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f+h fördern und heben 9/2016

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FLURFÖRDERZEUGE Stapler

FLURFÖRDERZEUGE Stapler für den Ex-Bereich Sichelschmidt stellt neue Deichselstapler-Generation vor Für den Betrieb in explosionsgefährdeten Bereichen müssen Flurförderzeuge entsprechend konzipiert und ausgestattet sein. Sichelschmidt stellte auf der Cemat neue Geräte dieser Gattung vor. Einige Bereiche der Industrie sind durch brennbare Gase, Dämpfe, Pulver und Stäube gefährdet. In Unternehmen, die brennbare Materialien herstellen, lagern oder liefern, kann während eines Arbeitstags eine explosionsfähige Atmosphäre entstehen. Die Folgen einer Zündung können katastrophal sein. Für diese explosionsgefährdeten Bereiche entwickelt der Flurförderzeughersteller Sichelschmidt seit mehr als 40 Jahren spezielle Geräte. Auf der Messe Cemat stellte das Unternehmen neue Versionen der Baureihen d100 Ex und d400 Ex vor. Je nach Einsatzbereich liefert Sichelschmidt die beiden Gerätetypen mit Ex-Schutz-Ausrüstung für den Einsatz in der Ex-Zone 1 oder 2 (Gas- Ex) bzw. 21 oder 22 (Staub-Ex). Zum Programm zählt jeweils auch eine Version als Zone-1-Fahrzeug für die Gasgruppe IIC. Alle Varianten entsprechen den Anforderungen der revidierten, seit April 2016 gültigen ATEX-Richtlinie und sind entsprechend zertifiziert. Kompakte Bauweise Die neue Generation der Deichselhub wagen Baureihe d100 Ex (s. Aufmacherfoto Mitte und rechts) wurde in ihrer Konstruktion, im Design und in der Ausstattung überarbeitet. Im Vergleich zum Vorgängermodell weisen die robust konzipierten Niederhubwagen ein optimiertes „Packaging“ auf. Mit ihren kompakteren Abmessungen sollen sich die energieeffizenten Geräte auch in beengten Bereichen gut und sicher manövrieren lassen. Dabei ver fügen sie – je nach Anforderung des Betreibers – über Tragfähigkeiten von 1 600, 2 000, 2 500 oder 3 000 kg. Das verringerte Eigengewicht der Flurförderzeuge trägt zur verbesserten Effizienz bei. In Kombination mit den von Sichelschmidt selbst entwickelten, drehzahlgeregelten Asynchron-Fahr- und -Hubantrieben (Leistung: 2,2 bzw. 3 kW) sollen gute Umschlagsleistungen realisiert werden. Die regeneratorischen Bremsen speisen Energie in die Batterie zurück. So wird der Energieverbrauch gesenkt und in der Folge die Standzeit zwischen zwei Ladevorgängen erhöht. Zu den Sicherheitsmerkmalen der d100- Ex-Baureihe zählt die Deichsel mit schwimmend gelagerter Körperschutztaste. Bei senkrecht stehender Deichsel ist ein Manövrieren nur in Schleichfahrt möglich, darüber hinaus soll sich das Gerät in jeder Situation feinfühlig steuern lassen. Die zentralen Bedienelemente sind alle in den Deichselkopf integriert – das schafft die Voraussetzung für ein ergonomisches und präzises Last-Handling. In puncto Zusatzausstattungen kann der Betreiber u. a. eine klappbare oder feststehende Fahrer-Standplattform, ein Wiegesystem oder ein spezielles Batterieladesystem zum Laden in explosionsgefährdeten Bereichen ordern. Als weitere Option ist eine leistungsgesteigerte Variante mit 4,4-kW-Drehstrom-Hubmotor für anspruchsvolle Einsatzbedingungen verfügbar. Darüber hinaus realisiert der Hersteller, wie bei allen anderen Baureihen auch, individuelle Varianten mit erhöhter Tragfähigkeit – bei den neuen d100-Ex-Geräten bis zu 5 000 kg. Zahlreiche Varianten und Optionen verfügbar Neben der zuvor beschriebenen d100-Ex- Baureihe wurden auch die Deichselhubwagen der Reihe d400 Ex (s. Aufmacherfoto links) überarbeitet. Diese Geräte sollen ebenfalls ein einfaches, ergonomisches und sicheres Last-Handling auch in beengten Bereichen von explosionsgefährdeten Zonen ermöglichen. Standard mäßig wird die Baureihe d400 Ex in drei Tragfähigkeitsklassen gefertigt: 1 250, 1 600 und 2 000 kg. Darüber hinaus sind optional Versionen mit 2 500 und 3 000 kg verfügbar. Beim Hubmast hat der Anwender die Wahl zwischen SXM (Simplex)-, DFFM (Duplex)- und TFFM (Triplex)-Mast mit Hubhöhen bis zu 5 500 mm. Der asymmetrisch angeordnete Deichselkopf soll komfortables und sicheres Bedienen aller Fahr- und Hubfunktionen auch in engen Lagergassen ermöglichen. Leistungsstarke und effiziente Drehstromantriebe stellen eine hohe Produktivität sicher. Batteriekapazitäten bis 500 Ah ermöglichen zudem den Dauereinsatz über eine Schicht und länger. Die Flurförderzeuge werden auftragsspezifisch in Wetter/Ruhr gefertigt, dabei steht dem potenziellen Betreiber ein umfangreiches Programm an Zubehör und Sonderausstattungen zur Verfügung. Dazu gehören etwa ein 125 mm Basishub mit einer Tragfähigkeit von 2 000 kg, eine Fahrerstandplattform, ein integriertes Wiegesystem sowie ein Ex-Ladesystem zum Wiederaufladen der Batterie in explosionsgefährdeten Bereichen. Darüber hinaus entwickelt Sichelschmidt auf Basis der d400-Serie auch betreiberspezifische Sonderfahrzeuge. Fotos: Sichelschmidt www.sichelschmidt.de 38 f+h 9/2016

Brennbare Gefahrstoffe energie effizient lagern Werden brennbare Gefahrstoffe gelagert, besteht nach der TRGS 510 die Verpflichtung, für einen ausreichenden Luftwechsel zu sorgen, um eine zu hohe Konzentration von auftretenden Gasen zu vermeiden. Das Unternehmen Säbu führt Gefahrstoffcontainer im Portfolio, die dies sicherstellen. Unter den Aspekten Energieeinsparung und Senkung der Betriebskosten hat der Hersteller den Gefahrstoffcontainer vom Typ Safe Tank Eco entwickelt, der mit einem explosionsgeschützten Lüfter in Verbindung mit einem Türkontaktschalter zur Gewährleistung des Explosionsschutzes unter Einhaltung der Vorschriften zur Prüffallhöhe der Gebinde ausgestattet ist. Sobald der Türkontaktschalter durch das Öffnen der Tür aktiviert wird, springt der Lüfter an und auftretende Gase werden in den Außenbereich verlagert. Ein Strömungswächter misst die geförderte Luftmenge und eine Kontrolllampe leuchtet grün, sobald der Container betreten werden kann. Solange die grüne Lampe leuchtet, ist das Um- und Abfüllen von entzündbaren Flüssigkeiten der GHS-Kategorie 1-3 und wassergefährdender Stoffe der GHS-Kategorie 1-4 erlaubt. Nach Verlassen des Gefahrstofflagers läuft der über ein Zeitschaltrelais gesteuerte Lüfter noch ca. 20 Minuten nach. www.saebu.de Ladungssicherung – ist (k)eine unbekannte Größe Ladungssicherung beginnt nicht auf der Autobahn, wenn kontrolliert wird, sondern bereits bei der Verpackung der Ware. Verantwortlich für die verschiedenen Stationen des Ladeguts sind mehrere Personen: Unternehmer, Fahrzeughalter, Absender, Verlader und Fahrer. Das Lehrsystem „Fachwissen Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“ des Resch-Verlags verdeutlicht die Gefahren einer fehlenden oder mangelhaften Ladungssicherung und zeigt Möglichkeiten für eine ordnungsgemäße Sicherung von Waren und Gütern auf Straßenfahrzeugen auf. Mit dem Basiswerk kann der Ausbilder schulen und weiterbilden sowie Unterweisungen im Bereich der Ladungssicherung durchführen. In einem Ordner befinden sich eine CD-ROM mit einer animierten und bearbeitbaren Powerpoint- Präsentation sowie ein gedrucktes Dozenten-Handout. www.resch-verlag.com Industriecomputer im schlanken Design Im Vergleich zu den bisherigen Edelstahl-Computern hat das Unternehmen 4logistic die neue Serie (verfügbar in den Bildschirmgrößen 15, 17, 19 und 22 Zoll) kompakter ausgeführt. Die neue Serie ist funktionsreicher und mit einer Bautiefe von 50 mm zusätzlich ein Element der ästhetischen Raumgestaltung. Das schlanke Design ist nun mit einer robusten Glasfront und einem gestentauglichen Mehrfach-Touch-Display ausgestattet. Optional sind alle Displayoptionen auch mit einem resistiven Touchscreen zur Bedienung mit Handschuhen erhältlich. www.4logistic.de Hebezeuge mit vernickelter Oberfläche Für den Einsatz in z. B. Reinräumen, führt das Unternehmen J. D. Neuhaus pneumatische Hebezeuge mit Tragfähigkeiten bis zu einer Tonne in vernickelter Ausführung im Programm. Verfügbar sind Druckluft-Hebezeuge der Profi-Serie, die zum Verfahren von Lasten in manuelle oder pneumatisch betriebene Laufkatzen installiert werden. Bei niedrigen Raumhöhen empfehlen sich Flachlaufkatzen. Alle vernickelten Hebezeuge sind für ölfreien Betrieb geeignet. Der Ex-Schutz ist bei den pneumatischen Hebezeugen serienmäßig. Die Standard-Ex- Einstufung lautet Ex II 2 GD IIA T4 / II 3 GD IIB T4, höhere Einstufungen auf Anfrage. www.jdngroup.com

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