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f+h fördern und heben 6/2021

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f+h fördern und heben 6/2021

PERSPEKTIVEN

PERSPEKTIVEN aufgenommenen Werte mit denen der selbsterlernten Eigenschaften. So kann beispielhaft auch die Kombinatorik mehrerer Faktoren zu einem Verhalten zusammengeführt werden. Die erhöhte Motordrehzahl, reduzierte Stromaufnahme, längere Förderlaufzeit zwischen den Lichtschranken geben so einen Hinweis auf Schlupf oder Verschleiß des Fördergurtes über die Antriebstrommel. Der Rechenbedarf ist bei diesem Ansatz jedoch größer, sodass aktuell die Verarbeitung noch in einer übergeordneten Steuerung oder der Cloud stattfinden muss, der Edge-Controller dient zur lokalen Datenkompression. Folgt man Berechnungen nach „Moore’s Law“ werden die technologischen Möglichkeiten innerhalb kurzer Zeit drastisch zunehmen und zu ausgeprägteren Modellen und Verarbeitungsmöglichkeiten in der Steuerung und dem Frequenzumrichter führen. SCHRITT FÜR SCHRITT IN DIE PROJEKT- UMSETZUNG Mithilfe eines Phasenmodells wird der Weg der digitalen Transformation eines Unternehmens vorgezeichnet Vorteile OEM Vorteile End User HEUTE Was passiert? • Verbindung aller Maschinen • Permanente Datenverbindung in einer Private-Cloud-Infrastruktur • Aufzeichnung relevanter Daten – Setpoints – Feedback – Status – Faults – ... • Sicherer und transparenter Fernwartungszugriff • Reduzierung der Inbetriebnahmekosten • Reduzierung der Supportkosten durch eine effiziente Fernwartung • Rückwirkende Fehleranalyse • Sicherer und transparenter Fernwartungszugriff • Höhere Verfügbarkeit der Maschine durch schnellere Fehlerbehebung durch den OEM MORGEN Warum passiert es? Analyse der Maschinenverfügbarkeit und Berechnung von KPIs (OEE, MTBF ...) • Beleg über die vertraglich zugesicherte Maschinenverfügbarkeit • Optimierung der Maschinen auf Basis von aufgezeichneten Daten • Reduzierung ungeplanter Stillstände durch das Wissen über die Stillstandsgründe • Anzeige von Echtzeit- und historischen OEE-Daten • Effizientere Auslastung des Maschinenparks • Performanceanalyse innerhalb einer Linienkonfiguration Die bereits in der Realisierung befindlichen Projekte nutzen in der ersten Ausbaustufe Daten von jeweils etwa 1 000 Antriebspaketen, die auf mehrere Anlagen verteilt sind. Der reine Datenzugriff ermöglicht es bereits, Daten der Anlagen zu vergleichen und Abweichungen zu erkennen. Die Daten werden lokal innerhalb des firmeneigenen Netzwerks gespeichert und ausgewertet. So können erste Erfahrungen mit dem Umgang, der Datenmenge, der Verarbeitung und der Analyse der Informationen gesammelt werden. Das System ist offen gestaltet und verteilt die Last auf mehrere Edge-Controller, die an den übergeordneten Datenservern bzw. Data Lake per MQTT kommunizieren, und nach unten gerichtet OPC UA verwenden. Das ermöglicht neben dem eigentlichen Ethernet-basierten Feldbus als Verbindung zu eigenen Komponenten, auch externe Fremdkomponenten an das System anzubinden, und ist über die Anzahl der Edge-Controller weiterhin nach oben skalierbar. Das macht die gewonnenen Erkenntnisse auch für Großinstallationen wie Gepäckförderanlagen in Flughäfen oder vollautomatisierten Lagern interessant, wo sich nicht selten mehr als 10 000 Antriebspakete und Komponenten verschiedener Zulieferer im Einsatz befinden. Die Edge Controller ermöglichen es, Erfahrungen mit Datenvorverarbeitung, Kompression, Echtzeitverhalten sowie der Einbindung von Fremdkomponenten und die Anbindung an den Data Lake zu sammeln. Im zweiten Schritt geht es um Predictive Maintenance in der Praxis und die Anwendung der bereits im Laborumfeld verifizierten Algorithmen zur Erkennung von Systemanomalien sowie die Verifika- ÜBERMORGEN Was wird passieren? Analyse und Ableitung von Aktionen auf Basis der aufgezeichneten Daten • Optimierung der Maschinenperformance • Vorausschauende Wartung • Optimierung der Reparaturintervalle • Erschließung neuer Geschäftsmodelle – Pay per use – Performance-based Contracting – ... • Steigerung der Reputation am Markt tion der erforderlichen Daten für die Domäne. Im Laborumfeld lieferten die aufbereiteten Daten bereits gute Ergebnisse. Interessant wird die Erkenntnis sein, wie sich die massive Datenvorbearbeitung mit Fast-Fourier-Transformation, Kalman-Filter oder Hüllkurvenanalyse auf die reale Datenmenge und die Auslastung im produzierenden Anwendungsbereich auswirkt. Eine unmittelbare Übertragung von theoretischen und labortechnischen Erkenntnissen im praktischen Umfeld kann nämlich nicht immer sichergestellt werden. So können sich Fehlerbilder für die Algorithmen aufgrund der um die Sensoren und Antriebspakete verbauten Komponenten und deren Eigenverhalten negativ auswirken und die Adaption und Robustheit des datenbasierten Models auf solche Beeinflussungen eine interessante Erkenntnis aus dieser Untersuchung ergeben. Aus dem Alltag kennt man das beschriebene Problem und Phänomen, wenn im Hängeschrank in der Küche Gläser klappern, die Ursache dafür jedoch nicht im Hängeschrank, sondern im Umfeld befindlichen Kompressor des Kühlschranks zu finden ist, der gerade die Kühlleistung erhöht hat. Sind wir also schon im „Übermorgen“ und reichen die entwickelten Verfahren bereits aus, um Effizienzgewinn zu sichern und ungeplante Anlagenstillstände zu vermeiden? Die Zukunft bleibt spannend. Fotos/Grafik: Lenze www.lenze.com 50 f+h 2021/06 www.foerdern-und-heben.de

BÜRSTENLOSER LINEARANTRIEB DEFINIERT LANGLEBIGKEIT NEU Ausfall ist bei Fahrerlosen Transportfahrzeuge keine Option. Zuverlässigkeit und Langlebigkeit waren schon immer die Schlüsselwörter für deren effektive Leistung. Der neue Linearantrieb LA36 Long Life wurde von Linak mit Blick auf diese Parameter entwickelt. Mit 48 V, einem integrierten Controller und einer CANopen-Schnittstelle eignet sich der Long-Life-Aktuator für unterschiedliche Anwendungen. Und für datenhungrige Anwendungen liefert der Antrieb Informationen für die Planung von Wartung sowie Diagnose und Fehlersuche. Der Long-Life-Linearantrieb wurde ausgiebig getestet und liefert mindestens 200 000 Zyklen bei maximaler Belastung und maximaler Einschaltdauer. Dies verlängert seine Lebensdauer auf ca. das 20-fache gegenüber klassischen Linearantrieben. Primär ist diese Steigerung auf den Einbau eines bürstenlosen Motors zurückzuführen. www.linak.de Torabdichtungen mit Hubdach von Koch... INTELLIGENTES DESIGN UND ÜBERZEUGENDE LEISTUNG IN KOMPAKTER FORM Die Intorq-Federkraftbremse vom Typ BFK551 der Kendrion Intorq GmbH eignet sich aufgrund des Designs und des platzsparenden Aufbaus mit Rotor und Flansch für den Einsatz z. B. in Fahrerlosen Transportfahrzeugen und in der Fördertechnik. Nutzen lässt sich die BFK551 als Betriebs- oder Haltebremse mit Notstoppfunktion. Aufgrund der Gehäusekonstruktion wird der Reibradius vergrößert. Aussparungen am Gehäuse machen es möglich, dass die Anschlussleitungen raumsparend an der Bremse vorbeigeführt werden können. Vorteile bringt auch die Konstruktion des Kabelaustritts: Unabhängig von der Montagerichtung bleibt der Bremsenhü llkreis gleich. Ausgeliefert wird die Bremse komplett montiert mit integrierten Torx-Befestigungsschrauben. Verfügbar ist die Federkraftbremse in den Baugrößen 01 bis 05 mit Drehmomenten von 0,24 bis 4 Nm, anwenderspezifische Anpassungen sind möglich. Das Isolationssystem wurde von der UL (Underwriters Laboratories) abgenommen wurde. www.kendrion.com LASTENAUFZÜGE MIT GRÖSSERER KABINE UND HÖHERER TRAGKRAFT ...fallen nach in Ausgangslage zurück – praktisch „unkaputtbar“! Telefon 05232/6086-0 www.koch-lagertechnik.de Über eine um 50 Prozent höhere Tragkraft von jetzt bis zu 4,5 Tonnen sowie eine Kabinentiefe von max. 4,5 m verfügen die Kettenaufzugbaureihen Sherpa und Escorta aus dem Hause Lödige Industries. Die Förderhöhe beträgt bis zu 18 m. Hinsichtlich der Kabinenabmessungen sind zudem Sonderlösungen möglich. Die niedrige Auffahrrampe stellt eine grubenlose Installation sicher. Beide Modelle sind baumustergeprüft nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. www.lodige.com C M Y CM MY CY CMY K www.foerdern-und-heben.de f+h 2021/06 51

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