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f+h fördern und heben 1-2/2019

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PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME TITEL Innerhalb der strategischen Ausrichtung von Transnorm liegt ein besonderer Fokus auf der Zusammenarbeit mit Generalunternehmern respektive Systemintegratoren. Nun befindet sich mit Honeywell Intelligrated ein potenter Systemintegrator quasi in der eigenen Gesellschaft. Kann sich dies negativ auf das Transnorm-Geschäft mit dieser Klientel auswirken? Diop: Die Investition seitens Honeywell ist auch vor dem Hintergrund geschehen, basierend auf unserer starken Marktposition das Europageschäft zu forcieren. Jede Aktivität seitens unserer neuen Inhaber, die unsere Position negativ beeinflussen würde, würde also die strategischen Überlegungen hinter der Investition kontakarieren. Transnorm und Honeywell Intelligrated haben in den USA bereits in der Vergangenheit eine Kunden-Lieferanten- Beziehung gepflegt, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Reichert: Am Ende des Tages kann man eine Firmenintegration auf verschiedene Arten durchführen. Natürlich kann man sowohl eine Produktpalette als auch Markteinführungsstrategien vollständig in das Portfolio der Muttergesellschaft integrieren. Wenn man dies tut, läuft man aber Gefahr, dass die übernommene Firma ihre DNA verliert. Wir wollen die Firmengeschichte von Transnorm jedoch erfolgreich fortschreiben. Dies gelingt aber nur, wenn man an den Produkten, Lösungen und Marktbeziehungen, mit denen das Unternehmen groß geworden ist, festhält und wir die Stärken von Transnorm gemeinsam weiter ausbauen. Aus diesem Grund behält das Unternehmen auch seine Markeneigenständigkeit. Nur so lässt sich das vertrauensvolle Geschäft mit den Systemintegratoren erfolgreich fortführen. Um Ihre Frage auf den Punkt gebracht zu beantworten: Im Endeffekt wird Honeywell Intellegrated genauso als Kunde bedient wie andere Systemintegratoren auch. Mit der Entwicklung der Gurtkurve und dem Smartsort-Modul hat Transnorm dem Anwender wichtige Innovationen zur Verfügung gestellt. Welchen Einfluss hat die Eingliederung in Honeywell Safety and Productivity Solutions auf den Bereich F&E bei Transnorm? Diop: Unsere Module haben sich in den vergangenen Jahren zu intelligenten Einheiten entwickelt, die sich unter anderem per Plug and Play zu Systemen zusammenführen lassen. Somit haben unsere Produkte und Lösungen nicht nur mechanische Alleinstellungsmerkmale, sondern auch im Bereich der dazugehörigen Steuerung. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass dies – die Beschäftigung mit Zukunftsthemen im Bereich der Materialflusstechnik – für Honeywell im Vorfeld der Investitionsentscheidung ein wichtiger Aspekt pro Transnorm war. Reichert: Im Rahmen unserer „New Product Introduction“-Strategie wollen wir – über alle Geschäftseinheiten betrachtet – jedes Jahr neue Produkte zur Serienreife bringen. Hier sehen wir große Chancen, wenn wir innovative Technologien und Expertise von Honeywell zum Beispiel aus den Bereichen Sensorik und Industrie 4.0 mit den Produkten und Lösungen von Transnorm kombinieren. Mit entsprechenden Konzepten für die vorausschauende Wartung beschäftigt sich ein Team von Honeywell- und Transnorm-Mitarbeitern bereits. Die kurzfristig erschließbaren Potenziale dieses Gemeinschaftsprojekts sind vielversprechend. Das Systemgeschäft ist heute zu weiten Teilen auch von Dienstleistungen rund um das Produkt gekennzeichnet. Welche Möglichkeiten ergeben sich hier durch die neuen Besitzverhältnisse? WIE IN DER VERGANGENHEIT, SO WERDEN WIR AUCH ZUKÜNFTIG ZU ALLEN SYSTEMINTEGRATOREN GUTE GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN PFLEGEN Sidy G. Diop Reichert: Ein Honeywell-Unternehmenszweig kümmert sich ausschließlich um die Belange des After-Sales. Das dahinterstehende Konzept wollen wir in Europa bekannter machen. Dabei soll uns die Marktposition von Transnorm helfen. So kann Transnorm zum Beispiel unser „Lifecycleservices and Support“- Konzept sowohl Endkunden als auch Systemintegratoren als zusätzlichen Baustein der Zusammenarbeit anbieten. 68 f+h 2019/01-02 www.foerdern-und-heben.de

TITEL PRODUKTE UND SYSTEME WIR SIND NICHT AN KURZFRISTIGEN ERFOLGEN, SONDERN AN LANGFRISTIGEN PARTNERSCHAFTEN INTERESSIERT Axel Reichert Transnorm unterhält neben der Fertigung am Stammsitz Harsum auch Produktionsstätten in Bangkok/Thailand, und Arlington/ Texas. Wie werden sich diese Standorte in den Honeywell- Verbund eingliedern? Diop: Durch die Zugehörigkeit zu Honeywell erwarte ich mir eine schnelle Optimierung unserer eigenen Supply Chain. Zielsetzung der Bemühungen ist eine Reduzierung der Lieferzeiten bei gleichzeitiger Ausweitung der Produktion – und dies bei gleichbleibender Produktqualität. Ohne eine starken Konzern ließen sich derartige Ergebnisse nicht realisieren; schlichtweg weil wir bis vor einigen Monaten firmenintern nicht über die entsprechenden Möglichkeiten verfügt haben. Reichert: Unser Leitmotiv in Sachen Produktion lautet: Global denken und lokal produzieren. Nur so lassen sich Lieferzeiten reduzieren, aber auch die Anforderungen der lokalen Märkte besser verstehen. Es ist zum Beispiel nicht sinnvoll, die an einem europäischen Standort entwickelten Produkte eins zu eins in Nordamerika oder Asien zu produzieren. An allen Standorten sind Ressourcen vorhanden, die Produkte und Lösungen an die Anforderungen des lokalen Markts anzupassen. Vielen Dank für das Gespräch. Zuverlässiger Brandschutz für Förderanlagen Erfinder von Feuerschutzabschlüssen für durchlaufende Förderanlagen. 40 Jahre Erfahrung in Beratung, Planung und Ausführung. Besuchen Sie uns auf der LogiMAT auf unserem Stand B71 in Halle 7. stoebich.com Ausgezeichnet als Top-Innovator 2018

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