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f+h fördern und heben 9/2019

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f+h fördern und heben 9/2019

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME INSTANDHALTUNG SOLLTE NICHT NUR ALS FEHLERBEHEBUNG VERSTANDEN WERDEN Alltag in einer Produktionshalle: Die Arbeitsplätze der Monteure sind durch eine angetriebene Rollenbahn miteinander verbunden, auf der die für die Fertigung benötigten Teile sowie das zu bearbeitende Produkt von einer Montagestelle zur nächsten gelangen. In der Regel laufen täglich mehrere hundert Produkte vom Band. Bis die Fördertechnik plötzlich stehen bleibt, weil mehrere Rollen blockiert sind. Hektisch probieren Techniker, die Anlage wieder zum Laufen zu bringen. Denn jede Minute Ausfall kostet Geld. Regelmäßige Instandhaltung hätte dies verhindern können. Was mit Instandhaltung gemeint ist, regelt die DIN- Norm 31051. Grundsätzlich fallen darunter alle Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit einer Maschine oder einer Anlage. Diese umfassen Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Zu unterscheiden sind die präventive, die zustandsorientierte und die korrektive Instandhaltung. Erstere findet in festgelegten Abständen statt und soll die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls oder einer eingeschränkten Funktionalität reduzieren. Bei der zustandsorientierten Instandhaltung resultieren die Maßnahmen in einer Kombination aus Zustandsüberwachung und/oder Konformitätsprüfung und/oder Prüfverfahren. Die korrektive Variante kommt zum Tragen, wenn bereits Fehler aufgefallen sind und behoben werden müssen. IM NOTFALL MUSS ES SCHNELL GEHEN Im eingangs beschriebenen Szenario ist die korrektive Instandhaltung gefragt. Obwohl regelmäßige Wartungen und Inspektionen die Notwendigkeit von eiligen Reparaturen verhindern könnten, nehmen es viele Unternehmen mit der Prävention nicht so genau. Die Torwegge GmbH & Co. KG kann ein Lied davon singen, dass sich das Gros der Betriebe beim Thema Instandhaltung auf das vorgeschriebene Maß beschränkt. Der Intralogistikspezialist aus Bielefeld bietet neben der Entwicklung und dem Verkauf von Fördertechnik auch Instandhaltungsservices an. Markus Gensing, Vertriebsleiter Süd der Torwegge GmbH & Co. KG, besucht die Kunden in seinem Gebiet häufig und weiß: „Im täglichen Geschäft von In- 60 f+h 2019/09 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME dustriebetrieben geht die Instandhaltung oftmals unter. In Anspruch genommen werden unsere Dienstleistungen vor allem dann, wenn etwas nicht einwandfrei funktioniert.“ Vielfach würde dann der Austausch von C-Teilen anstehen, also von Rädern, Rollen und Tragrollen. In großen Produktionsunternehmen sind dann i. d. R. herstellerabhängige Dienstleister zur Stelle, die beim Anlagenbetreiber als Instandhalter arbeiten und defekte Teile schnell reparieren oder austauschen können. Auf diese Weise werden bei Störfällen kurze Reaktionszeiten sichergestellt. Längere Produktionsausfälle sind daher selten. Eine gute Alternative zu Inhouse-Lösungen sind herstellerunabhängige Dienstleister wie Torwegge. Der Intralogistikspezialist hat eine große Auswahl an Komponenten für Anlagen und Geräte für den innerbetrieblichen Transport auf Lager. Dadurch sind die Lieferzeiten für Ersatzteile und komplette Systeme kurz und Torwegge kann im Notfall schnell reagieren. „Wir können mit unseren eigenen Produkten alle Branchenstandards erfüllen und auch spezifische Lösungen liefern“, so Gensing. TORWEGGE RÄT ZUR PRÄVENTION Grundsätzlich rät das Unternehmen allerdings dazu, sich nicht erst um die Funktionstüchtigkeit von Maschinen und Anlagen zu kümmern, wenn diese bereits beeinträchtigt ist. Je stärker die Beanspruchung, desto kürzer sollten die Instandhaltungsintervalle sein. Abhängig ist dies davon, in wie vielen Schichten an wie vielen Tagen im Jahr die Fördertechnik genutzt wird und welche Güter bzw. welche Gewichte transportiert werden. Am höchsten ist sie, wenn die Technik chemischen Stoffen, extremen thermischen Bedingungen, Schmutz oder Staub ausgesetzt ist und im Dreischichtbetrieb an 365 Tagen im Jahr läuft. Auch ein hoher Durchsatz steigert die Störanfälligkeit. Dennoch ist die Entscheidung für oder gegen routinemäßige Instandhaltung bei vielen Betrieben eine Frage des Geldes. Torwegge erhält viele Aufträge zum Jahreswechsel oder nach Jahresabschlüssen. „Dann ist noch Budget vorhanden“, begründet Gensing. Auch die Zeit spiele eine Rolle. Im produzierenden Gewerbe würden Wartung, Inspektion und Verbesserungsarbeiten oftmals im Sommer auf der Agenda stehen, weil dann bedingt durch die Urlaubszeit das Fertigungsvolumen zurückgefahren wird. INSTANDHALTUNG FÖRDERT ARBEITSSICHERHEIT In dem Industrieunternehmen, bei dessen Rollenbahn im eingangs skizzierten Fall Rollen blockiert waren, lag die letzte Inspektion 13 Monate zurück. Ratsam gewesen wäre ein Intervall von sechs Monaten. Letztlich hat Torwegge drei Rollen ausgetauscht, musste sie aber zunächst individuell fertigen. Für mehrere Tage wurde die Produktion heruntergefahren, weil Prozesse aufgrund des Defekts umgestellt wurden. Danach lief die Intralogistikanlage wieder problemlos. Unterm Strich war der Ausfall zwar wirtschaftlich keine Katastrophe, aber dennoch ärgerlich. Gensing: „Was zudem oft nicht bedacht wird, ist, dass Instandhaltung sich ja nicht nur auf die Störungswahrscheinlichkeit positiv auswirkt. Regelmäßige Inspektion und sicherheitstechnische Prüfungen fördern auch die Arbeitssicherheit.“ Fotos: Torwegge www.torwegge.de MARKUS GENSING, VERTRIEBSLEITER SÜD DER TORWEGGE GMBH & CO. KG Instandhaltung wirkt sich nicht nur auf die Störungswahrscheinlichkeit positiv aus, sondern auch auf die Arbeitssicherheit SETZEN SIE AUF DAS ORIGINAL faigle Rollen werden von namhaften Herstellern von Lager- und Intralogistiksystemen eingesetzt • millionenfach bewährt • zuverlässig und sicher • hoch belastbar • geräuscharmer Lauf • energieeffizient faigle Kunststoffe Landstraße 31 6971 Hard · Austria T +43 5574/6811 kunststoffe@faigle.com www.faigle.com

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