schwer kalkulierbare Sicherheitsrisiken. Unter dem Motto „Treffen an der scharfen Kante“ veranstaltete die Spanset- Gruppe Mitte Juni 2015 zu diesem Thema eine Fachtagung mit hohem Praxisbezug. Die „Scharfe Kante“ ist nach wie vor eine der Hauptursachen für Schäden an textilen Anschlagmittel wie Rundschlingen und Hebebänder. Dabei entstehen die meisten Beschädigungen − bis hin zur Zerstörung − durch die Bewegung der scharfkantigen Last quer zum Anschlagmittel. Schwere Unfälle können die Folge sein. Die Fachtagung der Spanset-Gruppe, Übach-Palenberg − Hersteller im Bereich der textilen Hebe- und Ladungssicherungstechnik – hatte diese Problematik im Kontext Arbeitsschutz und Materialinnovationen in den Vordergrund gestellt. Im Rahmen der Veranstaltung fassten Fachreferenten die aktuellen Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung zusam- men. Für die Teilnehmer gab es neben den Vorträgen praktische Tipps für das tägliche Arbeiten und die Möglichkeit in Workshops selbst Tests durchzuführen. Hebedemonstrationen auf dem Außengelände bildeten den abschließenden Höhepunkt der Tagung. Der Veranstaltungsort das Energeticon − auf dem Gelände einer ehemaligen Steinkohlezeche der Stadt Alsdorf gelegen − bot mit seinem historischen Ambiente die passende Atmosphäre. Alfred Sonders, Bürgermeister von Alsdorf, nutzte bei seinen Grußworten die Gelegenheit auf den touristischen Reiz des heutigen Kompetenzzentrums für Bergbaugeschichte und Zukunftstechnologie aufmerksam zu machen. Gekonnt und locker führten Hans-Josef Neunfinger, Geschäftsführer Vertrieb, Marketing, Entwicklung und Logistik der Spanset GmbH & Co. KG, und Robert Esser, Redakteur der Aachener Zeitung, durch die Veranstaltung. Ihre Intension: Beim Anheben oder Versetzen scharfkantiger Lasten dürften Gut und textile Anschlagmittel nicht beschädigt werden. Hier biete Spanset mit verschiedenen Schnitt- und Abriebschutzprodukten wirksame Schutzmöglichkeiten. „Ein Problem in der Praxis ist, dass eine scharfe Kante häufig als solche gar nicht erkannt wird“, so Dr.-Ing. Tobias Jenner von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Stuttgart in seinem Vortrag „Heben scharfkantiger Lasten mit textilen Anschlagmitteln“. Dabei liege eine scharfe Kante bereits dann vor, wenn der Kantenradius „r“ kleiner als die Materialstärke „d“ des Anschlagmittels sei. Nach der Erläuterung dieser allgemeinen Problematik widmete sich Prof. Dr.-Ing. Markus Michael, Technische Universität 14 f+h 9/2015

Chemnitz, dem Thema Hochleistungsfasern in der Fördertechnik. Am dortigen Institut für Fördertechnik und Kunststoffe beschäftige man sich intensiv mit der Technologie der Hochleistungsfasern und Spanset sei hier mit vielen Produkten bereits tief in der praktischen Anwendung. Boris Franke, Geschäftsführer Spanset secutex GmbH, untermauerte diese Aussage in seinem Vortrag: „Eine Schicht besser, Schnitt- und Abriebschutz durch secutex“. Werner Glasen, Leiter Produktmanagement & Marketing, Spanset GmbH & Co. KG, stimmte mit seinem Vortrag „Scharfkantige Lasten sicher heben − Tipps und Tricks für die Praxis“ auf die folgenden Hebevorführungen im Außengelände ein: „Scharfe Kante trifft Anwender“ unter diesem Motto demonstrierte der Veranstalter in Live-Vorführungen den Einsatz verschiedener Kantenschutzprodukte aus eigener Herstellung. So moderierte Neunfinger z. B. das Wenden eines Gussgehäuses. Die dabei eingesetzten vierlagigen Hebebänder waren mit einem Secutex-Schutzschlauch geschützt und wiesen nach dem Absetzen der Last keine Beschädigung auf. Einen wirksamen Schutz für textile Anschlagmittel vor scharfen Kanten bietet der Hersteller auch mit seiner aktuellen Entwicklung, dem Hightech-Schnittschutz Nocut. Die Schutzwirkung des Produkts ist auf die hohe Schnitt- und Abriebfestigkeit des verwendeten Materials zurückzuführen. Nocut wird aus hochkristallinen und hochverstreckten HMPE-Fasern (hochmolekulares Polyethylen) gewebt und dabei an die unterschiedlichen Breiten der Spanset-Hebebänder und -Rundschlingen angepasst. Das Material hat einen geringen Gleitreibungskoeffizienten und eine hohe Kerbschlagfestigkeit. Das textile Gewebe von NoCut legt sich zwischen Last und Anschlagmittel und vergrößert den Kantenradius um diese Schicht. Die Kante ist so für ein Hebeband nicht mehr scharf und einwirkende Kräfte werden von der Kante abgeleitet. Der Schutzschlauch verfügt beidseitig über zusätzliche Geweberippen. Diese Rippenkonstruktion verbessert die Schnittfestigkeit, erleichtert innenseitig das Gleiten des Anschlagmittels im Schlauch und macht so das Drehen und Wenden von scharfkantigen Lasten einfacher. Die Einsatztemperaturen liegen im Bereich zwischen -40 und +60 °C. Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Nocut spielte eine speziell für diesen Zweck konstruierte und gebaute Prüfanlage, mit der sich die Schnittfestigkeit realitätsnah ermitteln ließ. Dazu wurde die Schnitteinwirkung unter Nennlast getestet und die Schutzwirkung von Nocut an unterschiedlich scharfen Kanten ermittelt. Damit scharfe Kanten ihr häufig unterschätztes Gefahrenpotenzial verlieren, hat Spanset auch einen Leitfaden für den Umgang mit ihnen entwickelt. Dieser ist Teil eines Posters, das neben Tipps zum Wenden von Lasten auch eine Übersicht der verschiedenen Schnitt- und Abriebschutzprodukte enthält. „Viele Spanset-Produkte sind aus dem Dialog mit den Kunden entstanden“, so Neunfinger, „und wurden nicht nur im Labor, sondern auch unter Einsatzbedingungen getestet.“ Fotos: Spanset www.spanset.de Das Video zum Thema Erleben Sie „live“ den Einsatz von Schutzschläuchen beim Heben scharfkantiger Lasten. https://vimeo.com/138868330 WIR HÖREN ZU. WIR VERSTEHEN. WIR LIEFERN LÖSUNGEN. ZUVERLÄSSIGKEIT ZUVERLÄSSIGKEIT ERHÖHEN ERHÖHEN PRODUKTIVITÄT STEIGERN STEIGERN EFFIZIENZ STEIGERN DIE CROWN SC 6000 SERIE. INTELLIGENTES DESIGN. Unsere Konstrukteure haben stets die Bedürfnisse unserer Kunden im Fokus, damit wir innovative Produkte liefern können, die für mehr Leistung und geringere Betriebskosten sorgen. Darum sind die Elektrostapler unserer SC 6000 Serie mit einer massiven Lenkachse ausgerüstet. Mit dem individuell konfigurierbaren Access 123 ® -System lassen sich die Fahreigenschaften des Staplers an die jeweilige Anwendung anpassen und so die Zuverlässigkeit und Produktivität steigern. Zusammen mit dem InfoLink ® Flottenmanagement revolutioniert Crown traditionelle Denkweisen und hilft Ihrem Unternehmen, effizienter zu arbeiten. Testen Sie die Crown SC 6000 Serie und erfahren Sie, welche Lösungen wir Ihnen liefern können, um Ihr Betriebsergebnis zu verbessern. Sie uns unter 089 93002-101 crown.com

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