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f+h fördern und heben 1-2/2023

f+h fördern und heben 1-2/2023

PRODUKTE UND SYSTEME 01

PRODUKTE UND SYSTEME 01 01 An der Kommissionierstation kann sich die Mitarbeiterin mithilfe eines Scherenhubwagens das Auftragspaket in die ergonomisch korrekte Höhe bringen 02 Bereit für den Transport in den Warenausgang: Eine Versandeinheit nach dem Palettenumreifer führen die Mitarbeiter bis zu 13.000 Picks pro Tag aus. Schäflein: „Im Zusammenspiel mit den anderen Automationssystemen unserer Intralogistik deckt das AutoStore-System mit den aktuellen Leistungskennzahlen und Kapazitätsreserven weiteres Wachstum ab und bietet uns mit seiner Flexibilität Ausbauoptionen.“ 02 FLEXIBILITÄT BEI GERINGEM FLÄCHENBEDARF Das Logistikzentrum mit einer Fläche von 25.000 m² ist in die Funktionsbereiche Reifen-, Aftermarket- und Distributionslogistik unterteilt. Die Lagerung von Palettenware für den Aftermarket-Bereich geschieht in einem Hochregallager mit 16.500 Stellplätzen. Zur automatisierten Lagerung und Kommissionierung eines Großteils der Kleinteile wurde ein AutoStore-System installiert. Mit der Inbetriebnahme eines derartigen Lagersystems im Jahre 2016 am Standort Langenau sei man einer der ersten Logistikdienstleister in Deutschland gewesen, der auf diese Technik gesetzt habe, so Schäflein. Bei dem Lagerkonzept werden die Behälter in Schächten übereinandergestapelt und von Lagerbediengeräten (Robotern) einund ausgelagert. Gegenüber klassischen automatischen Lagersystemen verspricht das AutoStore-System eine bessere Skalierbarkeit durch eine einfache Erweiterbarkeit des Lagerkorpus und die Integration weiterer Roboter sowie Arbeitsstationen (Ports). Der Energiebedarf beläuft sich auf durchschnittlich 100 W je Robot pro Stunde. Aufgrund der mit der Anlage in Langenau gesammelten Erfahrungen fiel die Entscheidung auch in Röthlein in ein entsprechendes System zu investieren. Den Zuschlag für das Projekt erhielt Systemintegrator Element Logic. Zur Lagerung des behälterfähigen Kleinteilespektrums erstellte der Systemintegrator im Bestandsgebäude des Logistikzentrums auf einer Grundfläche von 1.800 m² eine AutoStore-Anlage für 72.525 Behälter. Bis zu 16 der 330 mm hohen Behälter stehen in den Schächten übereinander. 60 Roboter übernehmen das Behälter-Handling. Die für die Kommissionieraufträge angeforderten Behälter werden an 16 Karussell-Ports bereitgestellt. An den Ports NUTZEN WAS VORHANDEN IST Das Projekt wurde bei laufendem Betrieb realisiert. „Für die Anlagenerweiterung wurde eine Bestandsanlage, die nicht in Röthlein installiert war, demontiert“, so Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development Element Logic Deutschland. „Die Komponenten wurden nach bestandener Qualitätsprüfung in die neue Anlage integriert. Auf diese Art und Weise ließen sich rund 17.000 Behälter, 35 Roboter einschließlich Ladestationen sowie sieben Ports in die neukonzipierte Anlage integrieren und mit der Anbindung der Anlagensteuerung in das Warehouse Management System des Logistikdienstleisters in die koordinierten Prozessabfolgen einbeziehen.“ Derart aufgestellt konnte das Geschäftsfeld Aftermarket-Logistik im Herbst des Jahres 2021 die Ersatzteillogistik für einen der führenden Systemlieferanten im Automotive-Bereich übernehmen. Die zur Bestandshaltung in Röthlein III angelieferte Palettenware wird im Wareneingang verbucht und mithilfe von Flurförderzeugen an ihren Bestimmungsort gebracht. Lieferungen von Kleinteilen werden überwiegend direkt in AutoStore-Behälter umgelagert. Artikel mit größeren Abmessungen werden in Kommissioniergassen und Produkte mit hoher Umschlagsgeschwindigkeit direkt auf Palette bereitgestellt oder im Hochregallager zwischengepuffert. Die Großhandels- und Werkstättenaufträge werden zunächst in den Kommissioniergassen des Palettenlagers bearbeitet. Danach werden die Auftragspaletten am AutoStore-System bereitgestellt und an den Ports nach dem Prinzip „Ware zum Mann“ komplettiert. Per Stapler gelangen die Paletten zu einem Umreifer und danach in den Warenausgang. Fotos: Element Logic www.elementlogic.de AUF EINEN BLICK Zu den Daten der AutoStore-Anlage im Logistikzentrum Röthlein III der Schäflein AG gehören: n Grundfläche: 1.800 m² n Behälterstellplätze: 72.525 n Behälter aus Bestandsanlage: 16.900 n Behälterhöhe: 330 mm n 16-fach gestapelte Behälter n 60 Roboter vom Typ R5, davon 35 aus Bestandsanlage n 16 Karussell-Ports, davon sieben aus Bestandsanlage n Bis zu 13.000 Picks pro Tag 16 f+h 2023/01-02 www.foerdern-und-heben.de

WARTUNGSFREIE SEILZUGGEBER Die Seilzuggeber der NEO-Baureihe, der Begriff NEO steht für „New Electronic Options“, basieren auf der neuen Version der vom Unternehmen Siko entwickelten Sensorplattform Pure.Mobile. Während der Bauma gab der Hersteller einen Ausblick auf die neue Generation Seilzuggeber, die in diesem Jahr verfügbar sein soll. Die Sensorik beruht auf einer berührungslosen magnetischen Messtechnik. Ferner kommt das mechatronische Multiturnsystem ohne Batterie oder energieerzeugende Systeme aus und ist somit auch bei tiefen Temperaturen wartungsfrei. Lieferbar sind Varianten (Messlängen: 3, 6, 12 und 15 m) mit CANopen- und SAE-J1939- Schnittstelle. Darüber hinaus stehen Versionen mit redundanten Schnittstellen oder CANopen Safety für den Einsatz bis Performance Level d (PLd) bereit. Für den Einsatz in Flurförderzeugen oder der Kran- und Hebetechnik erfüllen die Seilzuggeber die Anforderungen der Schutzarten IP67 und optional IP6K9K. Um die Integration und Montage einfach zu gestalten, sind neben M12-Stecker oder einem Kabelabgang auch Versionen mit einem Deutsch- oder AMP-Superseal-Stecker erhältlich. www.siko-global.com VISI N ERFÜLLT www.gsc-schwoerer.de ECHTZEITFÄHIGES KOMMUNIKATIONSGERÄT AUF WIFI-6-BASIS Fahrerlose Transportfahrzeuge brauchen platzsparende Module, die im Idealfall Sensordaten über breitbandige Verbindungen und zeitgleich Steuerdaten über echtzeitfähige Vernetzung austauschen. Mit der neuen Bridge X trägt die R3 Solutions GmbH den Anforderungen Rechnung. Dazu ist das Datenkommunikationsgerät mit dem WLAN-Standard WiFi 6 ausgestattet, der Broadband Data im Gigabit-pro-Sekunde-Bereich ermöglicht. Zusätzlich steckt eine zweite Funkeinheit im Gehäuse (Höhe: rund 25 mm), die Echtzeit-Datenkommunikation über die EchoRing-Funk-Technologie realisiert. Somit kann die Bridge X jegliche Kommunikation zwischen Fahrzeugen und zur Infrastruktur abdecken. Für die Datenkommunikation im Fahrzeug oder für den Einsatz in und an anderen Maschinen Sondergetriebe auf höchstem technischen Niveau für effiziente und innovative Lösungen von Morgen. GSC Schwörer GmbH D-79871 Eisenbach haben die Entwickler die Bridge X mit je zwei Gigabit-Ethernet- und CAN-Bus-Schnittstellen sowie einer individuell nutzbaren Pin-Steckerleiste ausgestattet. www.r3.group GSC-20-0073_Anzeigen_Zukunftsmission_43x130mm_RZ.indd 05.10.21 17:12 2 NEUER KATALOG, NEUE PRODUKTE Der Transportgerätehersteller fetra hat sein Produktspektrum um weitere Lösungen für die Intralogistik abgerundet: Ein Richtungsfeststeller sorgt für Flexibilität, die neue Ablageschale bietet Anwendern Komfort und Stauraum. Einen Überblick über alle handgeführten Transportgeräte des Herstellers verschafft der Produktkatalog 2023, der auf der Firmen-Webseite zum Download bereitsteht oder als Druckexemplar direkt beim Unternehmen geordert werden kann. Anstelle der serienmäßigen zwei Bockrollen bei allen Wagen gibt fetra mit dem Richtungsfeststeller fetra Fixstop die Möglichkeit, je nach Anwendungsfall zwischen Wendigkeit oder Spurstabilität kurzfristig zu entscheiden. Der Nutzer kann die Funktion von einer beliebigen Längsseite aus mit nur einem Fußtritt aktivieren und somit bestimmen, ob der Wagen auf vier Lenkrollen laufen soll oder ob der Einsatz von je zwei Lenk- und zwei Bockrollen erforderlich ist. Aufgrund der 360°-Wendigkeit oder der Fixierung zur Bockrolle nach Bedarf gewährt der fetra Fixstop Flexibilität für alle Wagen ab 450 mm Breite mit einer TPE-Bereifung im Durchmesser von 125, 160 oder 200 mm. www.fetra.de NEUES KRANPORTAL MACHT HALLENDECKEN ÜBERFLÜSSIG Wie schon der Name verrät, wird eine Hängekrananlage an eine Oberkonstruktion montiert. Bei Nutzung des neuen Kranportals KBG der J. Schmalz GmbH muss es sich dabei nicht um eine bestehende Gebäudestruktur handeln. Flexibel und kurzfristig verfügbar waren zwei Vorgaben bei der Entwicklung des modularen Trägersystems für die Aluminium- Hängekrananlage SRA. Der Hersteller nutzt daher auch hier das Baukastenkonzept, das in diesem Fall auf zwölf Komponenten basiert. Alle kraftschlüssigen Verbindungen übernimmt eine Schraubengarnitur. Das vereinfacht die Montage und schließt Fehler aus. Außerdem wird für das Kranportal nur eine Profilgröße verwendet, die mit den entsprechenden Lochungen für die Schraubengarnitur ausgeliefert wird. Ein Kranportal besteht aus mindestens zwei Toren und lässt sich auch nachträglich beliebig verlängern. Die maximale Traglast liegt bei 500 kg. Das Gesamtsystem ist nach DIN EN 13001 ausgelegt, erreicht die Steifigkeitsklasse HC3 und die S-Klasse S3. www.schmalz.com www.foerdern-und-heben.de f+h 2023/01-02 17