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f+h fördern und heben 9/2022

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f+h fördern und heben 9/2022

PERSPEKTIVEN sen sich

PERSPEKTIVEN sen sich bereits vor dem Echtstart erproben. Auch das Instandhaltungspersonal sollte sich frühzeitig mit der Anlagenvisualisierung und den Assistenzfunktionen vertraut machen. 02 Das Ziel der LVS-Ablösung: den Materialfluss vollumfänglich abzubilden sowie Schnittstellen zu anderen Softwaresystemen und unterlagerten Steuerungen. Der Anlagenbetreiber und der Anbieter des neuen Lagerverwaltungssystems können im Anschluss gemeinsam den gewünschten Funktionsumfang festlegen. Wichtige Fragestellungen dabei sind: Soll die Einführung eines neuen LVS genutzt werden, um Prozesse zu optimieren, oder soll es eine Kopie des alten Systems werden? Wie lassen sich moderne Endgeräte nutzen, um die Arbeit für das Personal intuitiver zu machen? Sollen angrenzende Systeme ebenfalls aktualisiert werden oder bleiben die Schnittstellen unverändert? Welche Besonderheiten sind bei der Migration vom alten auf das neue System zu beachten? – Die Beantwortung dieser und anderer Fragestellungen unterstützt dabei, die Anforderungen eindeutig abzubilden. MASSNAHME NR. 4: MITARBEITER FRÜHZEITIG EINBINDEN Werden die Ist-Prozesse dokumentiert, ist es wichtig, die gewünschten Funktionalitäten und Prozesse genau und vollständig zu beschreiben. Verbesserungspotenziale lassen sich am besten im Gespräch mit denjenigen identifizieren, die die Tücken des alten Systems kennen und später mit dem neuen System arbeiten werden. Um ein Ablösungsprojekt optimal durchzuführen, ist daher das frühzeitige Einbinden der Mitarbeiter einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Dies fängt bereits bei der Festlegung der Arbeitsabläufe an und setzt sich im Umgang mit dem neuen System fort. Bei der Konzeption der neuen Arbeitsplätze ist auch Virtual Reality (VR) ein gutes Werkzeug, um die Mitarbeiter aktiv einzubinden. Mithilfe einer VR-Brille kann zum Beispiel der Kommissionierer seinen neuen Arbeitsplatz ausprobieren und wertvolle Hinweise für die Optimierung geben. Das Ziel: mehr Ergonomie und Akzeptanz für das neue Logistiksystem schaffen. MASSNAHME NR. 5: TESTEN UND SCHULEN MITHILFE DES DIGITALEN ZWILLINGS Eine der größten Befürchtungen, die Lagerbetreiber hinsichtlich eines LVS-Wechsels hegen, sind Anlagenstillstände. Hier spielt der Digitale Zwilling eine zentrale Rolle für Programmierung und Test der neuen LVS-Software, vor allem bei automatisierten Logistikanlagen. Er ermöglicht Umstellungsszenarien im laufenden Betrieb, bei denen das Altsystem an einem Wochenende abgelöst wird. Eine Ausprägung des Digitalen Zwillings ist eine Emulation des vorhandenen Logistiksystems. Alles verhält sich in der Emulation so wie in der bestehenden Anlage. Die Programmierer können nun die gewünschten Funktionen und Schnittstellen zu übergeordneten Systemen mit der virtuellen Anlage im Büro testen. Auch bei der Schulung der Mitarbeiter leistet der Digitale Zwilling gute Unterstützung. Endgeräte und Bediendialoge las- MASSNAHME NR. 6: UMSTELLUNGSSZENARIO AUSWÄHLEN UND PERFEKT MANAGEN Ein gutes Projektmanagement ist die Grundlage für den Erfolg eines Projekts. Von herausragender Bedeutung ist es bei der eigentlichen Umstellung. Je nach Anforderung und individueller Situation geschieht diese in einem Schritt (Big Bang) oder in mehreren Stufen. Jeder Arbeitsschritt muss klar beschrieben sein, vor allem die Verantwortlichkeit und der zeitliche Ablauf. So läuft die Umstellung strukturiert und ohne Hektik ab. Trotz bester Vorbereitung kann es jedoch beim Hochfahren der Anlage an der ein oder anderen Stelle haken. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Fachleute, die das neue LVS programmiert, getestet und in Betrieb genommen haben, dem Betreiber zur Seite stehen. Die Logistikmitarbeiter und Instandhalter werden unterstützt – bis alles rundläuft. FAZIT Die Ablösung von Lagerverwaltungssystemen ist komplex – hauptsächlich, weil sie in der Regel im laufenden Betrieb geschieht. Den einen Weg zum passgenauen LVS gibt es nicht. Daher ist es empfehlenswert, einen Anbieter auszuwählen, der viel Erfahrung in der Beratung und mit LVS-Ablösungsprojekten hat, wie das Unternehmen Unitechnik Systems sie vorweisen kann. Die LVS-Umrüstung dient vorrangig dem Zweck, die bestehenden logistischen Prozesse mit einem Softwaresystem abzubilden, das auf dem neuesten Stand der Technik ist. Die Softwareumstellung bietet aber auch die Chance, die bestehenden Prozesse und Materialflüsse zu hinterfragen und im Zuge der LVS-Ablösung zu optimieren. Die neue LVS-Software sollte auf jeden Fall in der Lage sein, auf zukünftige Änderungen der Geschäftsprozesse flexibel zu reagieren – denn die Welt ändert sich immer schneller. Fotos: Unitechnik Systems www.unitechnik.com BEST PRACTICE GEORG FISCHER Das Unternehmen Unitechnik unterstützt GF Piping Systems, die größte Division der Georg Fischer AG (GF), Industriekonzern aus der Schweiz, bei der Vereinheitlichung seiner auf drei Standorte verteilten Softwarelandschaft. Drei IT-Systeme mit 110 LVS-Arbeitsplätzen löst das Lagerverwaltungssystem UniWare ab und übernimmt unter anderem die Materialflusssteuerung im hochautomatisierten Distributionslager Schaffhausen. Warum diese Entscheidung für die Zukunftsfähigkeit und Weiterentwicklung hinsichtlich der Kundenanforderungen wichtig war und welche Rolle die Emulation bei dem Projekt spielte, erfahren interessierte Leser in der entsprechenden Anwendergeschichte. Sie können die Anwendergeschichte einfach über den unten stehenden Link oder den QR-Code aufrufen. bit.ly/fuh-unitechnik 28 f+h 2022/09 www.foerdern-und-heben.de

MARKTPLATZ EMISSIONSFREI UNTERWEGS Bis 30 km/h schnell im Gelände, bis zu 100 Prozent Steigung oder bis 500 kg Nutzlast: das sind einige Kennzahlen des Raupen-Fahrgestells aus dem Hause Hawe Mattro. Zahlreiche Schnittstellen, unterschiedliche Getriebevarianten sowie Fahrmodi und verschiedene Möglichkeiten der Spannungsversorgung sind für die Roboterplattform namens Rovo ab Werk verfügbar. Das hauseigene Lithium-Ionen-Batteriepack ist als Wechselakku ausgeführt und lässt sich werkzeuglos austauschen. Mit einer Nennspannung von 100 V und einer Kapazität von 8,8 kWh beträgt die Laufzeit des Batteriepacks, je nach Einsatz, bis zu vier Stunden. Das integrierte Batteriemanagement-System und die Heizung schaffen die Voraussetzungen für einen Temperatur-Einsatzbereich von -20 bis 45 °C. Partnerfirmen haben für die Roboterplattform Hard- und Software-Erweiterungen entwickelt, die im Einsatz erprobt wurden. So kann der Rovo über Follow-Me oder GPS-Wegpunktnavigation auch autonom seinen Weg finden. Eine Hydrauliksteuerung inklusive Elektronik lässt sich in den Taschen der Roboterplattform unterbringen und somit die Installation einer Hubplattform vorbereiten. www.hawe.com/rovo STEUERUNG PASST SICH BEDIENER AN Das Unternehmen Torwegge hat mit dem Force-Lift einen neuen Vakuum-Schlauchheber im Sortiment. Hierzu kooperiert der Intralogistikspezialist mit der Aero-Lift Vakuumtechnik GmbH, die das Gerät entwickelt hat und auch produziert. Zu den Merkmalen des Schlauchhebers gehört, dass sich das Gerät dem Bedienerverhalten anpasst und intuitiv steuern lässt. Darüber hinaus ist der Einhand- Schlauchheber für Links- und Rechtshänder gleichermaßen geeignet und hat eine Tragfähigkeit von bis zu 75 kg. Schnell zu wechselnde Saugfüße ermöglichen die Handhabung von luftdichten und porösen Materialien wie Kartons, Säcken, Kanistern, Fässern, Blech oder Holz. Aufgrund der horizontalen Rotationsfunktion lassen sich die umzuschlagenden Güter jederzeit bis zu 360° drehen. Ferner ist das präzise Umsetzen von Lasten um 90°, von der vertikalen in die horizontale Position, mithilfe des Bedienelements möglich. Ohne Transportgut kann das Gerät, das sich optional auf die jeweiligen Anforderungen des Einsatzgebiets abstimmen lässt, freischwebend in einer Parkposition verbleiben. www.torwegge.de clever – creative – sustainable – smart Bereit für das nächste Level der Logistik. Utz Mehrweggebinde sind einzigartig und individuell auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt. Produziert aus UIC® und damit ein Teil des nachhaltigen Utz Produkt- Kreislaufs. FachPack (27. bis 29.09.2022), Halle 6, Stand 257. utzgroup.com Georg Utz GmbH · Nordring 67 · 48465 Schüttorf · Germany Phone +49 5923 805 0 · Fax +49 5923 805 805 · info.de@utzgroup.com · www.utzgroup.com

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