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f+h fördern und heben 04/2020

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f+h fördern und heben 04/2020

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME TITELSTORY 03 sen sich Lithium-Ionen-Batterien zur Speicherung von Strom z. B. aus Solarzellen nutzen, bevor sie anschließend recycelt werden. In Sachen erneuerbare Energien arbeitet Toyota mit dem in Stockholm ansässigen Unternehmen Eneo zusammen. Auf ausgewählten Gebäuden von Toyota in Europa wurden Solarpaneele installiert, um so die Nutzung erneuerbarer Energien voranzutreiben. Die so gewonnene und gespeicherte Energie deckt mehr als den eigenen Bedarf, sodass eine Einspeisung in die lokalen Stromnetze geschieht. Während die zuvor genannten Merkmale bereits zu teilweise hohen Kosteneinsparungen führen, sind für die wirtschaftliche Betrachtung vor allem die effizientere Energienutzung sowie Reduzierung der CO 2 -Emmissionen von Bedeutung. Im Vergleich zu Blei- Säure- haben Lithium-Ionen-Batterien ein geringeres Batteriegewicht. Allein dadurch kann es bei Toyota-Flurförderzeugen schon zu einer Energieeinsparung von sechs Prozent kommen. Es ist allgemein bekannt, dass Lithium-Ionen-Batterien die zugeführte Energie mit nur geringen Verlusten speichern – der Wirkungsgrad der Batterie liegt bei mehr als 95 Prozent. Eine gute Blei-Säure-Batterie dagegen erreicht nur einen Wirkungsgrad von max. 80 Prozent. In Kombination mit intelligentem Lademanagement lassen sich im direkten Vergleich mit einer Lithium-Ionen-Batterie bis zu 30 Prozent Energie bzw. CO 2 einsparen – ein Kosteneinsparungspotenzial, dass sich im laufenden Betrieb schnell rechnet. GÜNSTIGE ENERGIEVERTEILUNG STATT TEURER STROMSPITZEN Das Laden von Hochleistungsbatterien bedingt höhere Ladeströme. Dabei können Stromspitzen entstehen, die schnell zu einer teuren Überraschung auf der Stromrechnung werden können. Selbst bei einmaligem Entstehen von nur 15 Minuten, bestimmt die maximal bereitgestellte Strommenge einer Stromspitze die Höhe der jährlichen Grundgebühr. Mit einem intelligenten Lademanagement („Dynamic Power Limitation“) kommunizieren die Ladegeräte via Funk miteinander und die vorgegebene Stromabnahmemen- 03 Die Animation zeigt einen der Gedanken in Sachen Nutzung erneuerbarer Energien – Lithium-Ionen-Batterien lassen sich als eine Art Powerbank zur Energieversorgung von Flurförderzeugen einsetzen 04 Der Elektro-Niederhubwagen vom Typ BT Levio LWI160 kommt ohne konventionellen Batterieraum aus. Die Lithium-Ionen-Batterie ist vollständig integriert ge wird auch beim gleichzeitigen Laden mit mehreren Ladegeräten nicht überschritten. Unnötige Stromspitzen und Kosten lassen sich so vermeiden. TOYOTA-BATTERIESYSTEM ERMÖGLICHT NEUES GERÄTEDESIGN In seinem neu entwickelten Elektro-Niederhubwagen vom Typ BT Levio LWI160 hat der Hersteller die Merkmale des Toyota-Batteriesystems erstmalig kompromisslos umgesetzt. Die komplette Konstruktion wurde von Grund auf neu gedacht. Entstanden ist so ein Mitgänger-Flurförderzeug, das ohne konventionellen Batterieraum auskommt. Die Lithium-Ionen-Batterie des BT Levio LWI160 ist vollständig integriert. Somit ist die Gerätegröße unabhängig von der Batteriekapazität. Der BT Levio LWI160 biete laut Fredrik Nilsson, Product Manager Warehouse Trucks bei Toyota Material Handling Europe, „eine umfassende, flexible Energielösung, verpackt in einem optimierten Maschinenformat.“ Das nutzerorientierte Design des Hubwagens konzentriert sich auf Komfort, Fahrbarkeit, Sicherheit und Manövrierfähigkeit. Aufgrund der Lithium-Ionen-Technik konnte der LWI160 in Größe und Gewicht reduziert werden, ohne dabei an Leistung einzubüßen. Mit drei Batterie-Kapazitäten von 50, 105 und 150 Ah bietet das kompakte Gerät maßgeschneiderte Energielösungen für die betreiberspezifischen Anforderungen. Betreiber können zwischen externem Laden, integriertem Ladegerät oder Laden an Bord eines Lkw wählen und auf diverse Ladegeräteleistungen zurückgreifen. Darü- 36 f+h 2020/04 www.foerdern-und-heben.de

TITELSTORY PRODUKTE UND SYSTEME Quelle: Toyota Material Handling Deutschland 04 HERMES FULFILMENT: NEXT DAY DELIVERY MIT NEUER ENERGIE Für die Otto Group unterhält die Unternehmenstochter Hermes Fulfilment in Ohrdruf ein Logistikzentrum. Von Kleinstelektronik bis hin zu Großstücken werden am thüringischen Standort Waren aus 14 europäischen Ländern angeliefert, bevorratet, kommissioniert und an Hermes Germany übergeben. Alle Prozesse am Standort müssen exakt aufeinander abgestimmt sein – „sonst können wir Zeiten mit Auftragsspitzen wie vor Weihnachten nur schwer abdecken“, so Ronald Ganther, Leiter Inbound bei Hermes Fulfilment. Darüber hinaus ist eine enge Abstimmung hinsichtlich der immer kürzeren Lieferzeiten und dem neuen „Next Day Delivery“-Angebot von Hermes erforderlich. Um die gegenüber den Kunden abgegebenen Versprechen einzuhalten, wird in der Kommissionierung in Ohrdruf jetzt in zwei Schichten gearbeitet. Eine Änderung mit weitreichenden Folgen – auch für den Einsatz der Flurförderzeuge. „Wir standen vor der Frage, die sich nahezu jeder Logistiker stellt: Wie kann ich meine Flurförderzeuge möglichst effizient einsetzen?“, formuliert Ganther die Herausforderung. „Unsere Schubmaststapler sind etwa sieben Stunden am Stück im Einsatz. Genauso lange dauerte es auch, die Blei-Säure-Batterien für den folgenden Tag aufzuladen.“ Um im Schichtbetrieb einen zuverlässigen Materialfluss sicherzustellen, entschied sich Hermes Fulfilment für eine neue Energiequelle: Lithium-Ionen-Batterien. Die Technik ermöglicht ein schnelles Laden der Batterien und schafft so die Voraussetzungen dafür, die Flurförderzeuge immer dann zu laden, wenn ein Gerät auch nur für eine kurze Zeit nicht benötigt wird. Alle Schubmaststapler am Standort sind mittlerweile mit Toyota-Lithium-Ionen-Technik ausgerüstet. Über das Flottenmanagementsystem I_Site lässt sich die Einhaltung der Ladezyklen nachverfolgen und damit die Batterie-Lebensdauer verlängern. Das Konzept „Dynamic Power Limitation“ (DPL) stellt zudem sicher, dass eine Gruppe von Ladegeräten die vorgegebene Stromabnahmemenge nicht überschreitet. Die Ladegeräte kommunizieren untereinander per Funk, eine zusätzliche Verkabelung ist somit nicht notwendig. ber hinaus ist jetzt ein verbesserter Stecker für das Laden mit externem Ladegerät verfügbar. Auf den bisherigen Brückenstecker wird verzichtet. Einsetzen lässt sich der Elektro-Niederhubwagen in Anwendungen mit niedriger, mittlerer und hoher Intensität. Das Flurförderzeug eignet sich für die Arbeit auf engem Raum, z. B. auf Verkaufsflächen in Geschäften oder Supermärkten, aber auch für den horizontalen Transport sowie die Lkw-Be- und -Entladung. Die kompakten Abmessungen unterstützen das Manövrieren in Lieferfahrzeugen. Das Eigengewicht des geräuscharmen und aufgrund seiner programmierbaren Fahrparameter einfach und intuitiv zu bedienenden Niederhubwagens beträgt 269 kg (einschließlich einer 105-Ah-Batterie) und die maximale Fahrgeschwindigkeit 6 km/h. Das Design mit zentral positionierter Deichsel bietet dem Bediener uneingeschränkte Sicht. Darüber hinaus verfügt der LWI160 über eine optimierte Geschwindigkeitsregelung bei Kurvenfahrt. Beim Fahren wird die Geschwindigkeit automatisch je nach Lenkwinkel reduziert. Mit dem „Click-2-Creep“-System kann der Bediener das Gerät mit senkrechter Deichsel im Kriechgang fortbewegen, indem er doppelt auf das Bedienelement tippt. Die genannten Merkmale des BT Levio LWI160 überzeugten auch die Jury des iF Design Awards. Und so konnte sich Toyota erst kürzlich über den iF Design Award 2020 freuen. Fotos: Toyota Material Handling www.toyota-forklifts.de Wir schaffen logistische Verbindungen. Individuelle Planung und Konstruktion direkt vom Hersteller – Made in Germany Butt GmbH Zum Kuhberg 6-12 D26197 Großenkneten www.butt.de Wärmegedämmte Verladeschleuse Wärmegedämmte Verladeschleuse Tel.: +49(0)4435 9618-0 Fax: +49(0)4435 9618-15 butt@butt de · www butt de BUTT GmbH Tel.: +49(0)4435 9618-0 Zum Kuhberg 6–12 Fax: +49(0)4435 9618-15 D-26197 Großenkneten butt@butt.de, www.butt.de www.foerdern-und-heben.de f+h 2020/04 37 Butt.indd 1 07.11.2014 13:36:38

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