Aufrufe
vor 3 Wochen

f+h fördern und heben 6/2022

  • Text
  • Gebhardt
  • Unternehmen
  • Logistik
  • Autostore
  • Wimasys
  • Roboter
  • Einsatz
  • Abweichung
  • Produkte
  • Systeme
f+h fördern und heben 6/2022

PERSPEKTIVEN TITELSTORY

PERSPEKTIVEN TITELSTORY MYTHOS 3 Das System funktioniert nicht in gekühlten Umgebungen Die Arbeitstemperatur der Roboter liegt zwischen +2 und +35 °C. In Anwendungen in der Healthcare-Branche und im Lebensmittelbereich wurden bereits temperaturgeführte Systeme realisiert. Beim Spezialhersteller von Filtrierpapieren Macherey-Nagel in Düren wurde z. B. ein mit Dämmwänden isolierter Bereich für die Lagerung bei Temperaturen bis +5 °C von der Hauptanlage abgegrenzt und mit einer Servicebühne verbunden. Über diese können die Roboter zwischen den Systemen in verschiedenen Temperaturbereichen wechseln. Zur Temperaturüberwachung lässt sich jedes System mit entsprechenden Sensoren ausstatten. In seinem im vergangenen Jahr eröffneten Innovation Hub in Karmøy/Norwegen kann Autostore unterschiedliche Geschäfts- und Lagerumgebungen erproben und replizieren. Hier werden in einer Klimakammer Komponenten und Module, aber auch umfassende Systemtests bei Hitze und bei Kälte durchgeführt, um z. B. das Problem des Einfrierens von Komponenten in Tiefkühlumgebungen zu lösen. FAKT Autostore funktioniert in gekühlten Umgebungen ab +2 °C 05 Die Roboter verbrauchen wenig Energie und können über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Strom versorgt werden MYTHOS 4 Autostore lässt sich aus Brandschutzgründen nur in einer sauerstoffreduzierten Umgebung betreiben Die Sauerstoffreduktion ist eine Variante für den Brandschutz. Die beste Wahl zum Schutz von Betrieb, Waren und System ist eine Komplettlösung für die ganze Halle und Immobilie. Dabei helfen und beraten sowohl die Planer und Berater von Autostore sowie in der Detailauslegung ein Brandschutzberater mit Autostore-Erfahrung. Mehr als die Hälfte aller Autostore-Systeme, die aktuell in Betrieb sind, kommen ohne zusätzliche Brandschutzmaßnahmen aus. Und nur rund 1 Prozent aller Autostore-Systeme werden abgedichtet und mit einer Sauerstoffreduktion wie Oxyreduct der Wagner Group versehen. Große Anlagen oder Anlagen mit gefährlicheren Gütern lassen sich mit verschiedenen Maßnahmen weiter schützen, z. B. Trennblechen, Löschmonitore, Schaumlöschanlagen, Deckensprinkleranlagen oder umlaufende Bühnen für die Feuerwehr. Bis jetzt hat noch kein Autostore-System im Einsatz gebrannt. Der Hersteller führt regelmäßig Brandschutztests in eigenen Testeinrichtungen durch und bringt dazu auch Anlagen und Komponenten mit erheblichem Aufwand zum Brennen, um Löschverfahren zu überprüfen, Empfehlungen auszuarbeiten und eigene Brandschutzkonzepte zu entwickeln und weiter zu verbessern. FAKT Das System kommt häufig ohne zusätzliche Brandschutzmaßnahmen aus, kann aber durch Systeme, wie Deckensprinkler, Schaumlöschanlagen aber auch Sauerstoffreduzierung zusätzlich geschützt werden 16 f+h 2022/06 www.foerdern-und-heben.de

TITELSTORY PERSPEKTIVEN MYTHOS Das System hat einen hohen Energiebedarf Alle Komponenten des Systems weisen einen niedrigen Energieverbrauch auf, sodass für den Betrieb 230-V-Steckdosen zur Stromversorgung ausreichen. Roboter benötigen durchschnittlich 100 W pro Betriebsstunde und haben somit im Vergleich zu anderen Automatisierungslösungen einen kleinen energetischen Fußabdruck. Zudem benötigt das System keine hohen Anlaufströme wie Fördertechnik-Anlagen und Regalbediengeräte. Energie lässt sich beim Abbremsen der Roboter oder Absenken der Behälter zurückgewinnen (Rekuperation). Für ein durchschnittliches System mit drei Conveyor Ports, sieben Carousel Ports, einen Controller und 40 R5-Robotern sowie 30 R5-Ladestationen mit acht Betriebsstunden pro Tag und 250 Betriebstagen pro Jahr fällt ein Energiebedarf von etwa 13.600 KWh pro Jahr an. FAKT 5 Autostore-Roboter verbrauchen wenig Energie, arbeiten auch im Dunkeln und lassen sich über Photovoltaikanlagen auf dem Dach mit Strom versorgen Energieverbrauch Autostore-System bestehend aus Einsatzdauer Daraus resultieren Photovoltaikanlage in Deutschland 3 Conveyor Ports 7 Carousel Ports 1 Controller 40 R5-Roboter, daraus resultieren 30 Ladestationen 8 Betriebsstunden pro Tag 250 Betriebstage pro Jahr 13.600 kWh pro Jahr* 350 Wp pro Panel (1,7 × 1 m) = 206 Wp pro m² = 200 kWh pro m² pro Jahr ~ 70 m² Photovoltaik-Anlage* *Rechenbeispiel unter Annahme von durchschnittlichen Werten von 1.000 kWh pro kWp pro Jahr. Die batteriebetriebene Robotergeneration R5 verbraucht während des Betriebs keinen Strom; dies gilt auch für die Ladegeräte. Quelle: Autostore Autoren: Clemens Schoeller ist Business Development Manager D/A/CH, EMEA & APAC bei der Autostore System GmbH, Garmisch-Patenkirchen. Florian Sattler ist Business Development Manager D/A/CH & CEE, Autostore System AT GmbH, Graz/Österreich Fotos: Autostore, Element Logic www.autostoresystem.com TECHNIKWISSEN FÜR INGENIEURE Dieses Buch erleichtert durch eine möglichst anschauliche und anwendungsorientierte Darstellung der Zusammenhänge dem Leser den Zugang zu dem interessanten Fachgebiet der elektrohydraulischen Antriebe und Steuerungen, ohne allerdings auf die notwendigen physikalischen und mathematischen Grundlagen zu verzichten. Grundlagen elektrohydraulischer Antriebe und Steuerungen von Prof. Dr.-Ing. Siegfried Helduser 380 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert, ISBN 978-3-7830-0387-1 € 32,- (zzgl. Versandkosten) Im Online-Shop: vereinigte-fachverlage.de Bitte bestellen Sie bei: Vereinigte Fachverlage GmbH . Vertrieb . Postfach 10 04 65 . 55135 Mainz Telefon: 06131/992-0 . Telefax: 06131/992-100 . E-Mail: vertrieb@vfmz.de Oder besuchen Sie unseren Shop im Internet: vereinigte-fachverlage.de www.foerdern-und-heben.de f+h 2022/06 17 OUP_Buch_elektrohydraulische_Antriebe_90x130_2019_12.indd 1 04.12.2019 16:33:59

AUSGABE