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f+h fördern und heben 11/2021

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f+h fördern und heben 11/2021

AUTOMATISIERUNG

AUTOMATISIERUNG KONSEQUENT ZU ENDE GEDACHT Acht Unternehmen entwickeln in drei Jahren eine neue Intralogistiksystemlösung. Liest sich schon einmal spannend. Wenn dann in der Einladung zur Präsentation der Weltpremiere die Formulierung „Die Zukunft der Intralogistik“ verwendet wird, ist die Aufmerksamkeit der Redaktion f+h vollends geweckt. Also rasch auf den Weg nach Fichtenau gemacht. Ob sich der Trip ins Schwäbische gelohnt hat? Lesen Sie selbst! Der Fachkräftemangel wirkt sich immer dramatischer auf die Geschäftstätigkeiten der Unternehmen aus. Die Automatisierung intralogistischer Prozesse kann dabei helfen, handlungsfähig zu bleiben. Antworten auf die mit entsprechenden Projekten verbundenen Herausforderungen zu finden, ist der Antrieb der Ecosphere Automation GmbH, Fichtenau. Das von Danny Denk im Jahr 2018 gegründete Unternehmen entwickelt unter seiner Führung Automatisierungslösungen für Produktion und Logistik. Im Rahmen der Bearbeitung eines derartigen Projekts lernte der Ecosphere-CEO Alexander N. Andersen von Effimat kennen. Gemeinsam mit dem Regional Manager Europe des Anbieters von u. a. Umlaufregalanlagen reifte die Idee zur Problemlösung Einheiten von Universal Robots (UR) einzusetzen. Gesagt, getan. Da man sich aber nicht mit halben Sachen zufriedengeben, sondern die Automatisierung der Intralogistik konsequent zu Ende denken wollte, sollten in einem weiteren Schritt Roboter von UR mit einem Effimat-Umlaufregalsystem zusammenarbeiten. Denk: „Diese Überlegungen aber in die 6 f+h 2021/11 www.foerdern-und-heben.de

PERSPEKTIVEN WINFRIED BAUER, CHEFREDAKTEUR F+H Die Projektpartner haben eine Systemlösung zur Serienreife gebracht, die sich durch mehr ››als die Summe der Einzelteile auszeichnet Realität umzusetzen, ist alles andere als trivial.“ In dem Zusammenhang habe es sich als glückliche Fügung erwiesen, dass Christian Fenk, ehemals bei Universal Robots A/S aktiv, mittlerweile bei der Robominds GmbH als CSO angeheuert hatte. Denn das Münchener Start-up beschäftigt sich mit Roboter-Lösungen auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) und Bildverarbeitung. Aus Sicht von Fenk „zentrale Bausteine, um die Voraussetzungen zu schaffen, damit Roboter in der Lage sind, unterschiedliche Produkte kommissionieren zu können.“ Und genau darauf haben die Partner im Projekt „Sina – Smart kitting solution for Intralogistics Automation“ zurückgegriffen. Hinzu kamen Produkte und Lösungen aus weiteren Technologiefeldern. LIMITIERENDE FAKTOREN FÜR ROBOTEREINSATZ ELIMINIERT Als zentrales Element der Entwicklung fungiert ein Vertikalumlaufregal aus dem Hause Effimat. Bei der in Fichtenau installierten Anlage bietet das Lager (Grundfläche: 24 m2, Höhe: 9 m) eine Kapazität von 250 Behältern. Die maximale Zuladung pro Behälter beläuft sich auf 25 kg. In dem Zusammenhang ist es Denk wichtig auf die Flexibilität und Modularität der Entwicklung hinzuweisen. „Andere Behältergrößen sind ebenso wie Tablare und eine betreiberspezifische Anzahl an Umlaufregalen möglich.“ Vor der Entnahmeöffnung des Umlaufregals sind zwei UR10e-Roboter für das Behälter-Picking installiert. Als Hände der Roboter fungieren „Mini Cobot Gripper“ WIR MACHEN IHRE MASCHINE SICHER Sicherheitslösungen für die Intralogistik ■ Sicherheitskomponenten und -systeme für Lagerhaltung und Materialfluss ■ Breites Produktangebot für Flurförderzeuge ■ Safety-Lösungen für Predictive Maintenance und Industrie 4.0 ■ Umfassendes Beratungs- und Dienstleistungsprogramm www.schmersal.com 01 Der MX-Saugnapf am „Mini Cobot Gripper“ kann Produkte jedweder Art, Geometrie und Oberflächenbeschaffenheit „verarbeiten“

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