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f+h fördern und heben 9/2018

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f+h fördern und heben 9/2018

01 Professor Wehking

01 Professor Wehking leitete gewohnt kompetent und charmant die Veranstaltung 02 Die Faserseiltechnologie bildete einen thematischen Schwerpunkt der Vortragsveranstaltung Ebenfalls zum Thema Lebensdauer, respektive Verschleiß referierte Marcus Hansch, M. Sc., von der Abteilung Seiltechnologie des IFT. Hansch erläuterte eine bildgebende Methode, mit der man erkennen kann, wann hochfeste Faserseile die Verschleißgrenze erreicht haben und abgelegt werden müssen. Die automatisierten Verfahren basieren auf Messsystemen direkt am Seil und softwaregestützten Bildanalysen. Sie erlauben ein kontinuierliches Monitoring auch bei Anlagen im 24-Stunden-Betrieb, die nicht für Prüfintervalle stillstehen dürfen. Die bisher entwickelte Software bietet noch Optimierungspotenzial, an deren Erschließung die Forscher zurzeit arbeiten. WERKSTOFF FÜR VERBESSERTE STAHLSEIL-EIGENSCHAFTEN Obwohl der Fokus der Veranstaltung auf den Faserseilen lag, waren jedoch auch Drahtseile Thema der wissenschaftlichen Betrachtungen. So referierte Ing. Robert Traxl, M.Sc., MBA, Teufelberger Seil GmbH, Österreich über Kranseile aus austenitischen Manganstahldrähten. Drahtseile aus Edelstahl werden bislang primär aus austenitischen CrNi-Stählen hergestellt. Je nach Drahtdurchmesser liegen die üblichen Nennzugfestigkeiten dieser Drähte zwischen 1 370 und 1 570 N/mm². Zwar gibt es in Ausnahmefällen höhere Festigkeiten bei Drähten in dünneren Abmessungen, jedoch weisen Edelstahldrähte nach dem Stand der Technik eine erheblich geringere Festigkeit und Duktilität als Seildrähte aus perlitischem Kohlenstoffstahl auf. Seile aus diesen Edelstahldrähten werden daher hauptsächlich bei stehenden Seilen eingesetzt. Bei laufenden Kranseilen sind Edelstahlseile aus den genannten Gründen kaum verbreitet und finden nur sehr eingeschränkt, z. B. bei Hebezeuge in korrosiver Umgebung, Verwendung. Traxl ging in seiner Präsentation auf die Entwicklung von Seildrähten aus austenitischem Manganstahl und daraus hergestellten Kranseilen ein. Darüber hinaus erläuterte er, welche besonderen Eigenschaften genannte Kranseile im Vergleich zu herkömmlichen Drahtseilen aus Kohlenstoffstahldrähten aufweisen. Die gegenständliche Entwicklung eröffnete in Form der CrMnNi- Stahldrähte einen neuen korrosionsbeständigen Werkstoff für die Verwendung in Drahtseilen. Aufgrund der guten Kaltverfestigung dieser Legierung wurden im Vergleich zu den etablierten CrNi- Stahldrähten merklich höhere Zugfestigkeiten erzielt, welche auch die Normanforderungen für Drahtseile für allgemeine Hebezwecke aus Kohlenstoffstahl erfüllen. Damit ließ sich ein Nachteil von Edelstahlseilen überwinden, da dies gleiche Seilquerschnitte von CrMnNi-Stahlseilen im Vergleich zu Kohlenstoffstahlseilen erlaubt. Aufgrund der damit möglichen Austauschbarkeit eröffnet sich für CrMnNi-Stahlseile ein breites Anwendungsfeld. Dauerbiegeversuche und Feldtests konnten zeigen, dass CrMnNi- Stahlseile, aufgrund der besonderen Mikroduktilität ihrer Drähte, eine um bis zu vierfach höhere Biegewechsellebensdauer gegenüber vergleichbaren Kohlenstoffstahlseilen aufweisen. Damit ließen sich auch bisherige Erkenntnisse widerlegen, wonach die Lebensdauer von Edelstahlseilen grundsätzlich geringer als jene aus Kohlenstoffstahl sei. DIE ZUKUNFT IM BLICK Neben den hier beispielhaft aufgeführten Beiträgen kamen im Rahmen der Fachtagung eine Vielzahl praktischer Fragestellungen zur Sprache – von Kran- und Seilbahnseilen über den Steinschlagschutz mit innovativen Seil- und Netztechnologien bis hin zu Seilbrüchen im Bergsport. Darüber hinaus ergänzte das Thema Maschinen und Prüfstände für eine sich immer weiterentwickelnde Seilforschung, das Programm. Die jüngsten Investitionen des IFT in diesem Bereich konnten die Tagungsteilnehmer bei einem Rundgang durch die Institutsräume in Augenschein nehmen. Viel bestauntes Highlight war dabei eine große Zugschwellprüfmaschine, die im Rahmen eines DFG-Forschungsprojekts zur Analyse der Lebensdauer von großen verdrehten Drahtseilen, z. B. für Offshore- Plattformen, genutzt wird. Zum Abschluss der Veranstaltung erläuterte Prof. Wehking, dass neben allen neuen Forschungsergebnissen und Erkenntnissen, auch das Institut dabei ist die Weichen neu zu stellen. So wurden mit Dr. Gregor Novak (Abteilungsleiter Seiltechnologie), Stefan Hecht (Arbeitsgruppe Zerstörende Prüfung), Ralf Eisinger (Arbeitsgruppe Zerstörungsfreie Seilprüfung) und Franziska Schloz (Abteilungsleiterin Logistik) gleich vier Führungspositionen neu besetzt. Prof. Wehking selbst plant 2020 in Ruhestand zu gehen, allerdings sei noch offen, wer seine Nachfolge in der Position des Institutsleiters antritt. MW Fotos: f+h, Karte auf S. 51: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap, Lizenz: ODbl 1.0 www.uni-stuttgart.de/ift 60 f+h 2018/09 www.foerdern-und-heben.de

KETTENZÜGE BEWÄHREN SICH IM TUNNELBAU In Semmering, Österreich, soll ab 2026 ein 27,3 km langer Eisenbahntunnel die nördliche Alpenkette unterqueren. Für die Maschinen, die hier zum Einsatz kommen, beauftragte das Unternehmen Acimex drei identisch ausgeführte Elektrokettenzüge von Stahl Cranesystems, die die vom Segmentaufrichter aufgenommenen Schalungselemente exakt justieren sollten. Zum Einsatz kommen Hebezeuge der Seilzugserie SHF 50 20-40 mit 1/1 Einscherung und einer Seiltrommellänge 2. Die geforderte überdurchschnittliche Hubgeschwindigkeit wurde durch eine Hubwerkssteuerung mit Frequenzumrichter und Closed- Loop-Encoder realisiert. Der Encoder ermöglicht es, die Ist-Geschwindigkeit des Hubwerks in Bezug auf die Einrichtgeschwindigkeit zu steuern und die Einstelldaten nachträglich zu korrigieren. www.stahlcranes.com MOBILE VERLADERAMPE ZUR 3-SEITEN-VERLADUNG Die Mobile Verladerampe BKV1013 von Butt (Tragfähigkeit zehn Tonnen) ist für die gleichzeitige Be- und Entladung mehrerer Lkw/ Container konzipiert. Für den Ladevorgang wird die mobile Rampe mithilfe einer mechanischen Winde auf die benötigte Verladehöhe gebracht und an den entsprechenden Lkw/Container platziert bzw. der Lkw rangiert rückwärts an die Rampe. Die mit Gasdruckfeder unterstützten Überfahrlippen werden auf den Boden des Lkw/Container umgelegt, dabei dienen Ketten und Bremskeile der Sicherung der Verladerampe. Nach Beendigung des Be- bzw. Entladevorgangs wird der Sicherheitsketten-Schnellverschluss gelöst und die Überfahrlippen in Neutralstellung gebracht. Die Rampe ist bereit für den nächsten Ladevorgang. Durch eine verbreiterte Plattform und die zusätzlich nach links und rechts ragenden Überfahrlippen lassen sich gleichzeitig drei Fahrzeuge Be- oder Entladen respektive es kann von einem Fahrzeug in ein weiteres Fahrzeug direkt umgeladen werden. Zum Verfahren ist die Rampe mit einer kardanisch aufgehängten Gabelklammer versehen. Der Ladevorgang lässt sich von nur einer Person schnell und sicher erledigen. www.butt.de INSERENTENVERZEICHNIS HEFT 9/2018 ARBEITSBÜHNE MIT BEIDSEITIGER AUFNAHME UND EINFAHRSCHUTZ Arnold.indd 1 18.05.2018 07:57:05 Als Hersteller von Stapler-Anbaugeräten hat die Firma Bauer auch eine Reihe von Arbeitsbühnen im Fertigungsprogramm. Diese stellen die nötige Sicherheit bei Reparatur- und Wartungsarbeiten an hochgelegenen Gebäudeteilen, Krananlagen oder sonstigen Installationen sicher. Aktuell hat der Hersteller die Produktgruppe um eine weitere Variante, die Arbeitsbühne vom Typ MB-II, erweitert. Ein maßgebliches Merkmal der neuen Arbeitsbühne ist, dass diese an der breiten und der schmalen Seite per Gabelstapler aufgenommen werden kann. Bei Aufnahme an der breiten Seite wird das Schutzgitter der schmalen Seite zurückgeklappt und umgekehrt. Dabei ergibt sich ein zwangsläufiger Einfahrschutz der nicht zu verwendenden Einfahrtaschen, wodurch ein hohes Maß an Sicherheit erreicht wird. Die TÜV-geprüfte Arbeitsbühne ist zugelassen für zwei Personen und entspricht der DGUV (Vorschriften der Deutschen Unfallversicherung). Die standardmäßig zum Lieferumfang gehörende Werkzeugablage ermöglicht das sichere Ablegen von Werkzeugen in Arbeitshöhe. Optional ist die Arbeitsbühne auch mit Rollen und mit Anschlagpunkten für die persönliche Schutzausrüstung lieferbar. www.bauer-suedlohn.de AMI, Luckenbach31 Arnold Verladesysteme, Stuttgart61 BEUMER Group, Beckum17 BUTT, Großenkneten35 COVESTRO, Leverkusen19 Craemer, Herzebrock-Clarholz5 CROWN Gabelstapler, Feldkirchen3 Demag Cranes & Components, Wetter 2.US easyFairs Deutschland, München65 ELATECH S.r.l, Val Brembilla/BG (Italien)57 Ferag, Hinwil (Scheiz)7 Fronius International, Wels (Österreich)53 Galler, Kulmbach27 Gamma-Wopla, Mouscron (Belgien)23 Gruse, Aerzen15 GSC Schwörer, Eisenbach53 Habasit, Eppertshausen39 ITOH DENKI EUROPE, Saint-Pierre-en- Faucigny (Frankreich)51 Kawasaki Robotics, Neuss21 Koch, Lage61 Maschinenbau Kitz, Troisdorf41 Mayr, Mauerstetten11 MLR System, Ludwigsburg34 PSI Logistics, Berlin35 RBS Förderanlagen, Gelnhausen45 Torwegge, Bielefeld9 Utz, Schüttor13 Vanderlande Industries, Mönchengladbach43 Wanko, Ainring25 WERMA, Rietheim-Weilheim49 Westfalia Logistics Solutions Europe, Borgholzhausen 4.US Sicher lagern und transportieren... ...auch wenn’s GROSS und empfindlich ist mit Transportwagen von Telefon +49(0)5232/6086-0 www.koch-lagertechnik.de www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/09 61 Koch.indd 1 19.07.2018 15:36:15

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