Aufrufe
vor 10 Monaten

f+h fördern und heben 9/2020

  • Text
  • Unternehmen
  • Produkte
  • Systeme
  • Mitarbeiter
  • Hinaus
  • Anforderungen
  • Mithilfe
  • Steuerung
  • Logistik
  • Zudem
f+h fördern und heben 9/2020

MENSCHEN UND MÄRKTE

MENSCHEN UND MÄRKTE MEINE MASCHINE BT LEVIO LWI160: RADICAL ENERGY DESIGN ERÖFFNET NEUE FREIHEITEN IN GERÄTEKONSTRUKTION Im Frühjahr 2020 hat Toyota Material Handling den Elektro-Niederhubwagen BT Levio LWI160 und damit den ersten Mitgänger-Hubwagen auf den Markt gebracht, bei dem das neue Batteriekonzept des Herstellers umgesetzt wurde – konstruiert ohne konventionellen Batterieraum. Magnus Oliveira Andersson, Leiter des Toyota Design Center in Mjölby/Schweden und verantwortlich für das Design des Hubwagens, gab uns interessante Einblicke und Hintergrundinformationen zu „seiner Maschine“. 64 f+h 2020/09 www.foerdern-und-heben.de

MEINE MASCHINE MENSCHEN UND MÄRKTE Der Ursprung des neu designten BT Levio liegt bereits einige Jahre zurück. Mit steigender Nachfrage nach elektrisch angetriebenen Flurförderzeugen und der Weiterentwicklung von Blei-Säure- hin zu Lithium-Ionen-Batterien stellte sich die Frage: Wie mit dem herkömmlichen Batterieraum umgehen? „Um eine Vision für die Zukunft des Gerätedesigns zu entwerfen, haben wir bei Toyota Material Handling Europe das RED-Projekt gestartet. RED steht für ‚Radical Energy Design‘. Die Revolution des Stapler-Designs wurde dabei durch den modularen Aufbau des Toyota-Batteriesystems ermöglicht“, erklärt Andersson, der über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Industriedesign verfügt. Der Gedanke hinter dem RED-Projekt ist es, den konventionellen Batterieraum vollständig zu eliminieren und alternative Platzierungen für die einzelnen Energiemodule zu finden. Dabei werden die Batteriezellen über die komplette Konstruktion des Flurförderzeugs verteilt, wodurch die Gerätegröße reduziert wird, ohne dabei an Leistung zu verlieren. „Dies ermöglicht es uns, die Stapler komplett neu zu konstruieren. Beim BT Levio LWI160 ließen sich so sieben Batteriemodule platzieren – vier auf der einen und drei auf der anderen Geräteseite“, beschreibt Andersson die dadurch möglichen Freiheiten. Durch die leichteren Batteriezellen ist auch das Gesamtgewicht des BT Levio LWI160 gering. Die niedrige und zentrale Anordnung der Deichsel in Kombination mit den intuitiven Tasten trägt zudem zu einer guten Ergonomie bei. Aufgrund des niedrigen Chassis ist der Hubwagen laut Angaben des Herstellers das kürzeste Gerät seiner Klasse auf dem Markt und bietet dem Fahrer eine optimale Sicht auf Gabeln und Last. Individuell anpassbare Fahrparameter und ein elektronisches Assistenzsystem, das den Bediener situationsabhängig unterstützt, erhöhen zudem die Sicherheit. Aufgrund seiner geringen Abmessungen eignet sich das Flurförderzeug auch für die Arbeit auf engem Raum, z. B. auf Verkaufsflächen in Geschäften oder Supermärkten, ebenso wie für den horizontalen Transport bzw. die Lkw-Be- und -Entladung. Die kompakten Abmessungen unterstützen das einfache Manövrieren in Lieferfahrzeugen. „Der BT Levio LWI160 wurde bereits mit dem iF Design Award und dem Red Dot Award ausgezeichnet“, berichtet Andersson nicht ohne eine gehörige Portion Stolz. „Diese Designpreise sind quasi die Oscars des Industriedesigns und dienen als Qualitätssiegel. Die Jurymitglieder bewerten alle Aspekte des Produktdesigns: Angefangen bei der Gesamtqualität, den spezifischen Details, das Branding 01 Andersson: „Der Gedanke hinter dem Radical-Energy-Design- Projekt beim neuen BT Levio LWI160 war es, den konventionellen Batterieraum vollständig zu eliminieren und alternative Platzierungen für die einzelnen Energiemodule zu finden“ bis hin zur Produktidentität. Zu kurz kamen aber auch nicht Themen wie Innovation und Ergonomie. Vor allem aber sollte ein Design einfach, funktional und leicht verständlich sein.“ Zukünftig werden bei Toyota weitere Lagertechnikgeräte im Rahmen des RED-Projekts rund um die modulare Lithium-Ionen-Technik ein neues Design erhalten. „Für die Zukunft bietet das modulare Konzept ein großes Potenzial – vor allem mit Hinblick auf automatisierte und autonome Lösungen. Bei Geräten, die ohne Steuerung durch den Menschen ihrer Arbeit nachkommen, spielt die Ergonomie eine untergeordnete Rolle. Demzufolge kann das Design radikal anders sein“, beschreibt Andersson die Überlegungen für zukünftige Gerätegenerationen. Fotos: Toyota Material Handling www.toyota-forklifts.de 02 Das Toyota Design Center in Mjölby/Schweden bietet Raum für kreative Ideen www.foerdern-und-heben.de f+h 2020/09 65

AUSGABE