Aufrufe
vor 3 Wochen

f+h fördern und heben 1-2/2020

  • Text
  • Logistik
  • Betreiber
  • Produktion
  • Hinaus
  • Mitarbeiter
  • Mithilfe
  • Einsatz
  • Unternehmen
  • Produkte
  • Systeme
f+h fördern und heben 1-2/2020

PERSPEKTIVEN DER MENSCH

PERSPEKTIVEN DER MENSCH IM ZENTRUM VON DIGITALISIERUNG UND AUTOMATISIERUNG Im Jubiläumsjahr kamen erstmals mehr als 500 Besucher und 36 Aussteller zum 20. Teamlogistikforum nach Paderborn. Dort konnten sie sich in Vorträgen, Workshops und einer Fachausstellung über Trends in der Intralogistik austauschen und informieren. Im Vordergrund stand vor allem die Rolle des Menschen als Anwender und Entscheider. Feierstimmung bei der Eröffnung des 20. Teamlogistikforums vor ausgebuchter Kulisse im Heinz-Nixdorf-Museumsforum in Paderborn. Michael Baranowski, Geschäftsführer der Team GmbH als Veranstalter des Forums, freute sich sichtlich über das Interesse und den Zuspruch und zeigte in einem kurzen Rückblick auf die IT-Trends, wie alles begann. „Wie bereits vor 20 Jahren, als wir noch in der Kantine von Team tagten, steht auch heute neben den Vorträgen vor allem der Austausch der Teilnehmer untereinander und mit den Referenten im Fokus. Das Forum hat sich als Branchentreffpunkt etabliert, wo Erfahrungen, aktuelle Herausforderungen und innovative Technologien in lockerer Atmosphäre diskutiert werden.“ DAS ZENTRALLAGERKONZEPT STEHT VOR DEM AUS Prof. Dr. Michael Schröder von der Dualen Hochschule Baden- Württemberg in Mannheim gab in seiner anschließenden Keynote einen Überblick über die aktuellen weltweiten Trends und deren Auswirkungen auf die Supply Chain. Als wichtige Herausforderungen der Zukunft sieht Schröder die Umsetzung von Green-Logistics-Strategien und das Thema Nachhaltigkeit insgesamt sowie die zunehmende Dynamik und Volatilität bei kurzen Lieferzeiten. Das erfordere eine zunehmend lokale Produktions- und Logistikstrategie der Unternehmen mit einem Ausbau der regionalen Infrastruktur nahe am Kunden. „Das Zentrallagerkonzept funktioniert nicht mehr“, konstatierte Schröder und sieht daher lokalen Investitionsbedarf in moderne Intralogistiklösungen, um die lokale Produktivität zu steigern – ob mit Robotern, Fahrerlosen Transportsystemen, Sortiertechnologien oder Assistenzsystemen. Matthias Graefe, Director of Supply Chain Transformation der IBM Deutschland GmbH, entführte die Zuhörer in die Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) mit IBM Watson und zeigte Anwendungsmöglichkeiten des Systems für Logistik und Supply Chain Management auf: „Unser Ziel ist es, die Komplexität in unseren Prozessen für unsere Mitarbeiter zu reduzieren, um sie zu entlasten, neue Mitarbeiter schneller einzulernen und vorhandenes Wissen im Unternehmen weltweit verfügbar zu machen.“ In der Wertschöpfungskette der IBM-Fertigung diene das System heute primär als Plattform für den globalen Informations- und Datenaustausch, aber auch als digitaler Assistent bei Problemen. Watson wertet neben reinen Auftrags- und Sendungsdaten auch andere relevante Daten z. B. aus den Bereichen Verkehr, Wetter oder Nachrichten aus, um Risiken besser einschätzen zu können und mögliche Alternativen aufzuzeigen. Dabei sehen die IBM-Mitarbeiter in Watson heute eher einen Kollegen als ein Software-Tool. Für die Akzeptanz sei es wichtig gewesen, die Mitarbeiter mit Expertenwissen eng in die Entwicklung und das Lernen der KI miteinzubeziehen. Die Entscheidungshoheit hat IBM nach wie vor beim verantwortlichen 6 f+h 2020/01-02 www.foerdern-und-heben.de

Palettentransporte leicht gemacht mit unseren individuell anpassbaren Rollschienen Mitarbeiter belassen, indem jeder Lösungsvorschlag der Software persönlich bewertet werden muss. In dieser Interaktion sieht Graefe den Schlüssel zum Erfolg, um von der alten in die neue digitale Welt vorzustoßen. Die Sprache sieht Graefe dabei als Interface der Zukunft und empfahl den Kongressteilnehmern, die Menschen in solchen Projekten mitzunehmen. Frank Zscherlich und Dr.-Ing. Marco Plaß von der Team GmbH, blickten in einer kurzen Retrospektive in die Technikwelt von 1999, bevor es in die virtuelle Realität der Logistikwelt von heute ging. In einer Live-Demonstration erklärten sie, welche Chancen die Kombination von Lagerverwaltungssystem und der Einsatz einer Virtual Reality (VR)-Brille für die Mitarbeitereinarbeitung bietet. Am Beispiel des Moduls Prostore-VR-Training tauchten sie gemeinsam mit dem Auditorium in die virtuelle Welt eines Lagers und durchliefen die vorgegebenen Kommissionieraufgaben. LOGISTIKIDEEN VON DREI START-UPS HAUTNAH ERLEBEN Am Nachmittag hatten die Teilnehmer dann die Auswahl zwischen acht Workshops, in denen Innovationen rund um die Themen Automatisierung, Kommissionierung, Voice, Datenbrille, Drohnen sowie Transportmanagement vorgestellt wurden. Spannend waren dabei die Logistikideen der Start-ups Cellumation, Doks.Innovation und Motionminers. Hendrik Thamer, CEO von Cellumation, stellte eine neue, nach dem Prinzip der zellularen Fördertechnik arbeitende Sorterlösung für komplexe Bewegungsabläufe auf kleinstem Raum vor. Das frei konfigurierbare System besteht aus kleinen sechseckigen Modulen mit speziell angeordneten Rädern, die jeweils einzeln und gezielt angesteuert werden. So lassen sich mehrere Objekte gleichzeitig und unabhängig voneinander auf beliebigen Bahnen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 m/s bewegen und positionieren. „Unser Celluveyor kann Pakete oder Behälter und andere Ladungsträger oder Güter mit flachen Böden frei auf einer Ebene bewegen und ist in der Lage, alle Aufgaben der Fördertechnik zu realisieren“, erklärte Thamer. Neue Bewegungsabläufe ließen sich mithilfe von Tablets einrichten. Ein Wechsel der Module sei per „Plug & Play“ möglich. Aktuell hat das junge Unternehmen zehn Anlagen realisiert und baut seine Produktionskapazitäten aus. Doks.Innovation wurde schon mehrfach für seine Drohnen ausgezeichnet. Maik Schockenhoff, Product Marketing Manager des Software- und Robotikunternehmens, berichtete über Lösungen für die Intralogistik, die von digitalen Bestandserfassungs- und Inventurprozessen über das Stammdatenmanagement bis Wir bieten Ihnen eine Vielfalt an... ... Schienenkombinationen ... Rollenauswahl ... Tragkraft LogiMAT 2020 10.03. -13.3.2020 Halle 10 Stand F31 www.foerdern-und-heben.de www.torwegge.de f+h 2020/01-02 www.torwegge.de 7

AUSGABE