Aufrufe
vor 4 Jahren

f+h fördern und heben 3/2018

  • Text
  • Fuh
  • Heben
  • Foerdern
f+h fördern und heben 3/2018

PERSPEKTIVEN 02 Mit

PERSPEKTIVEN 02 Mit RFID-Technologie können ganze Paletten lückenlos und in Echtzeit über einen Transponder verfolgt werden 03 3D-Volumenmessgeräte wie der Autocube ermitteln die exakten Abmessungen eines Pakets oder einer Verpackung 02 03 Die dezentrale Architektur von Cloud Computing ermöglicht den Fernzugriff von überall auf die abgelegten Daten und vereinfacht u. a. die Zusammenarbeit von räumlich weit entfernten Teams. Anbieter wie Honeywell Movilizer ermöglichen es Unternehmen, unterschiedliche ERP-Systeme mit unterschiedlichen Anwendungsfällen auf unterschiedlichen Hardwareplattformen zu verbinden, sodass mobile Arbeitskräfte auf Informationen in Echtzeit zugreifen können, die früher typischerweise in Datensilos verschlossen waren. Optimierungspotenziale für eine beschleunigte Abwicklung von Kundenaufträgen bietet aber nicht nur das Distributionszentrum selbst, sondern vor allem auch die Art und Weise, wie Mitarbeiter technisch ausgestattet sind. WEARABLES SCHON JETZT IM EINSATZ Wer heute seine Mitarbeiter für die veränderten Anforderungen des E-Commerce-Geschäfts bestmöglich ausstatten möchte, setzt auf mobile, tragbare Technologien (Wearables) wie Voice-Lösungen oder Ring-Scanner. Kombiniert mit Sprachtechnologie schaffen Geräte wie der Ring-Scanner eine vollständig freihändige Arbeitsumgebung, die nicht nur den Komfort und die Ausdauer der Arbeiter erhöhen, sondern auch zu mehr Produktivität, Genauigkeit und Effizienz führen. Diese Kombination aus Voice- und Scan-Lösung nutzen z. B. Logistikdienstleister bei der Kommissionierung von Lebensmitteln: Ein Mitarbeiter scannt zunächst die Behälter per Ring-Scanner ein, in die der jeweilige Auftrag gepickt werden soll. Über ein Headset bekommt der Mitarbeiter dann konkrete Anweisungen, aus welchem Fach die Ware zu entnehmen ist. Die Ware, z. B. tiefgefrorenes Fleisch, ist ebenfalls mit einem Barcode ausgezeichnet, damit die Produkte über die komplette Lieferkette hinweg rückverfolgt werden können. Dieser Barcode wird ebenfalls über den Ring-Scanner elektronisch erfasst. Wird zusätzlich zum akustischen Signal eine visuelle Anzeige beim Scanvorgang benötigt, kann der Kommissionierer einen mobilen Computer mit Displayanzeige am Handgelenk oder an der Hüfte tragen. Neben der Effizienz- und Qualitätssteigerung sind es vor allem die verbesserte Bewegungsfreiheit aufgrund der Bluetooth-Technologie und die flexible Anpassbarkeit, die für den Einsatz dieser Technik sprechen. AUF DEM WEG ZUM VERNETZTEN MITARBEITER Die Digitalisierung verändert dabei nicht nur die technischen Möglichkeiten der Arbeitswelt, sondern ermöglicht auch neue Chancen zum Schutz des Personals. Indem verschiedene Geräte, die der Mitarbeiter trägt, über Sensoren intelligent vernetzt werden – etwa die persönliche Schutzausrüstung, Abgasüberwachungsgeräte und Geräte zur Messung und Überwachung der Pulsfrequenz, Körperhaltung, des Gehörsinns und der Bewegung – werden wertvolle Daten gesammelt und können auf einem Dashboard veranschaulicht werden. Somit erhält der Sicherheitsbeauftragte Informationen über das Wohlbefinden eines Mitarbeiters in Echtzeit und kann in Notsituationen schnell Such- und Rettungsmaßnahmen einleiten. Mitarbeiter in rauen Umgebungen – etwa im Tiefkühllager – können z. B. mit entsprechend ausgestatteter Bekleidung und einem Tracker, der Gesundheitsdaten und den jeweiligen Standort übermittelt, unter solchen extremen Temperaturbedingungen aufgrund der Vernetzung effizienter geschützt werden. Ähnliches gilt für Personen, die in Hochregallagern isoliert arbeiten. Das Zusammenspiel von Hardware, Software und Sensoren schafft die technologischen Voraussetzungen für den vernetzten Mitarbeiter der Zukunft, der besser geschützt ist und dadurch seine Aufgaben produktiver erfüllen kann. Mobile intelligente Endgeräte wie Wearables, die mit dem Internet verbunden sind und die erfassten Daten in die Cloud laden, ermöglichen es Arbeitskräften, ortsungebunden auf diese Daten zuzugreifen und sich untereinander zu vernetzen. FAZIT Betreiber von Distributionszentren erkennen und nutzen die Potenziale der digitalen Transformation für sich. Bestehende Geschäftsmodelle werden im Zuge dessen auf den Prüfstand gestellt, um mithilfe von intelligenten Technologien Prozesse zu automatisieren und damit Mitarbeiter effizienter einzusetzen. Die nächsten Wellen der digitalen Transformation stehen der Branche mit dem Einsatz von Drohnen und künstlicher Intelligenz aber erst noch bevor. Fotos: Honeywell www.honeywell.com 62 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de

RETOURENMANAGEMENT UND KOMMISSIONIERUNG IM E-COMMERCE MIT DEM FAHRERLOSEN TRANSPORTSYSTEM LEO LOCATIVE Das Retourenaufkommen im E-Commerce ist hoch und je mehr über das Internet bestellt wird, desto größer wird auch die Anzahl der zu bewältigenden Retouren. Hier ist zeit- und kosteneffektives Retourenmanagement gefragt, denn damit steht und fällt die Rentabilität des Online- Händlers. Die zurückgesandte Ware muss so schnell wie möglich wieder im Lager für die nächste Bestellung verfügbar sein. Der fahrerlose Behältertransporter LEO Locative spart Wegzeiten und erleichtert die Abwicklung von Retouren. Auch bei der mehrstufigen Kommissionierung im E-Commerce-Lager und bei Touren innerhalb von Mehrgeschossanlagen kann das Fahrerlose Transportsystem Wege abnehmen – und somit Zeit und Kosten sparen. Weitere Informationen haben wir für Sie auf unserer Website zusammengestellt. Des Weiteren können Sie sich auf der bevorstehenden Logimat in Halle 6, Stand C33 über das System informieren. www.foerdern-und-heben.de/bito4

AUSGABE