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f+h fördern und heben 11/2022

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f+h fördern und heben 11/2022

STILL BEGEGNET WANDEL IN

STILL BEGEGNET WANDEL IN INTRALOGISTIK MIT BREIT GEFÄCHERTEM MASSNAHMENPAKET HERAUSFORDERUNGEN SIND AUCH CHANCEN HERAUSFORDERUNGEN E-Commerce Individualisierung Konnektivität Urbanisierung HANDLUNGSFELDER Automatisierung Energie Produkte Services Zirkulation Die Intralogistik steht vor großen Herausforderungen. Auslöser hierfür sind sich wandelnde Märkte und Kundenbedürfnisse. Die Still GmbH aus Hamburg versteht die Herausforderungen auch als Chancen. Um diese zu ergreifen, arbeitet das Unternehmen an einer neuen Markenausrichtung, plant das Produktportfolio zu erweitern und legt den Fokus auf passgenaue Lösungen. Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch immer erforderlich oder anders ausgedrückt: „Weniger kann auch mehr sein.“ Diese Formulierung wählte Frank Müller, Senior Vice President Brand Management bei Still, während der diesjährigen Pressekonferenz. Damit spielt er auf den jahrelangen Wettlauf vieler Hersteller um die höchste Ingenieursleistung und das fortschrittlichste Equipment an. „Auf die Herausforderungen unserer Zeit gibt es eben nicht nur diese eine Antwort: Neben individuellen Fahrzeuglösungen für anspruchsvolle Aufgaben – skalierbar und variierbar – werden zunehmend weniger komplexe, smarte Fahrzeuglösungen für einfache Einsatzzwecke gesucht“, ist Müller überzeugt. „Das kann durchaus der Stapler ohne das volle Paket an Ausstattungsvarianten sein. Ein Einstiegsgerät – fertig konfektioniert und schnell verfügbar.“ Wichtig seien dabei aber: keine Abstriche bei Qualität, Sicherheit oder Service. FOKUS AUF ZWEI PRODUKTLINIEN Vor diesem Hintergrund soll es in Zukunft zwei Produktlinien geben, die exakt auf die individuellen Anforderungen des jeweiligen Betreibers zugeschnitten sind: die „Xcellence Line“ und die „Classic Line“. Die Xcellence Line bietet Technik für anspruchsvolle Einsätze, hochgradig variierbar und individualisierbar. Herzstück dieser Linie wird die zukünftige RXE-Serie sein: die nächste Generation der Still-Elektro-Gabelstapler. Sie wird die bestehende RX- Reihe nach und nach in allen Gewichtsklassen ablösen. In Sachen Energieeffizienz lässt sich der neue RXE 10-16C so fahren, dass der Energieverbrauch gemäß DIN EN 16796 Zyklus um bis zu 17 Prozent niedriger ist als beim Vorgänger RX 50; trotz höherer Fahrzeugmasse. Darüber hinaus sehen die Planungen eine Ausweitung des Programms an Lagertechnikprodukten vor. Die Classic Line hingegen bietet Einstiegslösungen mit Fokus auf die Kernfunktionen: standardisiert, schnell verfügbar und zu attraktiven Preisen. Mit der Classic Line möchte das Unternehmen Zielgruppen und Märkte bedienen, die bisher eher stiefmütterlich behandelt wurden. Müller nennt im Gespräch mit der Redaktion als Beispiel den Getränkehändler um die Ecke. Schon jetzt sind Lagertechnikprodukte und verbrennungsmotorische Gabelstapler mit einem C im Kürzel verfügbar. Diese Produktreihe soll sukzessive zu einem vollständigen Geräteportfolio ausgebaut werden. MIT AUTOMATISIERUNG GEGEN DEN FACHKRÄFTEMANGEL Neben dem Wunsch nach einfacheren Produkten und mehr Lagertechnik registriert Still einen wachsenden Bedarf an schnell realisierbaren und skalierbaren Automatisierungslösungen. Befeuert wird diese Entwicklung vom Fachkräftemangel, der die 10 f+h 2022/11 www.foerdern-und-heben.de

PERSPEKTIVEN Intralogistik zuweilen noch stärker trifft als andere Industrien. Smarte Automatisierungslösungen sollen dabei helfen, diese Lücken zu schließen. Die Herausforderung dabei: Die vorhandene Lagerstruktur ist vielfach für eine nachträgliche Automatisierung nicht geeignet. Still will hier mit intelligenten Brown-Field-Lösungen Abhilfe schaffen: selbstlernende Flurförderzeuge, die auch mit ungünstigen Verhältnissen zurechtkommen, und eine smarte Trennung von Horizontal- und Vertikaltransporten mit Fahrerlosen Transportfahrzeugen, die für den Mischbetrieb geeignet sind. UMFASSENDES PORTFOLIO AN ANTRIEBSTECHNIKEN Ein weiteres wichtiges Handlungsfeld sieht das Unternehmen in den Antriebstechniken. Zug um Zug haben sich im vergangenen Jahrzehnt bei Gabelstaplern in vielen Gewichtsklassen elektrische Lösungen durchgesetzt, zumal diese in der Leistungsfähigkeit mit vergleichbaren V-Staplern gleichgezogen oder diese überholt haben. Beim elektrischen Antrieb setzt Still auch künftig auf mehrere Standbeine: Zum einen soll die Lithium-Ionen-Technologie weiter vorangetrieben werden, unter anderem mit den bereits verfügbaren On-Board-Ladegeräten, durch die die Flurförderzeuge ohne Batteriewechsel auskommen. Daneben wird die Blei-Säure- Technik weiterhin ihren Platz behalten. Die aktuelle Entwicklung bei den fossilen Brennstoffen hat dem Wechsel zu elektrisch angetriebenen Flotten nochmals einen Schub gegeben. Mehr E-Stapler führen aber auch zu mehr Ladevorgängen. Da mit der Lithium-Ionen-Technik vermehrt WINFRIED BAUER, CHEFREDAKTEUR F+H Mit welcher Energie das Management von Still die sich durch den Wandel in der Intralogistik bietenden Handlungsfelder ››angeht, ist beeindruckend Ladevorgänge zeitgleich stattfinden, meistens zum Schichtwechsel oder nach Arbeitsende, drohen in den Betrieben teure Leistungs-Peaks. Hier möchte Still mit einem intelligenten Energiemanagement gegensteuern: Neue, intelligente Ladegeräte sollen dabei helfen, Ladevorgänge besser zu steuern und somit Peaks zu reduzieren. EIGENE BRENNSTOFFZELLEN-PRODUKTION GEPLANT Das dritte Standbein in Sachen Energie ist die Brennstoffzellen- Technologie. Nach fast 20-jähriger Erfahrung im Rahmen von unterschiedlichen Brennstoffzellen-Projekten will der Hersteller im Perfekte Verarbeitung Über 1.000 Transportlösungen Vielfalt und Funktionalität Weitere Infos unter www.fetra.de