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f+h fördern und heben 9/2018

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f+h fördern und heben 9/2018

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PERSPEKTIVEN „DER WANDEL ZUM DATENGETRIEBENEN UNTERNEHMEN BRAUCHT EINE GANZHEITLICHE DIGITALSTRATEGIE“ Sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich sind Informationen, Produkte und Dienstleistungen zunehmend über digitale Plattformen und Services verfügbar. Dabei gilt es, die massenhaft anfallenden Daten richtig einzusetzen. Unternehmen, die sich einen professionellen Dienstleister an die Seite stellen, gehen einer typischen Gefahr der Digitalisierung aus dem Weg – dem Scheitern an operativen Details. Lesen Sie eine Einschätzung von Michael Märtin, geschäftsführender Gesellschafter der Atlantis Media GmbH, Hamburg. Als Begleiterscheinung der digitalen Transformation haben Anzahl und Umfang der Datenquellen in den Unternehmen stark zugenommen. Dieser „Schatz“ an Informationen kann den Geschäftserfolg bei richtiger Handhabung erheblich steigern. Genau darin liegt aber die große Herausforderung: Wie lässt sich aus den vorhandenen Daten gezielt Wissen generieren, um nutzbringende Geschäftsentscheidungen zu treffen? Fest steht: Daten einfach nur zu sammeln reicht nicht aus. Vielmehr müssen die richtigen Daten ausgewählt und intelligent miteinander verbunden werden. Umso wichtiger wird dies, wenn immer mehr Daten erzeugt und vorgehalten werden. Damit die digitale Transformation gelingt, müssen Unternehmen frühzeitig eine ganzheitliche Strategie verfolgen, die auch die Implementierung passender Softwarewerkzeuge einschließt, um den Rohstoff „Daten“ nutzbar zu machen. DATEN SYSTEMÜBERGREIFEND NUTZEN Unternehmen, die tatsächlich datengetrieben arbeiten wollen, müssen z. B. ihr Product Information Management (PIM), Customer Relationship Management (CRM) oder Enterprise Resource Planning (ERP) über Systemgrenzen hinweg vernetzen. Nur so lässt sich eine solide Datenbasis schaffen. Ohne aktuelle und konsoli­ 6 f+h 2018/09 www.foerdern-und-heben.de

PERSPEKTIVEN dierte Daten sind Business-Intelligence-Projekte, die diese Daten in geschäftsrelevante Informationen verwandeln sollen, schon vor ihrer Einführung zum Scheitern verurteilt. Business Intelligence (BI) besitzt in vielen Unternehmen mittlerweile einen wichtigen strategischen Stellenwert: Mithilfe von BI lassen sich Performance-Steigerungen, Kostensenkungspotenziale und Prozessoptimierungen realisieren sowie die Planbarkeit zukünftiger Geschäftsaktivitäten verbessern. Vor der Einführung einer BI-Lösung sollten Unternehmen auch den geschäftlichen Nutzen, den sie erzielen möchten, genau festlegen. Im Bereich der kundenrelevanten Daten spielt die Auswahl der geeigneten Softwarelösung eine große Rolle. Ein CRM-System wie SugarCRM automatisiert den Workflow und bündelt alle geeigneten Vertriebs-, Marketing- und Servicedaten, um sie gewinnbringend nutzen zu können. Neben einem integrierten Rechte- und Rollenkonzept verfügt die Software über eine anwenderfreundliche Benutzeroberfläche. Gleichzeitig ist die Software so flexibel und skalierbar ausgelegt, dass sie an veränderte Konfigurationen und Anforderungen sowie wechselnde Zielgruppen jederzeit anpassbar ist. SugarCRM kann sich gemeinsam mit dem Unternehmen weiterentwickeln – ein wichtiger Faktor einer erfolgreichen BI-Strategie. DATEN ZUSAMMENFÜHREN Als Datenbasis einer BI-Lösung dient ein zentrales Datenlager, das Data Warehouse oder, für einzelne Fachabteilungen, die jeweiligen Data Marts. Mithilfe von ETL-Prozessen (Extrahieren – Transformieren – Laden) lassen sich Daten aus verschiedenen Systemen im Data Warehouse strukturieren und für individuelle Bedürfnisse aufbereiten. Branchenführende ETL-Tools wie Talend, Informatica oder SAS-Data-Integration-Studio sind zudem in der Lage, Daten sowohl aus strukturierten als auch aus unstrukturierten Quellen zu erfassen, zu modellieren und zu verwalten. Die offene und skalierbare Architektur erlaubt eine leistungsfähige Datenintegration. Darüber hinaus harmoniert die Plattform u. a. mit SAP-ERP sowie gängigen „Hadoop“-Distributionen und lässt sich intuitiv bedienen. MEHR ZUSAMMENHÄNGE ERFASSEN Um zeitnah auf dynamische Marktentwicklungen reagieren zu können, sind Unternehmen heute zwingend auf die schnelle Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Daten in auswertbarer Form angewiesen. BI bildet eine Grundlage, um anhand von Analysen und Re- MICHAEL MÄRTIN, GESCHÄFTS- FÜHRENDER GESELLSCHAFTER ATLANTIS MEDIA GMBH Professionelle Dienstleister decken in ihrem Portfolio die komplette Wertschöpfungskette ab und sind damit unverzichtbare Innovationspartner bei der digitalen Transformation von Geschäftsprozessen ports die richtigen Schlüsse zu ziehen, wichtige Entscheidungen zu treffen und zukunftsträchtige Strategien erarbeiten zu können. Vor allem in komplexen und dynamischen Märkten wie dem E-Commerce geht ein Mehr an Informationen mit einem klaren Wettbewerbsvorteil einher. Mit benutzerfreundlichen BI-Systemen sind Anwender in der Lage, ihre Daten innerhalb kürzester Zeit zu analysieren und die Ergebnisse sichtbar zu machen, ohne dafür die spezifischen Fachkenntnisse der IT-Abteilung heranziehen zu müssen. Diese wiederum gewinnt Zeit, um sich auf Security- und Compliance-Aufgaben zu konzentrieren. Zudem können leistungsfähige Analyse- und Reporting-Tools Datenbanken und Tabellen unterschiedlicher Herkunft und Größe einbinden.

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