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f+h fördern und heben 5/2021

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f+h fördern und heben 5/2021

PERSPEKTIVEN 01 Eine

PERSPEKTIVEN 01 Eine Aufnahme der Überwachungskamera „Panomera W8“: Vereinigung von 360°-Rundumblick (o.) und Detailansichten (u.), um unterschiedliche Prozesse nachzuverfolgen 02 Videobasierte Systeme zur Volumenberechnung sind flexibel. Sie vermessen Packstücke und unterschiedliche Verpackungsmaterialien mit hoher Präzision Management, Schadensmanagement und Beweissicherung bei Unfällen. Wie auch im Innenbereich ist hier die detailgenaue Nachvollziehbarkeit von Vorgängen und die Gerichtsverwertbarkeit der Bilder ebenfalls von größter Wichtigkeit. Kamerasysteme, die es ermöglichen, ein möglichst großes Areal abzudecken, ohne dass sie die nötige Mindestauflösungsdichte unterschreiten, sind hier klar im Vorteil. Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, auch beim Yard Management möglichst große Zusammenhänge lückenlos zu erfassen, was mit zunehmender Anzahl von Überwachungskameras und Bildschirmen schwierig wird. WENIGER FALSCHALARME – MEHR SICHERHEIT Im Außenbereich ist die hohe Anzahl von Falschalarmen beim Perimeterschutz ein ebenfalls häufig anzutreffendes Problem. Moderne Videosysteme arbeiten hier inzwischen mit KI-unterstützter Objektklassifizierung und geben nur noch die relevanten Vorfälle als Alarme weiter – z. B., wenn sie mit einer definierten Wahrscheinlichkeit einen menschlichen Eindringling oder ein Fahrzeug erkennen. Dies entlastet sowohl das Wachpersonal bei der Echtzeit-Videoüberwachung als auch Notruf- und Serviceleitstellen, die sich bei einem nachts ausgelösten Alarm auf die Überwachungskameras in Zustellbasen aufschalten und weitere Maßnahmen ergreifen können. Gleichzeitig erhöht sich die objektive Sicherheit durch eine verbesserte Aufmerksamkeit: Wenn es Alarm gibt, ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit relevant. VIDEOANALYSE IST NICHT GLEICH VIDEOANALYSE Das Anwendungsgebiet am Perimeter ist nur ein Beispiel für das sich rasant entwickelnde Feld der KI-basierten Videoanalytik. Hier entstehen in schneller Folge neue Lösungen – von Personenzählung über Objektklassifizierung verschiedenster Art bis hin zum Erkennen von Gefahrenmomenten. Einen Aufschwung erhält das Thema aktuell durch pandemiebedingte Hygienekonzepte, wenn Videoinformationssysteme z. B. überprüfen sollen, ob Personen beim Betreten eines Areals eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt tragen oder ob die maximale Personenanzahl in einem bestimmen Bereich überschritten wird. Unabhängig von der Anwendung unterschätzen Entscheider jedoch häufig, was die Grundvoraussetzung für eine gute Videoanalyse ist, nämlich eine gute Datenqualität. Diese ist in der Videoinformationstechnik gleichzusetzen mit der Bildqualität. Genauso wichtig ist die Güte der eingesetzten KI bzw. der neuronalen Netzwerke wie auch der zugrundeliegende Datensatz, mit dem sie angelernt wurden. Aus diesen Gründen sind Logistik- Verantwortliche gut beraten, bei der Auswahl ihrer Kamerasysteme und KI-Anwendungen entsprechende Informationen beim Hersteller einzuholen, sowohl zu den Grenzen des Systems als auch zu konkreten Mindest- oder Maximalwerten. Dazu gehören z. B. Angaben zum Mindestabstand oder einer Mindestauflösung. So sind Logistikunternehmen – neben z. B. einer sicheren Gerichtsverwertbarkeit der Videoaufnahmen – auch gut gerüstet für aktuelle und vor allem auch zukünftige Analyseaufgaben. ABER BITTE WIRTSCHAFTLICH VERTRETBAR Vor allem bei den engen Margen in der Logistik steht Rentabilität immer im Vordergrund. Dabei gilt: Je weniger Kameras ein Logistikunternehmen einsetzt, desto weniger Kamerabilder muss der Bediener sichten, und umso geringer fallen die Personalkosten aus. Das Gleiche gilt für die Investitionen in Infrastruktur wie Netzwerk sowie Montagepunkte und Verkabelung. Es gibt Systeme, etwa die Multifocal-Sensortechnologie, bei denen mehrere Objektive und Kamerasensoren gleicher oder unterschiedlicher Brennweite in einer optischen Einheit zu einem homogenen Gesamtbild kombiniert werden. Dadurch können die Bediener ein großes Areal mit einer definierten Mindestauflösung erfassen und beliebig viele Detailaufnahmen per Mausklick betrachten. Diese Kombination von Überblick und Detail ermöglicht es Logistikunternehmen, selbst komplexe Zusammenhängen besser zu erkennen und zu verfolgen. Es geht also weniger um den Preis einer einzelnen Kamera, sondern um die damit einhergehenden Gesamtbetriebskosten und den „Return on Investment“ – vor allem auch vor dem Hintergrund der damit verbundenen offenen und versteckten „Gewinne“ durch weniger Warenabfluss, ein besseres Schadensmanagement, einen verbesserten Service und optimierte Prozesse. Fotos: Dallmeier www.dallmeier.com 03 Mit aussagekräftigen Kamerabildern lassen sich Schäden nachvollziehen, die „Schuldfrage“ objektiv klären und Kundenbeziehungen schützen 12 f+h 2021/05 www.foerdern-und-heben.de

Anzeige TRANSPORTANLAGEN RYLL ENTWICKELT INDIVIDUELLE LÖSUNGEN FÜR PRODUKTION, VERPACKUNG, LAGERUNG UND VERSAND MARKTPLATZ Effiziente Produktion senkt Kosten, spart Zeit und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. Transportanlagen Ryll unterstützt Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen mit individuellen Lösungen für Förderanlagen. Auch komplexe Prozesse stellen dabei aufgrund von Erfahrung und Knowhow kein Problem dar. Produktion und Verpackung Jedes Produkt muss nach seiner Herstellung verpackt und weitertransportiert werden. Ryll entwickelt dafür in enger Abstimmung mit seinen Kunden effiziente Förderanlagen, die exakt auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Das Lösungsspektrum reicht über den Transport von Folienverpackungen über PET-Flaschen und Glasflaschen bis hin zu Dosen, Eimern, Trays und Kartons. Lagerung und Versand Nach Produktion und Verpackung gilt es, die Waren zu kommissionieren und zu versenden. Auch hier unterstützt Transportanlagen Ryll mit bedarfsgerechten Lösungen, die sich für die Lagerhaltung und den Versand ideal eignen. Lösungsschwerpunkte sind das Kommissionieren und Packen, sowie das Transportieren von Kunststoffkisten, Paletten, Um- und Versandkartons. www.ryll-online.de LINAK BRINGT ELEKTRISCHEN LINEAR-ANTRIEB MIT IO-LINK AUF DEN MARKT Laut eigenen Angaben hat das Unternehmen Linak als erster Hersteller weltweit einen elektrischen Linear-Antrieb mit integrierter IO-Link-Kommunikation zur Marktreife gebracht. Als ersten Antrieb mit IO-Link-Kompatibilität wurde aufgrund der Kompaktheit der LA25 ausgewählt. Da sich die komplette Elektronik im Antrieb befindet, ist die Integration in ein IO-Link-Netzwerk und der Austausch von Daten einfach. Dies stellt eine maximale Betriebszeit sicher, denn zusammen mit den verfügbaren Status- und Diagnosedaten, ermöglicht es dem Bediener schnell auf jedes Ereignis zu reagieren. Somit werden Verzögerungen im Produktionsprozess vermieden. Ferner lässt sich der Aktuator wie alle anderen Komponenten im Netzwerk direkt von der SPS aus konfigurieren. Für Linak begann die IO-Link-Reise in der Schweizer Niederlassung, als ein Kunde eine Anfrage für eine lineare Bewegungslösung für eine Verpackungsmaschine stellte – möglichst IO-Link-kompatibel. Dies war der Ausgangspunkt, um das Potenzial von IO-Link zu erkunden und gemeinsam mit dem Kunden den neuen Antrieb zu entwickeln. www.linak.de

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