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f+h fördern und heben 9/2015

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VERPACKUNGSTECHNIK

VERPACKUNGSTECHNIK Optimaler Schutz, optimale Kosteneffizienz „Wickeln“, „Schrumpfen“ oder „Stretchen“ – Verpackungstechniken im Vergleich Für viele Unternehmen ist die Verpackung palettierter Waren ein ent scheidender Wettbewerbsfaktor. Vor allem bei Themen wie Transportsicherheit, Diebstahlschutz oder Schutz vor Witterungseinflüssen bei der Außenlagerung. Entscheidend in dem Zusammenhang sind aber auch Prozesseffizienz und reduzierte Kosten. Um das geeignete Verpackungsverfahren auszuwählen, ist ein ganzheitlicher Ansatz wichtig. Damit Waren unterschiedlicher Branchen z. B. der chemischen Industrie, der Baustoffbranche oder auch der Lebensmittelherstellung, im bestmöglichen Zustand zu den Endkunden und Händlern gelangen, spielt die Palettierung und Verpackung eine besondere Rolle. Ist die erforderliche Stabilität nicht gegeben, können sich durch scharfes Bremsen oder plötzliche Lenkmanöver auf Lkw-Ladeflächen gestapelte Waren wie Glas, Steine oder Ziegel aus dem Verbund lösen und zu Bruch gehen. Je nach Produkt entstehen so beträchtliche Kosten. Materialien wie Zement, Mehl oder Kakaopulver sind vor allem bei Transport und Lagerung vor Witterungseinflüssen und Feuchtigkeit zu schützen. Je nach Transportgut bzw. Gebindeart stehen das Schrumpf-, das Wickelstretch- und das Stretchhaubenverfahren zur Auswahl. Dem Logistiker obliegt dabei, die für seine Aufgabenstellung wirtschaftlichsten und ökologisch nachhaltigsten Verfahren einzusetzen. Die Beumer Group GmbH & Co. KG, Beckum, hat für jedes der genannten Palettenverpackungsverfahren Anlagen und Systeme im Programm. Mit Schrumpffolie effizient verpacken Das Folienverpackungsverfahren für Paletten hat ein deutscher Chemieproduzent Mitte der 60er-Jahre entwickelt. Basis dafür war die Schrumpffolie. Die wird in Blasextrudern mit Ringdüsen als Schlauch hergestellt, zu einer Haube weiterverarbeitet oder zur Flachfolie aufgeschlitzt. Heißluft erwärmt sie beim Schrumpfen bis zum Schmelzerweichungspunkt. Bei diesem Vorgang zieht sich die Folie zusammen, passt sich exakt den Konturen der palettierten Waren an und baut so beim Erkalten eine ladungssichernde Spannung auf. Die für den Schrumpfvorgang benötigte Hitze erzeugt die Verpackungsanlage entweder elektrisch oder mit Gas. Die Palette lässt sich bei Bedarf so verpacken, dass der Palettenfuß für die Gabelzinken eines Flurförderzeugs frei bleibt. Damit lässt sich der Ladungsträger auch in Hochregalen bevorraten. Möglich ist aber auch, die Folie über den Palettenfuß zu führen. Das Schrumpf- 28 f+h 9/2015

VERPACKUNGSTECHNIK verfahren eignet sich vor allem für Produkte, die empfindlich für dauerelastische Verpackungsstapelverfahren sind, z. B. Glas. Entsprechend verpackte Güter sind bei der Außenlagerung sicher gegen Umwelteinflüsse wie Schnee, Regen, UV-Strahlung, Staub und Insekten geschützt. Weil durch den Schrumpfvorgang die Folie undurchsichtig wird, lassen sich die Produkte oder auf ihnen aufgedruckte Barcodes jedoch nur schwer erkennen. Ein weiterer Nachteil ist, dass Säcke aus Polyethylen (PE) mit dem Kunststoff der Verpackungsfolie verschweißen können. Durch die Hitzeeinwirkung besteht dann in so einem Fall Brandgefahr. Wickelstretchverfahren: Günstig, aber hoher Materialverbrauch Rund zehn Jahre nach Einführung der Schrumpffolie arbeitete ein amerikanisches Rohölförder- und Chemieunternehmen die Inhaltsstoffe für eine dehnbare Folie aus, das Wickelstretchverfahren entstand. Weil die Erstinvestitionen in Maschinen im Vergleich zu Schrumpf- oder Haubenstretchanlagen günstiger sind, gehört diese Lösung bis heute bei vielen Unternehmen verschiedener Branchen zum beliebtesten Verpackungsverfahren. Der Verbrauch von Wickelstretchfolie für Palettenverpackungen „Schrumpfen“ „Wickeln“ Wo Kraft und Stärke gefragt sind Extreme Umgebungstemperaturen, hohe Staubbelastung, raue Umgebungsbedingungen sowie hohe Sicherheitsanforderungen. In der Stahl- und Betonindustrie wird nur robuste, widerstandsfähige Hebe- und Krantechnik eingesetzt. Mit dem weltweit größten Produktportfolio, innovativen Sonderlösungen und jahrzehntelanger Kompetenz gehört STAHL CraneSystems hier zu den international führenden Herstellern. Um die individuellen Aufgaben der Kunden vor Ort zu lösen, arbeiten rund um den Globus über 140 zertifizierte Partner of STAHL CraneSystems sowie Kran- und Anlagenbauer.

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