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f+h fördern und heben 1-2/2023

f+h fördern und heben 1-2/2023

DIGITALER ZWILLING IM

DIGITALER ZWILLING IM LAGER IN ECHTZEIT INDUKTIVES LADEN VERBESSERT ZUVERLÄSSIGKEIT Das Warehouse Execution System (WES) des Unternehmens IdentPro lokalisiert und identifiziert Güter mithilfe von Bewegungsnachverfolgung manueller und automatisierter Flurförderzeuge in Echtzeit. Um eine 24/7-Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherzustellen, kommen induktive Ladesysteme aus dem Hause Wiferion zum Einsatz. Die Softwarelösung des Unternehmen IdentPro aus Troisdorf automatisiert den Prozess zur Identifikation von Transportgütern und Lagerplätzen sowie die Überwachung der Erfüllung von Transportaufträgen. In vielen Lagern findet der Abgleich zwischen Lagersoftware und den durchgeführten Transporten über das Scannen von Barcodes oder andere manuelle Prozesse statt. Der manuelle Prozess ist jedoch fehleranfällig und die Transportbewegungen lassen sich nicht digitalisieren und auswerten. Das Resultat: Vielfach stimmt die in der Lagersoftware abgebildete Warenverfügbarkeit nicht mit der Realität überein. Mitarbeiter müssen Waren suchen, die aufgrund fehlerhafter oder vergessener Barcodescans nicht an den von der Lagersoftware genannten Stellplätzen stehen. DEN ÜBERBLICK BEHALTEN Hier setzt das Unternehmen mit seinem Warehouse Execution System an. Die Software ermöglicht in Echtzeit eine transparente, digitale Auswertung und Steuerung aller Lagerbewegungen. Dazu werden Flurförderzeuge mit einem IoT-Kit ausgestattet. Vorhandene Geräteflotten lassen sich so einfach digitalisieren. Die nachgerüsteten Stapler lokalisieren nicht nur sich selbst, sondern tracken auch alle relevanten Objekte und Bewegungen im Lager. Dabei spielt es keine Rolle, wo sich der Abstellort befindet. Einmal mit dem System bekanntgemachte Waren werden mithilfe von Laserlokalisierung automatisch identifiziert. Neben der Stand-alone-Variante kann das WES auch an ein Lagerverwaltungssystem angeschlossen und der exakte Standort der Güter ohne Barcodescan übermittelt werden. Die Software erstellt so einen digitalen Zwilling des Lagers. Damit ist auf einen Blick in Echtzeit erkennbar, wo sich alle Güter und Flurförderzeuge befinden oder wohin sie sich zurzeit bewegen. Aufgrund der Verknüpfung mit einem WMS oder ERP-System stimmen die Bestandsdaten immer zu 100 Prozent mit der realen Lagersituation überein. 30 f+h 2023/01-02 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME Die Energieversorgung geschieht automatisiert und wartungsfrei UNNÖTIGE FAHRTEN VERMEIDEN Da alle Lagerdaten gebündelt und ausgewertet werden, lässt sich die Prozesseffizienz steigern. Dies gilt zum Beispiel auch für die Flottennavigation. Das Warehouse Execution System ermittelt für jedes Flurförderzeug den besten Fahrweg und verteilt Aufträge so, dass keine Leerfahrten entstehen. Die Staplerfahrer bekommen alle relevanten Informationen auf einem Terminal angezeigt und müssen nur noch den Fahranweisungen folgen. Da nicht wertschöpfende Arbeiten entfallen, steigt die Produktivität um bis zu 30 Prozent. Neben manuellen Geräten lassen sich ferner autonome Transportroboter in das Warehouse Execution System integrieren. „Unsere AMR sind optionaler Bestandteil des WES, mit denen sich der Automatisierungs- und Effizienzgrad weiter steigern lässt“, so Marius Hoffmann, Senior Developer, R&D Robotics bei IdentPro. INDUKTIVE LADETECHNIK ALS PROBLEMLÖSER wir mehr Platz im Fahrzeug für andere Komponenten gewinnen.“ Zudem ließe sich die Ladeplatte flexibel am Gerät anbringen. Aufgrund der Ausführung als „Plug & Play“-Lösung könne man das Ladegerät passgenau in die autonomen Stapler einsetzen. Fotos: Wiferion www.identpro.de | www.wiferion.com DIE INDUKTIVE LADETECHNIK SCHAFFT DIE VORAUSETZUNGEN ZUM LADEN DER AMR IM PROZESS Um eine 24/7-Verfügbarkeit der Flurförderzeuge sicherzustellen, spielt die automatisierte Energieversorgung eine zentrale Rolle. „Bei der Weiterentwicklung unserer AMR war es uns wichtig, dass wir ein verlässliches Ladesystem haben. Herkömmliche Ladetechnologien mit Schleifkontakten haben uns dabei nicht überzeugt“, blickt Hoffmann zurück. Als Manko habe sich der Verschleiß der Ladekontakte herausgestellt. Hinzu sei gekommen, dass für einen sicheren Ladevorgang die automatisierten Stapler exakt positioniert werden müssten. Dies habe die Fehlerquote erhöht und sogar Kurzschlüsse wären möglich gewesen. „Uns war daher schnell klar, dass nur ein induktives Ladesystem in Frage kommt.“ In den Fahrzeugen ist das Batterieschnellladesystem Etalink 3000 integriert. Die induktive Ladetechnologie von Wiferion, Karlsruhe, ermöglicht es, die AMR schnell im Prozess zu laden und damit die geforderte Verfügbarkeit sicherzustellen. „Wir platzieren die Ladepunkte dort, wo die Fahrzeuge sowieso stehen müssen, zum Beispiel an der Be- und Entladestelle“, erklärt Hoffmann. „So eliminieren wir Ladepausen sowie Fahrten zu stationären Ladestationen und steigern die Produktivität der AMR um bis zu 32 Prozent.“ Fährt ein Roboter an einen Ladepunkt, startet die Energieübertragung automatisch. Nach einer Sekunde wird die volle Leistung von 3 kW übertragen. Aufgrund der hohen Positionierungstoleranz beginnt der Ladevorgang auch dann zuverlässig, wenn ein Fahrzeug nicht millimetergenau an einer Ladeplatte hält. Der Ladevorgang lässt sich flexibel auslegen, da die Ladepunkte omnidirektional anfahrbar sind. WARTUNGSFREI UND EINFACH ZU IMPLEMENTIEREN Das Batterieschnellladesystem ist gekapselt und kommt ohne mechanische Komponenten aus. Hoffmann: „Im Gegensatz zu den Schleifkontakten ist das Etalink-System kompakt, wodurch Wir schaffen logistische Verbindungen. Individuelle Planung und Konstruktion direkt vom Hersteller – Made in Germany www.butt.de Typ BK - Mittelachsrampe BUTT GmbH Tel.: +49(0)4435 9618-0 Zum Kuhberg 6–12 Fax: +49(0)4435 9618-15 D-26197 Großenkneten butt@butt.de, www.butt.de · www.foerdern-und-heben.de f+h 2023/01-02 31 Butt_Anzeige_BK_90x138mm.indd 1 25.02.14 10:35 Butt.indd 1 05.05.2014 14:24:16