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f+h fördern und heben 9/2022

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f+h fördern und heben 9/2022

PRODUKTE UND SYSTEME 02

PRODUKTE UND SYSTEME 02 AUF EINEN BLICK 03 Zu den Ergebnissen des Digitalisierungsprojekts gehören: n 20 Prozent Effizienzsteigerung im Wareneingang n 80 Prozent mehr Effizienz bei Umlagerungen n 20 Prozent weniger Personalaufwand n Maximale Transparenz über alle Warenbewegungen n Höhere Mitarbeiterzufriedenheit n Nachvollziehbare Kommissioniervorgänge n Flexible Personaleinsatzplanung 02+03 Damit der Mitarbeiter zum Beispiel Behälter mit einem Label auszeichnen kann, verfügen die Rollwagen über einen Etikettendrucker rer Lieferanten verfügen in der Regel über Barcodes, die von den Mitarbeiter gescannt werden. Die App erkennt dabei, ob es sich um eine prüfpflichtige Anlieferung handelt (Weitergabe an die Qualitätsprüfung Wareneingang) oder auch, ob sich die Ware im Rückstand befindet und somit für den unmittelbaren Weitertransort an den Bedarfsträger bereitgestellt werden muss. Wenn es sich um einen neuen Artikel für das Sortiment des Online-Shops für das Geschäftsfeld After Sales handelt, muss dieser zunächst in das firmeneigene Fotostudio gebracht werden. Die entsprechende Abfrage läuft im Hintergrund über die Schnittstelle zu SAP und die Antwort erhält der Mitarbeiter umgehend auf dem Display seines Handhelds angezeigt. Falls die Ware eingelagert werden soll, erscheint dabei auch der vom ERP vorgegebene Lagerplatz. Zeitgleich findet die Buchung im Warenbestand statt. Die Anweisungen von ZetesMedea sind immer eindeutig, sodass sich Fehler praktisch ausschließen lassen. Gleiches gilt für den Fall, dass eine Sendung mit einem neuen Etikett versehen werden muss. Dann tritt der auf dem Rollwagen montierte Etikettendrucker vom Typ Zebra ZD620t in Aktion. Dieser Drucker ist mit einer Akkubasisstation ausgestattet und stellt einen unterbrechungsfreien Betrieb während der ganzen Schicht sicher, die Kommunikation geschieht über WLAN. 80 PROZENT PRODUKTIVER Eine weitere wichtige Funktion übernimmt ZetesMedea bei den Umlagerungen, die bedingt durch das praktizierte Prinzip der chaotischen Lagerhaltung regelmäßig durchzuführen sind. Zum Starten der Funktion wählt der Mitarbeiter im Menü die Option „Umlagern“ und wird daraufhin zur ersten Lagerposition geführt, deren Bestand mit einer anderen Position zusammengeführt werden soll. Vor der Entnahme muss die am Regal angebrachte Fachnummer und anschließend der einzelne Artikel gescannt werden. Auch am Zielort muss zunächst die Fachnummer erfasst werden, bevor sich der Prozess abschließen lässt. „Beim Umlagern bringt uns ZetesMedea einen Produktivitätsvorteil von 80 Prozent“, hat Krimmer berechnet. Im Durchschnitt habe sich die Effizienz durch das neue Verfahren über alle Prozessschritte hinweg um rund 25 Prozent verbessert. Nach einem ähnlichen Prinzip unterstützt das Warehouse Execution System das Durchführen interner Transporte oder das Kommissionieren der in der Produktion benötigten Teile. Die vom ERP erzeugten Pickaufträge erscheinen mit Lagerplatz und Stückzahl auf dem Display der Handhelds und werden von den Kommissionierern Schritt für Schritt abgearbeitet. Pro Tag fallen rund 900 Positionen an. Die App ermöglicht Single- oder Multi-Order-Picking, wobei letzteres zum Beispiel für das Zusammenstellen von Baugruppen zum Einsatz kommt. Beim Picken werden die Mitarbeiter von Kommissionierwagen und Sammelbehältern unterstützt. MATERIALINFO SORGT FÜR GEWISSHEIT Falls dabei Fragen zur Identität einzelner Artikel auftauchen, bietet ZetesMedea die Materialinfo-Funktion. Dabei genügt das Scannen des auf dem Artikel angebrachten Barcodes, um über das Display des Touch-Computers die genaue Produktbezeichnung zu erfahren. Die Materialinfo-Funktion wird benötigt, wenn sich an einem Lagerplatz mehrere ähnliche Artikel befinden. Zwischen September und Dezember tritt schließlich die Inventur-Funktion des Warehouse Execution Systems in Aktion. Während dieser Phase muss das Lagerpersonal die vorrätigen Artikel einmal komplett gezählt haben. Dabei werden immer die Lagerfächer gezählt, die im Rahmen einer anderen Tätigkeit ohnehin angesteuert werden. „Mit diesem rationellen und durchgängig digitalen Prozess konnten wir die frühere Vollzählung mit Papierlisten ablösen“, erläutert Krimmer, der auch mit dem Projektverlauf zufrieden ist. TADELLOS UMGESETZT Die Einführung des Warehouse Execution Systems ließ sich schneller als erwartet nach nur acht Wochen abschließen. „Die Geschwindigkeit hat mich beeindruckt“, bekennt Krimmer und ergänzt: „Die Umsetzung lief durch alle Projektstufen hindurch tadellos. Ich habe selten einen Dienstleister, der so gut und zuverlässig gearbeitet hat wie Zetes.“ Ebenso positiv denkt der Supply Chain Manager über die Amortisierung: „Angesichts der enormen Produktivitätsfortschritte im Wareneingang und beim Umlagern hat sich die Investition schon innerhalb der ersten Monate bezahlt gemacht“. Fotos: Bühler www.zetes.com 32 f+h 2022/09 www.foerdern-und-heben.de

MARKTPLATZ FRÜHZEITIGE BRANDERKENNUNG RETTET LEBEN UND SICHERT VERMÖGENSWERTE Wärmebildkameras aus dem Hause Teledyne Flir können heiße Stellen erkennen, eine frühzeitige Warnung ausgeben und auf diese Weise einen Flächenbrand schon verhindern, bevor ein Feuer ausbricht. Lösungen wie die kompakte Wärmebildkamera Flir AX8 (Bild) mit ihrem Streaming-Videoausgang können ihr Bild direkt auf einen Kontrollraummonitor übertragen, der das Personal zum genauen Standort eines Brandherds leitet. Die Benutzer können vorkonfigurierte Temperaturalarme bei Bedarf anpassen, um so vorübergehende Veränderungen wie die Anwesenheit eines Gabelstaplers auszugleichen und Fehlalarme zu vermeiden. Ein anderes Beispiel ist die Lagerung von Schüttgütern, bei denen die Gefahr der Selbstentzündung besteht. Hier kann eine Wärmebildkamera die Temperatur der Materialien rund um die Uhr fernüberwachen. Die sichtbare 4K-Bildgebung der feststehenden multispektralen Kamera der Flir FH-Serie R bietet eine Überprüfung von Hotspots und sendet Bilder über ein Videomanagementsystem (VMS) an einen Bediener. Das VMS kann auch mit Lösungen von Drittanbietern kombiniert werden. www.flir.de HOHE LEISTUNG BEI KLEINEM BAURAUM Bei Cobots und Leichtbaurobotern steht der Sicherheitsaspekt im Vordergrund: Bei einem Stromausfall dürfen weder Mensch noch Maschine durch irreguläre Bewegungsabläufe gefährdet werden. Für diese Anwendungen eignen sich die Bremsen der Servo Slim Line des Unternehmens Kendrion: Als Driving the world Generation X.e efficient – experienced – excellent Halte- und Notstoppbremsen halten sie die Kompaktroboter in Notfällen und im ausgeschalteten Zustand exakt in Position. Die flache Bremse ist für die Anforderungen der Robotik bis ca. 20 kg Traglast ausgelegt. Die Servo Slim Line kommt aber auch in Fahrerlosen Transportfahrzeugen zum Einsatz, um diese notfalls aus voller Fahrt stoppen zu können. Das Federdruck-Prinzip schafft die Voraussetzungen für hohe Bremsenergien und eine lange Lebensdauer. Laut Angaben des Herstellers sind die schlanken Einscheibenbremsen bezogen auf die Leistungsdichte flacher und leichter als der Marktstandard und aufgrund des großen Innendurchmessers für Hohlwellenantriebe geeignet. www.kendrion.com Vom Standard zur Individualisierung Die Generation X.e setzt neue Maßstäbe und bietet Ihnen größtmögliche Effizienz, mehr Sicherheit und Langlebigkeit. Und das auch bei schwierigen Einsatzbedingungen. ausgeführt als 2- bis 4-stufige Stirn- und Kegelstirnradgetriebe • Drehmomentbereich von 6,8 bis 475 kNm • passt sich exakt an die Betriebs- und Umweltbedingungen Ihrer Applikation an • neue Features wie z. B. berührungslose Dichtungssysteme, optimierte Verzahnungstopologie und Lagervorspannung u. v. m. www.sew-eurodrive.de

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