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f+h fördern und heben 1-2/2019

f+h fördern und heben 1-2/2019

PERSPEKTIVEN 02

PERSPEKTIVEN 02 Einsatzbereiche von VR in Unternehmen Schulung von Mitarbeitern 29 % Gestaltung von Prozessen 34 % Gestaltung von Arbeitsplätzen 43 % Visualisierung von Materialflusssystemen 23 % 0 % 5 % 10 % 15 % 20 % 25 % 30 % 35 % 40 % 45 % Quelle: Fraunhofer IML VR: WICHTIGER BAUSTEIN DER DIGITALISIERUNG In der Umfrage wurden die Teilnehmer zunächst hinsichtlich ihrer technischen Affinität sowie ihrer Erfahrungen im Umgang mit VR befragt. Dabei ergab sich, dass nur ein Viertel der Teilnehmer bisher noch keinerlei Erfahrungen mit VR-Technologien außerhalb des Showcases gesammelt hat. Von den restlichen Absolventen arbeitet jeder siebte regelmäßig mit VR-Technologien und verfügt nach eigenen Angaben über fundierte Kenntnisse. Hinzu kommt, dass fast alle Befragten eine positive bis sehr positive Haltung gegenüber technischen Neuerungen haben und ein Großteil in seinem jeweiligen beruflichen Umfeld mit diesen zu tun hat. Weiterführend Hypothesen über die Nutzung von VR 1 Durch die Visualisierung von intralogistischen Systemen in Virtual Reality lassen sich die Systemvarianten leichter bewerten (als z. B. durch 2D-Zeichnungen oder 3D-Materialflussdarstellungen). 2 In Virtual Reality lassen sich Prozesse realitätsnah abbilden. 3 Die VR-Umgebung eignet sich, um Leistungskennzahlen des realen Systems für weitere Auswertungen (z. B. Simulationen) zu ermitteln. 4 Die Virtual Reality eignet sich als Schulungsmedium für Prozesse. 5 Bei einer Schulung in VR werden die Mitarbeiter durch die realistische Darstellung und spieleähnliche Umgebung motiviert. 6 Die Schulung von Mitarbeitern in VR erreicht das gleiche Level der Einarbeitung der Mitarbeiter wie die Schulung im operativen Betrieb. halten 85 Prozent der Befragten es für wichtig, sich mit innovativen technischen Neuerungen auseinanderzusetzen. Folglich handelt es sich bei den Befragten überwiegend um Personen mit einer aufgeschlossenen Einstellung gegenüber technischen Innovationen. 74 Prozent der Befragten gaben an, dass dem Einsatz von neuen Technologien in den jeweiligen Unternehmen eine hohe Priorität, bei jedem Fünften sogar die höchste Priorität eingeräumt wird. Dennoch arbeiten 31 Prozent der Befragten in Unternehmen, in denen VR-Technologien bisher noch nicht zum Einsatz kommen. Ein Großteil (80 Prozent) der Befragten sieht eine Erleichterung in der Bewertung von intralogistischen Systemen durch die Visualisierung in VR (z. B. im Vergleich zu 2D-Zeichnungen oder 3D-Materialflussdarstellungen). Ebenso viele Befragte sind der Ansicht, dass sich Prozesse in VR realitätsnah abbilden lassen. Basierend auf den vorliegenden Ergebnissen lässt sich davon ausgehen, dass eine zunehmende Nutzung von VR zur Visualisierung und Bewertung von intralogistischen Systemen eine positive Resonanz erfährt. Uneinigkeit hingegen gab es bei der Frage, ob die VR-Umgebung sich eignet, um Leistungskennzahlen des realen Systems für weitere Auswertungen (z. B. Simulationen) zu ermitteln. 43 Prozent der Teilnehmer stimmen dieser Aussage zu. Demgegenüber steht die Hälfte der Befragten, die eine bedingte Eignung für diese Methode sehen. Aus den konträren Meinungen über dieses Thema lässt sich ableiten, dass im Bereich VR in Verbindung mit Leistungskennzahlen Forschungsbedarf besteht. Im Hinblick auf die Potenziale von VR in der Intralogistik gab es die positivste Resonanz auf die Frage, ob sich VR als Schulungsmedium für Prozesse eigne. Hier stimmten 94 Prozent voll bzw. eher zu und lediglich sechs Prozent halten VR nur für bedingt geeignet. Des Weiteren unterstützen ca. 89 Prozent der Befragten die These, dass bei Schulungen mit VR die Mitarbeiter durch die realistische Darstellung und spieleähnliche Umgebung motiviert werden. Diese Ergebnisse werden allerdings durch das reelle Wirklichkeitserlebnis limitiert. Die Aussage, dass eine 16 f+h 2019/01-02 www.foerdern-und-heben.de

Besuchen Sie uns! LogiMAT, Stuttgart 19. – 21. Februar 2019 Halle 5, Stand A41 03 Auswertung der Hypothesen 3 % H 1 37 % 17 % 40 % 6 % H 4 43 % 54 % 3 % H 2 20 % 6 % 14 % 40 % 9 % H 5 60 % 49 % 3 % 6 % 49 % 14 % 11 % 17 % H 3 29 % Trifft voll zu Teils teils 34 % Trifft gar nicht zu Trifft eher zu Trifft weniger zu N=35 29 Männer, 6 Frauen, Durchschnittsalter 32 Jahre H1, H2,...= Hypothese 1, Hypothese2, ... 37 % Schulung in VR das gleiche Ergebnis wie eine Schulung im operativen Betrieb bietet, wurde nur von etwa der Hälfte bestätigt. Daraus lässt sich schließen, dass sich VR-basierte Schulungen gut eignen, um ein Prozessverständnis zu entwickeln, das gleiche Level wie in der Realität wird allerdings noch nicht erreicht. Wie genau die Realität in VR tatsächlich abgebildet werden kann, wird nun seitens des Fraunhofer IML in weiteren Studien und empirischen Untersuchungen analysiert. Fotos/Grafiken: Fotolia, Fraunhofer IML Autoren: Moritz Wernecke, Tobias von Preetzmann, Sascha Franke sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dortmund H 6 MANCHE DENKEN, SORTIERTECHNIK SEI KOMPLIZIERT. WIR DENKEN ANDERS. Wir kennen die besonderen Herausforderungen des täglichen Warenverkehrs. Daher haben wir mit der neuen Familie der BG Sorter innovative und hocheffiziente Sortieranlagen entwickelt, die sich modular an den jeweiligen Aufstellungsort und Bedarf anpassen lassen, intuitiv zu bedienen und für die Wartung leicht zugänglich sind. Sie sortieren Stückgüter unterschiedlichster Größe zuverlässig, effizient und besonders geräuscharm – auch bei hohem Durchsatz. Weitere Informationen unter beumergroup.com www.iml.fraunhofer.de

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