Aufrufe
vor 1 Woche

f+h fördern und heben 9/2021

  • Text
  • Systeme
  • Aufheizung
  • Rundschlingen
  • Plattformen
  • Einsatz
  • Entwicklung
  • Produkte
  • Paletten
  • Westfalia
  • Unternehmen
f+h fördern und heben 9/2021

01 02 01 Hebeband –

01 02 01 Hebeband – Anschlagart geschnürt 02 Rundschlingen – Anschlagart parallel umgelegt bel) oder Polyamid (grünes Label) können bei –40 bis 100 °C gelagert und eingesetzt werden, Rundschlingen aus Polypropylen (braunes Label) bei –40 bis +80 °C. Marktüblich sind textile Anschlagmittel aus Polyester. Auch der Einsatz unter dem Einfluss von Chemikalien ist nach vorheriger Überprüfung und Freigabe durch den Hersteller möglich. Eine innovative Konstruktion mit einem Gelege aus Hochleistungspolyester und einer geflochtenen Schlauchhülle bieten die Magnum-X-Rundschlingen. Ein Sonderfall sind Einweg-Bandschlingen nach DIN 60005, für einen einmaligen Transportweg (orangenes Label). Diese Bandschlingen werden mit einem reduzierten Sicherheitsfaktor gefertigt und werden i. d. R. im „Pre-slung“-Verfahren für Einweg- Transportwege von Komponenten verwendet. Einweg-Bandschlingen werden am Anfang der Transportkette geschnürt an der Last angeschlagen und am Ende der Transportkette durch abschneiden der weiteren Verwendung entzogen. Generell gilt, dass beim Anschlagen immer die Oberfläche und die Kanten der Last berücksichtigt werden müssen, denn scharfe Kanten sind gefährlich und können das Anschlagmittel beschädigen. Ein einfacher Abriebschutz ersetzt hier nicht den schnittfesten Kantenschutz. REPARATUR UND ABLEGEREIFE Sollten bei der Sichtprüfung von textilen Anschlagmitteln Beschädigungen festgestellt werden, lassen sich diese, je nach Grad der Beschädigung, reparieren. Bei zu starken Beschädigungen müssen die Hebebänder und Rundschlingen hingegen abgelegt werden. Ihre Ablegereife haben Hebebänder erreicht, wenn Beschädigungen an der Oberfläche, an den Kanten sowie des Materials vorliegen. Zu den Oberflächenbeschädigungen gehören Brüche oder Schnitte im Garn, die mehr als zehn Prozent des Hebebandquerschnitts betragen. Von Kantenbeschädigungen spricht man, wenn die tragenden Nähte an der Seite der Hebebänder eingerissen oder anderweitig beschädigt sind. Weisen Rundschlingen Beschädigungen an der Ummantelung und Sichtbarkeit der Einlage oder eine Verformung auf, sind auch diese Anschlagmittel ablegereif. Auch die entsprechenden Beschlagteile müssen in diesem Zusammenhang geprüft werden. Bei Anrissen, Brüchen oder Verformungen ist die Ablegereife erreicht. Anschlagmittel aus Chemiefasern müssen mindestens einmal jährlich durch einen Sachkundigen (befähigte Person gemäß § 10 BetrSichV) geprüft werden. Je nach Einsatzort und Belastung ist es empfehlenswert, die Prüfung öfter als einmal pro Jahr durchzuführen. Werden zwischenzeitlich Mängel festgestellt, schließt dies den weiteren Einsatz des textilen Anschlagmittels aus. Das Evers-Serviceteam berät und unterstützt bei der Prüfung und Dokumentation von textilen Anschlagmitteln. Ferner bietet das Unternehmen ein Seminar zum Thema Prüfung von Arbeitsmitteln an. Den Teilnehmern werden Kenntnisse vermittelt, die sie in die Lage versetzen, Arbeitsmittel selbstständig nach BetrSichV und DGUV-Vorschrift zu prüfen. Reparaturfähige Hebebänder und Rundschlingen dürfen erst nach einer vom Hersteller oder einer von ihm beauftragten Person durchgeführten sachgerechten Reparatur wiederverwendet werden. Auf keinen Fall dürfen die textilen Anschlagmittel beschädigt weiterverwendet oder von Dritten repariert werden. Ablegereife Hebebänder und Rundschlingen sind der Verwendung zu entziehen. Diese Hebebänder und Rundschlingen dürfen auch nicht mit reduzierter Tragfähigkeit eingesetzt werden. Fotos: Evers www.eversgmbh.de WAS MUSS EIN LABEL FÜR RUNDSCHLINGEN UND HEBE- BÄNDER AUFWEISEN? Auf einem Label, dessen Farbe Auskunft über das Material des textilen Anschlagmittels gibt, müssen folgende Pflichtangaben ablesbar sein: n Zulässige Tragfähigkeit im Zusammenhang mit der entsprechenden Anschlagart n Länge des Hebebands oder der Rundschlinge n Seriennummer n Normen- und Typenzeichen n Herstellungsdatum und Herstelleranschrift n GS-Zeichen n CE-Zeichen Quelle: Evers 34 f+h 2021/09 www.foerdern-und-heben.de

MARKTPLATZ VERSANDBEREICHE ANFORDERUNGSGERECHT AUTOMATISIEREN Das rasante Ansteigen der Onlinebestellungen, das während der Pandemie nochmal zugenommen hat, hat die Bedeutung und Technik von Versandlinien und Packstraßen verstärkt in den Fokus von Unternehmen des E-Commerce, des Handels und der Industrie gerückt. Wie sich mit dem zur jeweiligen Anforderung passenden Grad der Automatisierung Versand- und Verpackungsbereiche effizient konzipieren lassen, zeigt die AMI Förder- und Lagertechnik GmbH auf der Fachpack in Halle 4, Stand 4-422. Mit der Anlage auf der Messe demonstriert der Lösungsanbieter für die Intralogistik, wie sich manuelle Tätigkeiten, z. B. das Vorbereiten von Faltkartons an Packtischen und Einlegen von Waren in die Kartons auf effiziente Weise mit der nachgeschalteten automatisierten Fördertechnik kombinieren lassen. In die Anlage integrierte Komponenten und Subsysteme, u. a. ein Kartonverschließer, eine Wägezelle, eine Etikettierstation sowie ein Kartonumreifer, machen das vernetzte Zusammenwirken dieser Einzelsysteme – über das übergeordnete Softwaresystem – für die Gesamteffizienz des Verpackungsprozesses deutlich. Für den praktischen Einsatz der AMI-Versandlinie ist von Bedeutung, dass sie sich problemlos an die jeweils vorherrschenden räumlichen Bedingungen anpassen lässt. Darüber hinaus erlaubt die modulare Konzeption ein hohes Maß an Flexibilität, sowohl in Bezug auf Durchsatz und gewünschter Systemleistung als auch bei der Ausgestaltung und Anbindung an z. B. nachgeschaltete Sortier- und Verteilanlagen. Neben den anwendungstechnischen Möglichkeiten und den Effizienzpotenzialen, die die Demo-Anlage exemplarisch aufzeigt, präsentiert AMI auf der Messe eine angetriebene Scherenrollenbahn für den Einsatz in Versandbereichen sowie das komplette Portfolio manueller und angetriebener Komponenten für die Intralogistik. www.ami-foerdertechnik.de TELEMATIKSYSTEM UNTERSTÜTZT STAPLERFAHRER BEIM COIL-UMSCHLAG Die Schwerlastgeräte H32XM-12 und H20XM-9 sowie ein Reachstacker RS46-36CH aus dem Hause Hyster im Hafen von Oxelösund/Schweden sind mit dem Telematiksystem des Flurförderzeugherstellers ausgestattet. Der Hyster Tracker erkennt per Kartenlesegerät in der Nähe des Lenkrads, ob der Fahrer zum Betrieb des Staplers berechtigt ist. Zum Start des Fahrzeugs und in festgelegten Intervallen müssen Fahrer über ein Display in der Kabine Checks durchführen. Diagnose- und Nachverfolgungsfunktionen erfassen, wie die Geräte genutzt werden. Der Betreiber kann u. a. die Flurförderzeuge auf einer Karte nachverfolgen. Darüber hinaus erleichtert das Telematiksystem, das als Desktop-Lösung oder als App zur Verfügung steht, die Wartungsplanung und vermeidet unnötigen Verschleiß am Stapler. Optionale Funktionen wie Reifendrucküberwachung verbessern zusätzlich die Kostenkontrolle. www.hyster.com VERSCHIEDENE KARTONGRÖSSEN MIT EINER MASCHINE AUFRICHTEN Der Multi-Format-Kartonaufrichter aus dem Hause Lantech vereinfacht die Bereitstellung von Kartons. Mithilfe separat einstellbarer Zuschnittmagazine lassen sich verschiedene Kartongrößen mit einer Maschine ohne Umrüstung abfertigen. Die Maschine ist zudem platzsparend, da sie alleine funktioniert und keine Förderbänder zu einem Auslaufsystem zusammengeführt werden müssen. Das Total-Control-System des Herstellers schafft die Voraussetzungen für die Kontrolle während des Prozesses und die rechtwinklige Aufrichtung der Kartons. Dies funktioniert selbst bei unebenen Rohlingen. Einheitliche Kartons verhindern Staus, lassen sich einfacher befüllen und stabil transportieren sowie besser stapeln und auf Paletten besser zusammenfassen. www.lantech.com METALLDETEKTIERBARES TRANSPORTBAND BIETET SICHERHEIT IM PRODUKTIONSPROZESS Mit dem neuen Transilon-Bandtyp E 4/H U8/U8 MT/MT-NA MD blau FDA (Art. Nr. 906825) aus dem Hause Forbo Movement Systems lassen sich problemlos die Voraussetzungen für die Umsetzung von HACCP-Konzepten schaffen. Das Banddesign vereint die dehnungsarme Charakteristik von herkömmlichen Siegling-Transilon-Gewebekonstruktionen mit dem reinigungsfreundlichen Design von homogenen Transportbändern. Die metalldetektierbare Urethanbeschichtung hat auf beiden Seiten ein mattes Oberflächenfinish, mit guten Ablöseeigenschaften. Ein weiteres Merkmal ist die patentrechtlich geschützte Gewebekonstruktion mit gruppenweise angeordneten Längsfäden. Bei einem Längsschnitt zwischen den Kettfadengruppen innerhalb einer vorgegebenen Breitenstaffelung entsteht eine versiegelte Bandkante. Somit wird u. a. das Eindringen von Bakterien und Flüssigkeiten in den Bandkörper verhindert. Die Gewebekonstruktion ermöglicht zudem den Einsatz als Muldenförderer bei einem minimalen Umlenkdurchmesser von 40 mm. www.forbo.com STAMMDATEN TO GO Als Full-Service-Dienstleistung offeriert die Kommissionier- und Handhabungstechnik GmbH (KHT) seit kurzem einen mobilen Stammdatenservice. Die einmalige oder wiederkehrende Aufnahme der Artikeldimensionen findet nach individueller Absprache i. d. R. vor Ort beim Kunden statt. Geschultes Personal sowie die vollautomatisierte Erfassungsstation Multiscan werden bereitgestellt. www.kht.de www.foerdern-und-heben.de f+h 2021/09 35

AUSGABE