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f+h fördern und heben 12/2020

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f+h fördern und heben 12/2020

PERSPEKTIVEN

PERSPEKTIVEN Prozesslösungen & Fachfirmen Automatisierungsbedarf Technologien & Produkte B2B-INTERNETPORTAL MACHT GESCHÄFTS- ENTWICKLUNG VON KMUS ZUKUNFTSFÄHIG Einer der großen Treiber für Veränderungen in der Industrie ist die Digitalisierung. Für Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus wirkt sich die Digitalisierung häufig auf das Angebotsportfolio aus, grundsätzlich macht sie aber kontinuierlichen Wandel der Geschäftsmodelle notwendig. Mit dem Ziel, vor allem kleine und mittlere Unternehmen auf zukünftige, sich wandelnde, „digitalisierte“ Marktstrukturen vorzubereiten, hat das Start-up Andugo eine globale Plattform für effektive Industriekollaboration entwickelt. Die Wirtschaft in Deutschland ist traditionell mittelständisch geprägt. Zahlreiche solcher Unternehmen sind Weltmarktführer in ihrer Nische. Durch sie und auch durch die entsprechenden Global Player wurde das „Made in Germany“ als internationales Gütezeichen weltweit bekannt. Megatrends beeinflussen und prägen derzeit mehr denn je die globalen Volkswirtschaften und damit auch die etablierte, deutsche Industrie. Zu diesen relevanten Megatrends zählen die Globalisierung und die Digitalisierung. Vor allem letztere führt vielfach zu einem radikalen technologischen Wandel, schafft neue Marktsegmente und wälzt brancheninterne Spielregeln radikal um. Neben der physischen Vernetzung der Märkte über internationale Lieferketten, beschleunigt auch die digitale Vernetzung der Maschinen, Systeme und ganzer Unternehmen den Trend der zunehmenden Globalisierung. Dies verschärft die Wettbewerbssituation zusätzlich und unterstreicht die Relevanz der Themenfelder Industrie 4.0 und des Internets der Dinge im Allgemeinen. Nur über eine effektive Mitgestaltung der einhergehenden, digitalen Geschäftsmodelle kann der technologische Vorsprung längerfristig gesichert werden. Andernfalls droht die zunehmende Abhängigkeit von in- 12 f+h 2020/12 www.foerdern-und-heben.de

PERSPEKTIVEN ternationalen Konzernen, die die Rahmenbedingungen zum Einsatz, Ausbau und zum Nutzen dieser Technologien diktieren. WIE SOLLTEN KMUS DIESEN HERAUSFORDERUNGEN BEGEGNEN? Unternehmen sollten den derzeitigen Umbruch, trotz aller Komplexität und Unsicherheit, für massive strukturelle Veränderungen nutzen. Zukunftsfähig bleibt nur, wer in der Lage ist, sich stetig zu wandeln, sich den sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen, möglichst vorausschauend Bedürfnisse zu erkennen, Trends zu schaffen und aktiv mitzugestalten. Die Unternehmen müssen hierbei eine angemessene Balance zwischen Kostenniveau und Krisen-Resilienz finden. Vor allem entgegen der wachsenden Komplexität internationaler Lieferketten ist es für regionale Unternehmen essentiell, ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zu bewahren. Kurzum: Lokale Produktionsstandorte müssen international wettbewerbsfähig betrieben werden können. Folglich ist es vor allem in Hochlohnländern notwendig, verstärkt Automatisierungstechnik einzusetzen, um kostengünstig und gleichbleibend hochwertig zu produzieren. Anderenfalls wird die Wettbewerbsfähigkeit unter dem zunehmenden, globalen Angebot leiden, Marktanteile gehen verloren und die jeweilige Existenz ist gefährdet. Produktionsautomatisierung und entsprechende Investitionsbedarfe sind vielfach schwierig zu fassen und die Corona-Virus- Pandemie sowie internationale Handelskonflikte aber auch der Brexit erschweren zusätzlich die wirtschaftliche Lage. Zudem stehen Unternehmen ohne entsprechende Produktionskenntnisse oder passende Zulieferernetzwerke vor einer großen Herausforderung, das beste firmeneigene Potenzial bei optimalem Kosten-Nutzen-Verhältnis zu heben. Das B2B-Internetportal www.go2automation.de adressiert die Bedarfe des Maschinen- und Anlagenbaus für den zielgerichteten Auf- und Ausbau lokaler Produktionsautomatisierung. Diese Plattform bietet den ganzjährigen, digitalen Zugang zu State-of-the-Art- Lösungen der Produktionstechnik – vergleichbar mit einer virtuellen Messe. Im Gegensatz zu den etablierten Messekonzepten, ist die Registrierung auf go2automation sowohl für Aussteller als auch Besucher jedoch grundsätzlich kostenfrei. Präsentiert werden Lösungsbeispiele konkreter, erfolgreicher Produktionsautomatisierung. Stets im Interesse der veröffentlichenden Fachfirmen, wird der Zugang jedoch beitragsspezifisch festgelegt. Auf diese Weise lassen sich Expertise, Prozesslösungen und innovative Ansätze vertrieblich und kundenrelevant nutzen, ohne Wettbewerbsvorteile zu verlieren. Durch die Referenzen von Auftraggebern und Komponentenherstellern ergibt sich eine validierte Wissensdatenbank über bereits implementierte Produktionssysteme. Eines der wichtigsten Ziele ist es, Projektanforderungen produzierender Unternehmen schnell und anforderungsgerecht zu erfüllen, indem etablierte Systemlösungen effizient und industriespezifisch vermittelt werden. Der gezielte Einsatz von Algorithmen beschleunigt dabei den Zugang zu den notwendigen Fachfirmen. Die Projekt- und Betriebsrisiken sowie die variablen Kosten für Produzenten beim Einstieg und Ausbau ihrer Produktionsoptimierung lassen sich signifikant reduzieren. Ähnlich zu Linkedin, werden die verschiedenen Marktteilnehmer des Maschinen- und Anlagenbaus vernetzt, die gemeinsam ganzheitliche, fundierte und anforderungsgerechte Automatisierungslösungen für Produktionsanlagen liefern. Online entsteht ein Mithilfe der modularisierten Systemlösung von Universal Robots lassen sich Handhabungsaufgaben im Umfeld der Produktion automatisieren effektiver Dialog zwischen Industrieexperten, eine digitale Zusammenarbeit für marktrelevante Innovationen und der beschriebene, intuitive Zugang zu den idealen Fachfirmen und deren Systemlösungen. Neben der drastischen Reduktion der Rechercheaufwände für produzierende Unternehmen, steigt zudem die vertriebliche Sichtbarkeit der zahlreichen versierten Automatisierungsexperten um ein Vielfaches. Ergänzend werden anforderungsgerechte Produkt-, Technologie- und Systementwicklungen zwischen Automatisierungsspezialisten und Komponentenherstellern initiiert – stets im Sinne der Marktteilnehmer und anhand der konkreten Marktnachfrage. KONZEPT ZUR SICHERUNG DER NACHHALTIGEN WETTBEWERBSFÄHIGKEIT Fachfirmen, vor allem im Maschinen- und Anlagenbau bieten ihren Auftraggebern Systemlösungen, die deren Produktionsprozesse bestmöglich lösen und optimieren. Somit sind viele Produktionszellen und -anlagen Sonderlösungen für das individuelle Kundenbedürfnis. Durch das Vermitteln von gleichartigen Auftragsanforderungen an Anbieter, die sich auf entsprechende Prozesskriterien spezialisieren, bietet sich die Möglichkeit für eine zunehmende Systemmodularisierung. Lösungsbausteine lassen sich innerhalb von verschiedenen, aber vergleichbaren Projektaufträgen wiederverwenden. Die resultierenden Mehrwerte für Anbieter und Auftragnehmer manifestieren sich in geringeren variablen Kosten und reduzierten Projekt- sowie Betriebsrisiken. Es ist genau diese Modularisierung der Sonderlösungen, die ein notweniger Baustein zur Nutzung von digitalen Geschäftsmodellen ist. Denn nur jene Services, die sich schnell und passgenau über verschiedene Systemgrenzen hinweg integrieren lassen, werden den Anforderungen der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen gerecht. Das B2B-Internetportal go2automation.de bietet die funktionalen Bausteine, damit sich kleine und mittlere Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau im Rahmen dieser Megatrends kontinuierlich weiterentwickeln können. Grafik/Foto: Andugo/Universal Robots Autor: Dirk Engelbrecht ist Geschäftsführender Gesellschafter der Andugo GmbH, München www.go2automation.de www.foerdern-und-heben.de f+h 2020/12 13

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