Aufrufe
vor 5 Tagen

f+h fördern und heben 1-2/2023

f+h fördern und heben 1-2/2023

PERSPEKTIVEN REMOTE

PERSPEKTIVEN REMOTE SERVICES ZUR PROAKTIVEN BETREUUNG VON AUTOMATISIERTEN ANLAGEN GEWINNEN AN BEDEUTUNG IN WEITER FERNE UND DOCH SO NAH Mit Remote Services können Intralogistikspezialisten in Echtzeit auf automatisierte Lager zugreifen und Störungen beheben. Der Trend geht dahin, nicht nur auf Probleme zu reagieren, sondern proaktiv Daten zu analysieren und Szenarien zu simulieren, um die Voraussetzungen für eine maximale Anlagenverfügbarkeit zu schaffen. Aber nicht nur hierfür – wie das Beispiel des entsprechenden Dienstleistungsportfolios der TGW Logistics Group, Marchtrenk/Österreich, zeigt. Wer heute Nachmittag sein defektes Auto in einer Werkstatt abliefert, bekommt es am nächsten Tag repariert wieder zurück. Wer morgens ein Hemd im Internet bestellt, kann es mitunter schon abends anprobieren. Und wer für den Fernsehabend noch Chips und Softdrinks möchte, erhält die Quick-Commerce-Lieferung meistens innerhalb von wenigen Stunden, zumindest in vielen Ballungsräumen. Unternehmen, die ihren Kunden solche Lieferversprechen machen, benötigen eine Hochleistungslogistik. Ihre Intralogistiksysteme müssen problemlos laufen – teilweise rund um die Uhr. LIFETIME SERVICES Ungeplante Stillstände führen zu Lieferverzögerungen, die Kunden verärgern. Allein der Gedanke an einen erfolgreichen Hacker-Angriff – und damit unter Umständen einen Stillstand über Tage hinweg – löst bei Logistik-Verantwortlichen Schweißausbrüche aus. Doch es muss nicht gleich maximales Chaos herrschen: Auch kleine Softwarestörungen erhöhen den Blutdruck des Managements. Um die Voraussetzungen für eine maximale Anlagenverfügbarkeit zu schaffen, haben Intralogistikanbieter schon vor Jahren Remote Services eingeführt. Die TGW Logistics Group zum Beispiel offeriert mit der Einheit Lifetime Services (LTS) 8 f+h 2023/01-02 www.foerdern-und-heben.de

PERSPEKTIVEN neun verschiedene Dienstleistungen aus der Ferne – und entwickelt permanent neue. „Remote Services sind immer gefragter, weil der Wunsch nach Verfügbarkeit größer wird“, betont Georg Katzlinger-Söllradl, Director Global Lifetime Services bei TGW. Zwei große Treiber sorgen dafür, dass Kunden die Remote- Dienstleistungen immer öfter in Anspruch nehmen. Zum einen müssen weniger eigene Mitarbeiter vor Ort sein, das spart Kosten. Zum anderen möchten sich die Unternehmen vor Internet- Kriminalität, speziell Hacker-Angriffen, schützen und lassen die Systeme von externen Experten regelmäßig auf den neuesten Sicherheitsstandard bringen. CYBER-SICHERHEIT IM FOKUS FERNZUGRIFF AUF IT-SYSTEME SICHERT HOHE ANLAGEN- VERFÜGBARKEIT Hacker-Angriffe auf die Supply Chain haben seit Beginn der Corona-Pandemie zugenommen. So berichten 81 Prozent der Befragten einer IT-Studie aus dem Jahr 2021, die mit 1.451 Entscheidern durchgeführt wurde, dass sie im Laufe der Pandemie vermehrt mit Cyber-Bedrohungen konfrontiert waren. 56 Prozent erlebten kritische Stillstände, die einen Schaden von mehr als 100.000 US-Dollar verursachten. Laut der Studie messen Unternehmen der Cyber-Sicherheit dennoch nur geringe Priorität bei, und das, obwohl ihre IT-Abteilungen die verschärfte Bedrohungslage erkannt haben. Katzlinger-Söllradl beobachtet, dass vor allem jene Firmen das Thema ernst nehmen, die selbst schon Lehrgeld zahlten oder im näheren Umfeld davon hörten. Tendenziell sind ihm zufolge Konzerne bei diesem Thema besser aufgestellt als Mittelständler. „Doch es gibt auch größere Unternehmen, die glauben, dass man alles selbst machen muss, um Kosten zu sparen.“ Fakt ist: Wenn es um IT geht, ist profundes Fachwissen gefragt. TGW kann auf die Erfahrung von mehr als 1.000 realisierten Anlagen zurückgreifen und schult sein Personal permanent. Mehr als 130 Mitarbeiter sind im Bereich Remote Services tätig. Unternehmen, die komplette Anlagen inklusive Warehouse Management System (WMS) errichten lassen, profitieren zudem davon, dass die Wege zu den Software-Entwicklern kurz sind und keine Drittlieferanten involviert werden müssen. INHOUSE SUPPORT CENTER Anlagenbetreiber erreichen über die Hotline direkt die hauseigenen Support Center des Systemanbieters. Selbst den First-Level-Support macht das Unternehmen selbst und hat ihn nicht an Dienstleister ausgelagert. Rund 90 Prozent aller Probleme im Bereich Software können die Experten so zeitnah lösen. Nur in komplexen Fällen – zum Beispiel Software- kombiniert mit Hardwareproblemen – ist es notwendig, dass Techniker vor Ort sein müssen. UNTERSCHIEDLICHE SERVICEMODULE Der Anlagenbetreiber kann neun Servicemodule miteinander kombinieren: n Managed Connectivity: Damit der Zugriff aus der Ferne möglichst sicher stattfindet, liegen der Verbindung höchste Sicherheitsstandards zugrunde. Stichworte sind in diesem Zusammenhang ein aktuelles Cisco Multipoint Virtual Private Network (VPN) sowie Virtual Desktop Infrastructure (VDI)-Technologie. Der Zugang ist nur nach einer Multi-Faktor-Authentifizierung möglich. n Remote Expert Support: Die TGW-Fachleute stehen rund um die Uhr an 365 Tagen über die Hotline bereit. Sie sprechen mehrere Sprachen und beherrschen das komplette Leistungsspektrum: von mechatronischen Komponenten über Steuerung und IT-Hardware bis hin zu Software-Applikationen, zum Beispiel Materialflussrechner oder WMS. Jede Problemlösung lässt sich, wenn gewünscht, um eine Ursachenanalyse erweitern. n Software Monitoring & Alerting: Die Experten messen permanent den Puls der Anlage. Das heißt: Sie können alle von TGW gelieferten Softwarekomponenten beobachten – von der Fehlerstatistik der mechatronischen Module über die IT-Hardware und die Software-Applikationen bis hin zu den Schnittstellen. Unregelmäßigkeiten lösen einen Alarm aus. Je nach Vereinbarung kümmern sich dann TGW-Mitarbeiter um das Problem oder der Betreiber tut dies selbst. n Managed Backup and Disaster Recovery: Das Gesamtsystem wird auf den Fall der Fälle vorbereitet – mit standardisierten und getesteten Vorgehensweisen zum Wiedereinspielen von gesicherten Datenständen. Back-ups werden regelmäßig verbessert, die Verfügbarkeit geprüft. n Data Visualization & Analytics: Die generierten Daten werden analysiert und in einem Dashboard visualisiert. Der Betreiber kann selbst Auswertungen vornehmen und bestimmte Abfragen starten. n IT-Management: Der Systemanbieter offeriert ein kosteneffizientes Server- und Datenbank-Management. Der Anlagenbetreiber erhält regelmäßig Berichte und Vorschläge, zum Beispiel für Verbesserungen oder Software-Updates. n Managed Test Environment: LTS-Spezialisten spiegeln die Anlage 1:1, um zu testen, was beim Einspielen von Updates oder Patches passiert. Dabei lassen sich verschiedene Operationsstrategien vergleichen, ohne dass jemals das Produktivsystem involviert ist. Das Testsystem bleibt damit permanent auf dem gleichen Stand wie das Produktivsystem. n Patch Management Services: Das Produktivsystem wird auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten. Experten wählen sicherheitsrelevante Patches, die zur Anlage passen, testen und installieren sie. So lassen sich Sicherheitslücken schließen und Ausfälle minimieren. Auch Release-Updates der Datenbankanbieter werden durchgeführt – dafür muss das System weniger als vier Stunden stillstehen. n Security Scanning: Mitarbeiter des Systemanbieters prüfen regelmäßig auf Sicherheitslücken und ergreifen, wenn nötig, Gegenmaßnahmen. Der Anlagenbetreiber muss sich um das Thema nicht mehr kümmern und vermindert das Risiko für Cyber-Attacken. Foto: TGW Logistics Group www.tgw-group.com AUF EINEN BLICK Die neun Remote Services von TGW: 1. Managed Connectivity 2. Remote Expert Support 3. Software Monitoring & Alerting 4. Managed Backup and Disaster Recovery 5. Data Visualization & Analytics 6. IT-Management 7. Managed Test Environment 8. Patch Management Services 9. Security Scanning www.foerdern-und-heben.de f+h 2023/01-02 9