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f+h fördern und heben 6/2020

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f+h fördern und heben 6/2020

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME SPEZIAL-BAUWEISE: KRAN-KONZEPT FÜR GROSSE PORTALFRÄSEN Begonnen hatte die Fooke GmbH im Jahr 1904 in Borken mit Fahrrädern, Schildern und Zäunen. Heute zählen Airbus, BMW, Daimler und Krauss Maffei zum Who’s Who der Kunden. Seit mehr als 30 Jahren stellt das Unternehmen große Portalfräsmaschinen für die Hochleistungszerspanung anspruchsvoller Werkstücke für den Weltmarkt her. Eine gezielt abgestimmte Kranlösung der Abus Kransysteme GmbH ermöglicht die anspruchsvolle Standortmontage der 5-Achs-Fräsmaschinen, in der teils mehr als zehn Tonnen schwere Teile zu verschiedenen Typen der Fooke Endura an einem Platz aufgebaut werden. Beim Bau von Modellen und Prototypen ebenso wie bei dem von Werkzeugen oder Formen: Die Bearbeitung moderner Werkstoffe in der Automobilindustrie sowie Luft- und Raumfahrt verlangt eine hohe Genauigkeit und Oberflächenqualität. Für die Anforderungen der anspruchsvollen Werkstücke der Schlüsselindustrien hat sich die Fooke GmbH mit ihren Endura-Fräsmaschinen verschiedener Typen und im Sonderbau spezialisiert. Das mittelständische Unternehmen bietet mit seinen 250 Mitarbeitern eine hohe Fertigungstiefe. Der klassische Maschinenbauer stellt z. B. die Strukturkomponenten fürs Schneiden, Brennen und Schweißen selbst her, behält auch Elektrokonstruktion, Schaltschrankbau und die elektrische Verdrahtung im eigenen Haus. HOCHGESCHWINDIGKEITSFRÄSEN AUS DEM MÜNSTERLAND „Alles aus einer Hand“, die Firmenphilosophie zeigt sich auch im durchgängigen Engineering, einer Kernkompetenz der Borkener. Und einen ähnlich hohen Maßstab für Anlagenverfügbarkeit und Zuverlässigkeit legt Fooke auch an seine Geschäftspartner an, zu 34 f+h 2020/06 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME denen die Abus Kransysteme GmbH aus Gummersbach mit ihrer Expertise für innerbetriebliche Transportlösungen zählt. Fooke siedelt inzwischen in vierter Generation im westlichen Münsterland. Unter der Leitung von Johannes Fooke hat sich das Familienunternehmen kräftig erweitert und in den vergangenen rd. 20 Jahren sukzessive fünf neue Produktionshallen auf dem Firmengelände errichtet. Im Schnitt baut der Mittelständler aktuell pro Jahr ca. 30 Endura-Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen in Portalbauweise, davon circa zehn in der 2016 errichteten neuen Halle, die mit ihrer Krananlage von der Abus Kransysteme GmbH auf die Produktionslogistik und Montage großer und sehr großer Maschinen ausgerichtet wurde. NEUE PRODUKTIONSHALLE ERFORDERT HOHE KRAN-ANLAGENVERFÜGBARKEIT Fooke und Abus verbindet eine langjährige Partnerschaft. Seit 2002 wurden 24 Abus-Krane in den fünf neuen Hallen installiert und seitdem auch von dem Abus After Sales Support begleitet. Anwendungsberatung und Vor-Ort-Betreuung übernahm Willmes Fördertechnik als Abus-Werksvertretung Essen/Münster. Denn die Verfügbarkeit der Krananlagen gilt für die Borkener als geschäftskritisch und zählte aus diesem Grund neben der Technologie auch zu den Kernkriterien bei der Auftragsvergabe für die Kran-Ausrüstung der neuen Produktionshalle im Jahr 2016. Mit seiner gezielt abgestimmten Kran- Lösung und seinem Fullservice-Konzept setzte sich Abus hier erneut durch. Denn Abus als Hersteller bedeutet: identisches Kranverhalten bei allen Varianten, ausgereifte Technologie und ein Ansprechpartner für alle Belange rund um die produktionsintegrierte Intralogistik. 01 Die Montage ähnelt dem Hausbau: Jede Fooke-Endura-Hochleistungsfräsmaschine in Portalbauweise wird komplett an einem eigenen Standort in der Produktionshalle zusammengebaut Bereits beim Hallenbau arbeitete Abus direkt mit dem Generalunternehmer Fa. IGK aus Borken zusammen, um Baumaße, Lasten und Einbauhöhen für die Krananlagen zu berücksichtigen, die auf zwei Ebenen in zwei parallelen Hallenschiffen angeordnet sind. Auf der oberen Ebene laufen Zweiträgerlaufkrane (ZLK), auf der unteren Einträgerwandlaufkrane (EWL). Im Einzelnen handelt es sich um vier ZLK, davon zwei mit einer Tragfähigkeit von 80 Tonnen dimensioniert und je einer mit 16 und 32 Tonnen. Die sieben EWL 3,2 Tonnen verfügen über eine Ausladung von 6 bzw. 9 m und fungieren als Zulieferer für kleinere Bauteile. Die ZLK sind in Paaren in Tandemsteuerung für große, sperrige und schwere Lasten einsetz-

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