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f+h fördern und heben 6/2021

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f+h fördern und heben 6/2021

F+H NACHGEFRAGT

F+H NACHGEFRAGT Basierend auf dem langjährigen Know-how in Sachen FTS und mobile Robotik bieten Sie ein umfassendes Geräte- und Systemportfolio. Welche Pläne haben Sie, das Geräte- und Systemportfolio weiterzuentwickeln? Verónica Pascual: Hier sprechen Sie einen ganz wichtigen Punkt an. Seit fast 40 Jahren besteht unsere strategische Mission darin, unsere Kunden dabei zu unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität zu erhalten. In diesem Sinne ist unser Portfolio immer mit dem gleichen Ziel gewachsen. Sehen Sie, wir sind kein Unternehmen mit drei Produkten, deren Daten Sie in einer dünnen Broschüre nachlesen können. Wir haben eines der breitesten Angebote an automatisierten Fahrzeugen, Softwarelösungen, Navigationssystemen sowie Kommunikationsund Energiestandards auf dem Markt. Ferner verfügen meine Kolleginnen und Kollegen in allen Unternehmensbereichen NEUES ASTI-MANAGEMENT FÜR DEN DEUTSCHEN STANDORT über ein tiefgreifendes industrielles Know-how. Nur so können wir ein verlässlicher Intralogistikpartner für unsere Kunden sein. Für unser Selbstverständnis bedeutet Partnerschaft nämlich auch, die Entwicklung der Kunden zu unterstützen und ihre neuen Bedürfnisse zu antizipieren und aktiv mitzugestalten. Welche Rolle spielen die Digitalisierung und die Interoperabilität generell für die Produktsparte – strategisch und technologisch? Verónica Pascual: Sowohl Digitalisierung als auch Interoperabilität sind Konzepte, die wir in jeder Roadmap für Produktentwicklung und neue Anwendungen berücksichtigen müssen. In den Digitalisierungsprozessen von Unternehmen kommen nicht nur FTS ins Spiel, obwohl sie Schlüsselelemente sind, sondern auch andere Maschinen und Geräte, mit denen wir interagieren und kommunizieren müssen. Nur so macht die globale Digitalisierung der Industrie für mich Sinn. Die Unternehmen, die es schaffen, diese Digitalisierung rechtzeitig und global in Angriff zu nehmen, um die Effizienz im kompletten Betriebsprozess herzustellen, verstanden als ganzheitliches End-to-End, werden diejenigen sein, die zweifellos den größten Wettbewerbsvorteil erlangen werden. Quelle: Asti Mobile Robotics Die neue Geschäftsleitung der Asti Mobile Robotics GmbH in Berlin: Jan S. Zernickel, Lennart Held, Guido Resch (v. l. n. r.) Ende Februar 2021 vollzog sich ein Wechsel in der Geschäftsleitung der Asti Mobile Robotics GmbH am deutschen Standort. Henry Stubert und Torsten Gast haben sich nach mehr als 20 Jahren in der Geschäftsführung zurückgezogen. Das neue Management ist in drei operative Bereiche gegliedert: n Guido Resch (Business Development), als weltweit verantwortlicher Business Development- und Marketingverantwortlicher der Asti Mobile Robotics Group, übernimmt er übergangsweise die Leitung für die Bereiche Sales, Marketing und Communications. n Lennart Held (Operation) hat mehrere Jahre als Projektmanager die Verantwortung für Projekte bei Procter & Gamble, Deutsche Bahn oder Phoenix Contact innegehabt und wird nun das operative Tagesgeschäft des Unternehmens koordinieren. n Jan Stefan Zernickel (Engineering) leitet die Forschungund Entwicklungsabteilung des Unternehmens seit mehreren Jahren, hat Großprojekte wie Crest abgeschlossen und neue Forschungsprojekte wie Flow-Pro oder Cyberfactory#1 initiiert. Was sind aus Ihrer Perspektive weitere technologischen Trends im FTS-Markt? Verónica Pascual: Bisher haben FTS in den Produktionsprozessen der Automobilindustrie eine führende Rolle gespielt. Automotive-Unternehmen waren die Pioniere beim Einsatz dieser Technologie und sind auch heute noch deren Hauptabnehmer. Allerdings wird das Einsatzspektrum immer vielfältiger: Beispielhaft genannt seien an dieser Stelle Anwendungen in der Logistik, zur Desinfektion, zur Unterstützung bei Aufgaben mit geringer Wertschöpfung in Krankenhäusern und Geriatriezentren, zur Unterstützung beim Transport auf der letzten Meile sowie Applikationen zur Unterstützung bei der Raumpflege in Hotels. Die Liste der potenziellen Anwendungen ließe sich noch deutlich erweitern. Die wichtigste Veränderung ist für mich die Reaktionsfähigkeit in Echtzeit. Das Agieren in Echtzeit ermöglicht es mobilen Robotern, in einem sich stark verändernden Kontext, in dem wir nicht mehr nur wiederholbare, sondern auch vorhersehbare Prozesse automatisieren, zu interagieren und als System zu operieren. Von der Technik zu den Märkten. Auf welche Zielmärkte und Branchen konzentrieren Sie sich? Verónica Pascual: Angesichts der umfangreichen Palette an FTS-, Software-, Navigations- sowie Kommunikations- und Energielösungen, ich erwähnte dies bereits in einer Antwort auf eine Ihrer vorherigen Fragen, haben wir einen proaktiven Fokus für die Bereiche Automotive, Lebensmittel, Pharma und Kosmetik sowie Fertigung, Logistik und E-Commerce. Um kurze Wege zu den Kunden zu schaffen, verfügen wir mittlerweile über Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich und Spanien sowie in den USA. Des Weiteren haben wir ein Partnernetzwerk geknüpft, das weltweit mehr als 20 Länder abdeckt. Was ist Ihr persönlicher Antrieb, sich bei Asti in der Geschäftsführung einzubringen und was sind Ihre nächsten Ziele? Verónica Pascual: Natürlich sehe ich mich in der Verpflichtung, das berufliche Lebenswerk meines Vaters Ángel, der Asti im Jahre 1982 gründete, fortzuführen. Aber ich bin auch von der Technologie und von unserer strategischen Mission begeistert: 8 f+h 2021/06 www.foerdern-und-heben.de

unsere Kunden zu unterstützen, wettbewerbsfähig und flexibel zu bleiben. Das war in all den Jahren der Motor für unser Wachstum – und wird es auch zukünftig sein. Dies ist uns gelungen, weil wir stark aufgestellt sind und alle Kolleginnen und Kollegen das lieben, was wir tun. Ein Mitglied dieses tollen Teams zu sein, erfüllt mich jeden Tag aufs Neue mit Stolz. Außerdem verstehen wir sehr gut, dass in einer Zeit des großen technologischen Wandels die Technologieentwicklung eine hohe Priorität hat. Dass uns dies gelungen ist, spiegelt folgender Sachverhalt wider: Wir haben fünf Jahre in Folge die Statistik der europäischen FTS-Anbieter, die von der Universität Hannover erstellt wird, angeführt. Auf diesen Erfolgen wollen wir uns nicht ausruhen, sondern aufbauen. Ganz konkret FLEXIBLE AUTOMATISIERUNG IST HEUTZUTAGE NICHT MEHR NUR EINE OPTION, SONDERN EIN MUSS Verónica Pascual, CEO Asti Mobile Robotics formuliert, wollen wir ein wichtiger europäischer Player werden, der weltweit agiert. Des Weiteren habe ich mir auf die Fahnen geschrieben, die Konsolidierung unseres Wachstums in den USA voranzutreiben. Wie und mit welcher Strategie ist das Unternehmen bisher durch die Corona-Krise gekommen? Verónica Pascual: Wie für viele Unternehmen, so hat auch unsere Organisation die Pandemie vor Herausforderungen gestellt und tut dies auch weiterhin. Man darf sich aber nicht durch falsche Berichterstattung in den Medien oder gar den Äußerungen in den sozialen Netzwerken verunsichern lassen. Generell haben wir uns im Laufe der Firmengeschichte bereits vielen Herausforderungen gestellt und diese auch gemeistert. Die Pandemie ist zu einem Katalysator für die industrielle Digitalisierung geworden, wobei die Robotik eine Schlüsselrolle spielt. Insgesamt kann ich sagen: Wir arbeiten hart daran, gestärkt aus dieser Gesundheits- und Wirtschaftskrise hervorzugehen, um auf die Chancen, die sich aus den neuen Trends ergeben, reagieren zu können. Während der ersten Welle der Pandemie konzentrierten wir uns auf die Entwicklung einer UVC-Roboter-Desinfektionslösung, um Covid-19 zu bekämpfen. Die Fragen stellte Winfried Bauer, Chefredakteur f+h MANCHE DENKEN, FEHLZUSTEL­ LUNGEN SEIEN UNVER­ MEIDBAR. WIR DENKEN ANDERS. Fotos: Asti Mobile Robotics www.astimobilerobotics.com beumer.com

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