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f+h fördern und heben 9/2020

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f+h fördern und heben 9/2020

MENSCHEN UND MÄRKTE

MENSCHEN UND MÄRKTE AUGE IN AUGE Ihr Unternehmen realisiert automatisierte Intralogistiksysteme sowohl für den Onlinehandel als auch für industrielle Anwendungen, zum Beispiel in Produktion und Montage. Lassen sich für diese grundsätzlich verschiedenen Anwendungen Gemeinsamkeiten ausmachen? Stefan Brenner: Durchaus. Unabhängig von der Branche gilt es, in Projektgesprächen genau zuzuhören, die Problematik auf den Punkt zu bringen, um letztlich daraus Hand in Hand mit dem Kunden, die Aufgabenstellung für das Projekt zu erarbeiten. Auf der Erkenntnis der Vielzahl unserer Projekte lautet meine Antwort auf Ihre Frage: Über alle Anwenderbranchen hinweg ist die Forderung nach hoher Qualität und Verfügbarkeit sowie hoher Effizienz sicherlich ein allgemeingültiger Anspruch der Betreiber in allen Branchen. Nicht zu vergessen ein möglichst geringer Aufwand für Service und Wartung. Für die Erfüllung dieser Ansprüche stehen wir mit den von uns gefertigten und realisierten Systemen und Anlagen. Im vergangenen Jahr haben Sie die Kooperation mit einem thailändischen und einem kanadischen Unternehmen aus den Bereichen roboter- und kamerabasierte Systeme für die Intralogistik bekannt gegeben. Vor welchem Hintergrund haben Sie diese Zusammenarbeit getätigt? Stefan Brenner: Das Unternehmen AMI ist vor 33 Jahren als 2-Mann-Firma an den Start gegangen. Im Laufe der Zeit haben wir uns zu einem Intralogistiksystemanbieter mit einem breit gefächerten Portfolio einschließlich entsprechender Beratungs- und Planungsleistungen sowie zugehöriger Softwarekompetenz entwickelt. Aufgrund der vielfältigen Anforderungen in der Förder- und Materialflusstechnik lässt sich das Lösungsangebot jedoch immer noch weiter komplettieren. Selbstverständlich tun wir dies nicht aus reinem Selbstzweck, sondern weil wir seitens des Markts eine entsprechende Nachfrage verspüren. Und vor genau diesem Hintergrund haben wir die Kooperation mit Robot System aus Thailand und der Systemex Group aus Kanada geschlossen. Beide Partnerunternehmen sind spezialisiert auf roboter- und kamerabasierte Systeme und ergänzen unser umfassendes Intralogistik-Portfolio auf ideale Weise. Gleichzeitig wollen wir mit dieser Zusammenarbeit unsere markstrategischen Ziele in Südostasien und Nordamerika, wichtige Wachstumsmärkte für die Automatisierung, mittelfristig realisieren. Darüber hinaus bietet uns diese Partnerschaft die Möglichkeit unsere von Deutschland und Europa aus global agierenden Kunden in diesen Regionen mit der Planung und Realisierung automatisierter Intralogistikanlagen zu unterstützen und für diese Anlagen auch den Service vor Ort zu übernehmen. Beide Partnerunternehmen, die weitgehend selbstständig agieren, werden vom AMI- Standort in Luckenbach aus, in allen technischen und marktrelevanten Belangen unterstützt. Wenn Sie die strategischen Absichten und Ziele Ihres Unternehmens AMI für die nächsten Jahre auf den Punkt bringen müssten, welche Stichworte würden hier ganz oben anstehen? Stefan Brenner: Sicherlich stellt die Digitalisierung an uns – als Intralogistiksystemanbieter – hohe Anforderungen. Im Kern wird sich aber nichts daran ändern, dass wir gemeinsam mit unseren Kunden innovative Lösungen entwickeln, die entsprechenden Systeme im Hause fertigen, beim Kunden installieren und in Betrieb nehmen. Aber natürlich werden die Digitalisierung und damit auch die Vernetzung der an der innerbetrieblichen Wertschöpfungskette beteiligten Systeme und Anlagen dabei spürbar sein. Unsere IoT-Lösung AMI WLS-4.0 unterstützt in besonderer Weise die Ansprüche der Betreiber mit exakt auf den jeweiligen Anwendungsfall und Bedarf zugeschnittenen Informationen. So informiert die modular aufgebaute Software einen Kommissionierer zum Beispiel über die jeweiligen Ereignisse an seiner Arbeitsstation und gibt Anweisungen über auszuführende Tätigkeiten. Ausgiebige Statistiken liefern zudem Informationen, etwa über kommissionierte Einheiten, Mengen und sich daraus ergebende Möglichkeiten zur besseren Auslastung der Ressourcen. Als Bediensystem für AMI WLS-4.0 steht ein Dashboard zur Verfügung, das den Mitarbeiter interaktiv und selbsterklärend mit Unterstützung von Icons leitet. Komplettiert wird die Software durch ein Qualitätsmanagementsystem auf Grundlage einer AMI- Inspektionstechnik, die auf Bildverarbeitungsbibliotheken, Kamera- und Sensortechnologie sowie einer Schnittstelle zur Businesssoftware basiert. Generell gilt für unsere geschäftsstrategische Ausrichtung, dass wir uns noch stärker als bisher im Bereich der Automation und der automatischen Lagersysteme engagieren werden. Geplant ist unter anderem der Einstieg in das Marktsegment der Fahrerlosen Transportsysteme. Ferner wollen wir in Zukunft als Generalunternehmer am Markt agieren. Um den Raum für das damit verbundene Wachstum zu schaffen, haben wir in unmittelbarer Nähe am Firmenstandort Luckenbach 30 000 Quadratmeter Bauland erworben. Noch in diesem Jahr starten die Planungen für eine neue, 5 000 Quadratmeter große Produktionshalle. Vielen Dank für das Gespräch. 8 f+h 2020/09 www.foerdern-und-heben.de

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