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f+h fördern und heben 3/2018

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f+h fördern und heben 3/2018

PERSPEKTIVEN NEUE

PERSPEKTIVEN NEUE AUFGABENVERTEILUNG Auf den verschiedenen Führungsebenen machen sich die neuen Aufgabenverteilungen besonders bemerkbar – bringen aber üblicherweise Probleme mit sich. Dadurch, dass die Entscheidungsgewalt nun bei den Mitarbeitern liegt, die in die Entwicklung eingebunden sind, entsteht auf Seiten des Managements an vielen Stellen eine Art „Vakuum“: Bisher wichtige Funktionen und Aufgaben sind plötzlich nicht mehr gefragt. Vor allem der psychologische Effekt dieses Wandels auf die Betroffenen sollte ernst genommen werden. Erfahrungsgemäß macht sich bei Managern der alten Schule im agilen Umfeld ein gefühlter Kontrollverlust bemerkbar, der vor allem Personen des mittleren Managements zu schaffen macht. Sie hatten immer den Überblick über alle zusammenlaufenden Projekte und Daten, haben diese Informationen kanalisiert und von ihrem Wissensvorsprung „gelebt“. Doch nun geht ihnen die Arbeit aus: Sie müssen keine Statusreports mehr schreiben, denn die Teams berichten selbstständig über ihre Fortschritte; Technologieentscheidungen liegen nicht mehr in ihrer Hand, sondern werden zukünftig von den Teams selber getroffen. Hier gilt es, neue Wege zu finden, um die wertvollen Erfahrungen des mittleren Managements wertestiftend in die Mannschaft zu bringen, ohne sie zu bevormunden. Das mittlere Management braucht neue Aufgaben. AGILITÄT ALS LEITPRINZIP Diese und weitere komplexe Problemstellungen lassen erkennen, dass agile Transformation für KEP-Dienstleister aus sich selbst heraus nur schwer zu schaffen ist. Hier können externe Berater nötig sein, vor allem aber auch eine kritische Masse an interessierten und engagierten Mitarbeitern, die das Vorhaben mittragen. Agilität beginnt nämlich in den Köpfen der Beteiligten. Daher muss man sich im Unternehmen klare Ziele setzen. Neben der Frage „Wo wollen wir hin?“ ist es wichtig, festzulegen, wie sich der Erfolg, also das Erreichen der Ziele, messen lässt. Auch über die Beweggründe für eine agile Transformation sollte man sich intensiv Gedanken machen und diese idealerweise „challengen lassen“, also einen erfahrenen Außenstehenden hinzuziehen, der sie hinterfragt. Dessen Aufgabe ist es, alle Details abzuklopfen, eventuelle Stolpersteine zu finden, eigene Erfahrungen einzubringen und Grenzen abzustecken. Dies übernehmen Beratungsunternehmen, die als Sparringspartner mit in die Firmen gehen – und in die Diskussion. Mit unabhängigem Blick betrachten sie Zusammenhänge wie auch Abhängigkeiten und bieten Anleitung und Steuerung für diesen Wandel an. AGILITÄT, KEIN SELBSTLÄUFER n Die agile Transformation lässt sich als eine Art Untermenge der digitalen Transformation betrachten und fokussiert vor allem auf die IT sowie die Produktentwicklung n Agile Methoden können nur in einem Umfeld des ganzheitlichen Denkens und Betrachtens greifen n Herausforderungen liegen nicht nur auf der prozessualen Ebene. Agilität basiert auf Werten. Bereiche wie Selbstverantwortung und Führung müssen daher auch in den Wandel mit einfließen Die Einführung agiler Methoden beginnt i. d. R. mit neuen und effizienteren Methoden innerhalb der IT. Dabei ist das Erlernen der agilen Prinzipien und der Mechaniken von Vorgehensmodellen z. B. Scrum relativ einfach und schnell zu bewerkstelligen. Kleinere IT-Teams können mithilfe erfahrener Trainer innerhalb eines Monats beginnen, ihre Software iterativ zu entwickeln. Was deutlich länger dauert, ist die Behebung der „Impediments“, also der Probleme, die den IT-Teams im Wege stehen, um effizient und kundenorientiert in schnellen Zyklen Produktinkremente zu liefern. Dies können Themen sein, wie die Build- und Deployment-Kette, die Bürosituation, aber auch die schrittweise Überarbeitung der existierenden Software-Architektur hin zu kleineren, klar definierten und ansprechbaren Komponenten. Ist dies erledigt, wird die ganzheitliche Betrachtung der Produktentwicklung wichtig, damit die neu gewonnene Effizienz der IT auch genutzt wird. Die agile IT ist dabei essentieller Teil des Gesamtprozesses, braucht aber ein neues Produktmanagement an ihrer Seite. Auch hier lässt sich die „Mechanik“ schnell erlernen, aber um zukünftig auf Augenhöhe und gemeinsam mit der IT kundenfokussiert Produkte zu entwickeln, braucht es Zeit und die Chance, auch aus Fehlern lernen zu können. Um mit den schnellen Innovationszyklen im Markt mithalten zu können, bedarf es zusätzlich einer flexiblen Organisation, in der das althergebrachte „Silo-Denken“ keinen Platz hat. Und eine kürzere Time to Market wird dem Unternehmen nichts nutzen, wenn die Ideen dahinter schon zu lange herumgelegen haben und bereits veraltet sind. Das bedeutet, dass das volle Potenzial nur zu heben ist, wenn entlang der ganzen Prozesskette agile Prinzipien Einzug halten. Doch die Herausforderungen liegen nicht nur auf der prozessualen Ebene. Agilität basiert auf Werten. Aus diesen Gründen müssen auch Bereiche wie Selbstverantwortung und Führung in den Wandel mit einfließen. Wird im Unternehmen kein Innovationsklima geschaffen, ist die Veränderung einseitig und das Potenzial des Unternehmens bleibt zu Teilen ungenutzt. Die Ausrichtung des kompletten Unternehmens auf die agilen Prinzipien ist daher keine mögliche Option, sondern die Grundbedingung dafür, dass die agile Transformation auch langfristig die gewünschten Erfolge bringt. Hilfestellung bei dieser komplexen Aufgabe können darauf spezialisierte Beratungsunternehmen bieten. Diese berücksichtigen von Beginn des Projekts an die enge Verzahnung der Business und der Technologieseite bei der Planung, Strukturierung und Organisation. In Abgrenzung zu den klassischen Managementberatungen findet dabei die Beratung mit direktem Bezug zur und Kompetenz in der IT statt. Literaturhinweise: [1] Hema: Praxistage bei Hema: Revolution auf Schwäbisch [2] Boris Gloger: CaseStudy – ImmobilienScout24: Scrum funktioniert dort, wo es von allen gelebt wird Autor: Dr. Oliver Zeiler, Senior Manager for IT-Transformation Darcblue AG Fotos: Darcblue www.darcblue.com AUF EINEN BLICK 54 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de

MARKTPLATZ FÜR EIN SICHERES HANDLING VON TRANSPORTWAGEN Basis für die neue Hubtisch-Baureihe „FMA“ der Flexlift Hubgeräte GmbH sind die schmalen Flachformhubtische der Baureihe „FM“. Jedoch verfügen die neuentwickelten Tische über zusätzliche „Kufen“ an beiden Längsseiten, auf welche der Transportwagen bei abgesenktem Hubtisch gefahren wird. Das ist problemlos möglich, weil hierbei lediglich auf die 4–5 mm Blechstärke der Kufen aufgefahren werden muss. In beiden Kufen befindet sich eine Aussparung, passend für zwei der Räder des Wagens. Sobald die Räder in diese Aussparung fahren, hat der Wagen seine richtige Position erreicht. Wird der Hubtisch nun hochgefahren, tauchen die Räder etwas in die Aussparungen ein, wodurch der Wagen automatisch gegen ein Abrollen gesichert ist. Die umlaufende Fußschutzleiste ist in den Bereich der Kufen verlängert, sodass keine Klemmgefahren für Personen beim Absenken des Tisches bestehen. Weil die Flachhubtische von Flexlift hinsichtlich Längen, Breiten und Tragfähigkeiten zahlreiche Varianten zulassen, ist fast immer eine Kunden- bzw. Transportwagen-spezifische Lösung realisierbar. www.flexlift.de INDUSTRIEKRAN- TRAINING Das neue Demag-Trainingsprogramm bietet ein breites Angebot an Seminaren und Schulungen für Anwender und Betreiber von Industriekranen sowie für die Instandhaltung. Zum Programm gehören die Kranführerausbildung und-unterweisung sowie produktbezogene Seminareinheiten u. a. zu Ketten- und Seilzügen sowie zu Handhabungsgeräten und Lastmesseinrichtungen. Neu sind z. B. Schulungen für elektrotechnisch unterwiesene Personen und ein Seminar zum Thema „Sicheres Arbeiten mit Krananlagen – die Verantwortung des Kranbetreibers“. Darüber hinaus werden auch individuelle Schulungen angeboten. Die Trainings finden im Demag-Trainingscenter in Wetter/Ruhr statt, das Schulungsräume und Trainingsmodelle der Hebetechnik bietet. Es besteht die Möglichkeit Schulungen und Trainings auch beim Anwender durchzuführen. Das Trainingsprogramm 2018 steht als Broschüre in Printversion sowie zum Download unter www.demagcranes.de zur Verfügung. Die einzelnen Trainings sind im Demag Onlineshop buchbar – unter www.demagshop.com. www.demagcranes.de Immer dann, wenn es zu niedrig wird. Besuchen Sie uns auf der LogiMAT 2018 Halle 7, Stand D51 13.–15. März 2018 Extrem heiß, extrem eisig. Extrem nass, extrem salzig. Extrem staubig, extrem eng. Zu niedrig?Wenn es knifflig wird und die Anforderungen außergewöhnlich erscheinen, entwickeln die Ingenieure und Techniker von STAHL CraneSystems die passende Lösung für extreme Herausforderungen. Die Grundlage dafür sind langjährige Erfahrung, Know-how, hohe Fertigungstiefe und lückenloses Qualitätsmanagement.

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