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f+h fördern und heben 04/2020

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f+h fördern und heben 04/2020

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME LOXXESS BESCHREITET MIT KONZEPT SMILE ZUKUNFTSWEISENDEN WEG Mit dem kombinierten Einsatz von Lageroptimierungssoftware, Künstlicher Intelligenz und Mitarbeitern erschließt der Logistik- und Fulfillmentdienstleister Loxxess Ansätze zur Optimierung vielschichtiger Lagerprozesse. Dies ist vor allem mit Blick auf die Anforderungen der Logistik für Unternehmen wie dm-drogerie markt, die ihren Kunden einen Onlineshop anbieten, von besonderer Bedeutung. Getrieben durch den Wandel in verschiedenen Bereichen wie dem Handel, Verkehr und Klima oder die Chancen der Digitalisierung und Automatisierung wird die Logistik zurzeit vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Neue, z. T. disruptive Lösungen sind gefragt, um passende Antworten auf wichtige Trends und Entwicklungen zu finden und sich für die Zukunft zu positionieren. Während neue Ansätze in der breiten Öffentlichkeit vor allem für die Sektoren Mobilität und Transport diskutiert werden, verlangen auch die vielschichtigen Prozesse im Lager sowie in der Lagerverwaltung nach innovativen Lösungen und Konzepten. Zentraler Auslöser ist dabei vor allem der nach wie vor boomende Onlinehandel, der nicht nur Dienstleister mit stetig wachsenden Paketaufkommen konfrontiert, sondern gleichermaßen Unternehmen aus der Intralogistik betrifft. ETABLIERTE PROZESSE STOSSEN AN GRENZEN Diese Erfahrung machte auch der Logistik- und Fulfillmentdienstleister Loxxess, Unterföhring. 2017 erhielt das Familienunternehmen von der dm-drogerie markt GmbH den Auftrag zum Auf- und Ausbau seines Onlinevertriebskanals. Auch für dm ist der Onlinehandel immer wichtiger geworden. „In den vergangenen Jahren haben wir den Onlinehandel konsequent auf Basis der Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden ausgebaut“, so Christian Bodi, als dm-Geschäftsführer verantwortlich für das Ressort Logistik. „Dazu gehört auch eine zukunftsorientierte Omni-Channel-Retailing-Ausrichtung. Eine Folge ist, dass der Bereich E-Commerce stark gewachsen ist.“ Während dm anfangs mit 9 000 Artikeln in sein E-Commerce-Geschäft startete, stieg 2018 die Gesamtartikelmenge auf 14 000 Produkte und erreichte Mitte 2019 die Marke von 18 000 Teilen. Für das Loxxess-Projektteam am Standort Bor nahe der deutschtschechischen Grenze war die logistische Umsetzung des Auftrags mit komplexen Anforderungen verbunden. „Das Ziel war immer, im Hinblick auf die Servicegraderfüllung und Mengenbearbeitung 28 f+h 2020/04 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME 01 01 Für das Loxxess-Projektteam war das zu bewältigende Mengenwachstum eine der größten Herausforderungen beim dm-Auftrag 02 Auf Grundlage der umfangreichen digitalen Analyseergebnisse ließ sich u. a. die Lagertopologie reorganisieren 02 ein Optimum zu erreichen“, so Dr. Claus-Peter Amberger, Vorstand von Loxxess. „Dabei war die größte Herausforderung des Projekts das zu bewältigende Mengenwachstum in Kombination mit einer für den Onlinehandel zwar typischen, aber enorm heterogenen Sortimentsstruktur.“ Immerhin umfasste die Produktreihe des Drogerieunternehmens ganz verschiedene Produkte, angefangen bei dekorativer Kosmetik und Körperpflege, bis hin zu Bioartikeln und Babynahrung. Diese Produkte in einem effizienten Kommissionier- und Verpackungsprozess zu einer Kundenbestellung zusammenzuführen, unterliegt einer Vielzahl von Regeln hinsichtlich Zusammenlagerung, Glasschutz, Paketgewicht etc. Gleichzeitig war Loxxess mit einem dynamischen Mengenwachstum konfrontiert, das auf zwei Faktoren zurückzuführen war: Zum einen auf die von Online-Kunden zusammengestellte Warenkorbstruktur, zum anderen auf die hohe Nachfrage durch die Kunden und die damit verbundenen Auftragsspitzen. Beides führte in der Folge zu Abweichungen zwischen geplanter und tatsächlich bearbeiteter Artikelmenge, die für Logistikdienstleister nur schwer mit langjährig etablierten Prozessen zu bewältigen sind. „Angesichts der Komplexität und auch aufgrund der mangelnden Vorhersehbarkeit der zu verarbeitenden Artikelmenge wurde schnell klar, dass wir einen ganz neuen Weg gehen mussten“, so Amberger. „Die unterschiedlichen Prozesse waren mit einer manuellen Auftragssteuerung einfach nicht mehr zu bewältigen. Wir haben deswegen auf eine digitale Lösung gesetzt.“ Bereits in der Vergangenheit hatte der Logistikdienstleister mehrere Pilotprojekte zur Optimierung von Lagerprozessen durchgeführt. Im Falle des Logistikkonzepts „Smile – Smart und Innovativ: Logistik für den E-Commerce“ umfasste das neue Projekt allerdings eine ganze Reihe von Prozessinnovationen, angefangen bei einer www.foerdern-und-heben.de f+h 2020/04 29

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