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f+h fördern und heben 11/2021

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f+h fördern und heben 11/2021

PRODUKTE UND SYSTEME IM

PRODUKTE UND SYSTEME IM HANDUMDREHEN VOM ROUTENZUG AN DIE FERTIGUNGSLINIE Um schwere Komponenten für Waschmaschinen an seine Fertigungslinien zu befördern, setzt der Hausgeräte-Hersteller BSH in seinem Werk in Nauen auf einen Routenzug – und auf das elektrische Antriebssystem Ergomove 1000 von Blickle. Dieses sorgt dafür, dass die Mitarbeiter Wagen voller Wäschetrommeln quasi ohne Kraftaufwand auch durch enge Gassen in der Halle manövrieren können – ergonomisch und effizient zugleich. Die BSH Hausgeräte GmbH ist mit einem Marktanteil von mehr als 20 Prozent der führende Anbieter von Haushaltsgeräten in Westeuropa. 1967 als Gemeinschaftsunternehmen von Bosch und Siemens gegründet, ist BSH seit 2015 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bosch- Gruppe. Der Hersteller besitzt mittlerweile 38 Produktionsstandorte – u. a. im brandenburgischen Nauen. Das Werk ist hauptsächlich auf die Fertigung und Montage von Waschmaschinen spezialisiert. Rund 600 000 Stück pro Jahr werden von hier aus in alle Welt geliefert. KEIN PLATZ FÜR DIE ANLIEFERUNG PER STAPLER Die schweren Laugenbehälter, das Herzstück jeder Wäschetrommel, bezieht BSH vorgefertigt von einem Zulieferer. Für den Transport der Komponenten bis an die Fertigungslinie kamen in der Vergangenheit Lkw und Gabelstapler zum Einsatz. Dabei war jedoch der stark begrenzte Platz in der Produktionshalle ein Problem: Die Paletten mit den Behältern durch die engen Gänge zu manövrieren, kostete jede Menge Zeit und Nerven. Ein manuelles Handling kam aufgrund des hohen Gewichts der Trommeln auch nicht in Frage. Aus diesen Gründen entschied sich das Unternehmen dazu, ein 34 f+h 2021/11 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME 01 02 Routenzug-System zwischen der eigenen Fertigung und dem nahegelegenen Werk des Zulieferers ein zurichten. Der Routenzug ist mit einzelnen Wagen bestückt, die jeweils eine Palette der Laugenbehälter aufnehmen können. Jeder Wagen ist mit zwei Bock- und vier Lenkrollen ausgestattet, um die letzten Meter vom Routenzug bis an die Fertigungslinie selbstständig zurücklegen zu können. Doch damit nicht genug: Ein in den Bockrollen integriertes elektrisches Antriebssystem sorgt dafür, dass die Mitarbeiter bei BSH die bis zu 450 kg schweren Wagen nicht mühsam mit Muskelkraft bewegen müssen. Das System mit dem Namen Ergomove 1000 stammt, wie auch die Rollen, aus dem Hause Blickle. SCHWERE LASTEN MÜHELOS BEWEGEN Der Räder- und Rollenspezialist hat mit Ergomove eine Lösung entwickelt, mit der sich auch schwere Lasten im wahrsten Sinne des Wortes im Handumdrehen transportieren lassen. Ein Griff mit integrierten Sensoren erkennt intuitiv die Laufrichtung des Bedieners und steuert automatisch die elektrisch betriebenen Antriebsrollen an. Auch der Kraftaufwand zum Abbremsen der Wagen entfällt aufgrund der integrierten Gegenstrombremse. Dies reduziert die körperliche Belastung für die Mitarbeiter auf ein Minimum und beugt so Muskel-Skelett-Erkrankungen vor, die zu längeren Arbeitsunfähigkeiten führen können. Das Antriebssystem ist für Lasten bis 1 000 kg und Geschwindigkeiten bis 4 km/h geeignet. 01 Mit einem Routenzug gelangen die Teile vom Werk des Zulieferers in die Produktionshalle von BSH 02 Auch die Antriebs- und Lenkrollen der Transportwagen stammen aus dem Hause Blickle Die Installation des elektrischen Antriebssystems ist per „Plug & Play“ einfach. Mithilfe von Ergomove können die Mitarbeiter die schweren Wagen nun mühelos auch durch enge Stellen manövrieren. Das Ergebnis ist ein ergonomischerer Arbeitsablauf – und zudem mehr Effizienz: Der Hausgeräte-Hersteller kann die Wagen des Routenzugs mit mehr Teilen beladen und hat dennoch weniger Arbeitsaufwand, da sich diese von einem Mitarbeiter alleine bewegen lassen. Auch die Sicherheit ist ohne weitere Vorkehrungen am Wagen durch das System gegeben. So verhindern etwa die integrierten elektromechanischen Totmannbremsen das unerlaubte Wegrollen des Wagens und ermöglichen das unverzügliche Anhalten in Gefahrensituationen. Auch im laufenden Betrieb unterstützen die Blickle-Ingenieure den Betreiber dabei, die Anwendung des elektrischen Antriebssystems weiter zu optimieren, um so noch ergonomischer und effizienter arbeiten zu können. Fotos: Blickle Räder+Rollen www.blickle.de Zonesafe® RFID Das neue ZoneSafe-System mit Hochfrequenz-Identifizierung (RFID) ist eine Kombination aus verschiedenen Elementen wie Fußgänger- und Asset-Tags zum Schutz der Mitarbeiter und zur Warnung der Fahrer beim Betreten eines Sperrbereichs. +49 (0) 4321 9655610 brigade-elektronik.de F&H 185 x 90 Zoesafe.indd 1 25/10/2021 11:31 www.foerdern-und-heben.de f+h 2021/11 35

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